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Volz steht für ‚Made in Germany‘: Rohr- und Schlauchverbindungen in Edelstahl (Marke Volz) und Rohrverbindungen in Stahl (Marke Metric Fittings) werden am Hauptsitz des Unternehmens in Deilingen produziert.

fluid sprach mit Unternehmenslenker Dr. Christoph Fleig über die aktuelle Marktsituation und die Stellung der Volz-Gruppe.

Christoph Fleig

Dr. Christoph Fleig führt Volz seit über zehn Jahren zusammen mit seiner Ehefrau Sigrid Fleig, der Enkelin des Unternehmensgründers.

fluid: Wie beurteilen Sie die derzeitige Entwicklung in der Fluidbranche?

Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass wir als Lieferant bei gleichbleibend hoher Qualität immer schneller reagieren müssen. Wie wichtig es ist, flexibel zu sein, sehen wir seit dem zweiten Halbjahr 2013. Die Nachfrage ist im dritten Quartal innerhalb weniger Wochen rasant gestiegen. Das war natürlich eine besondere Herausforderung, nachdem die Nachfrage im ersten Halbjahr noch verhalten war.

fluid: Wie haben Sie diese Situation gemeistert?

Zunächst einmal durch Verlängerung der Schichten in der Produktion. In solchen Situationen zahlt sich unsere Personalpolitik aus. Unsere Mitarbeiter haben sehr gute Arbeitsbedingungen und sind dementsprechend motiviert, sich bei Bedarf ihrerseits besonders zu engagieren.

Als abzusehen war, dass die hohe Nachfrage anhalten würde, haben wir Personal eingestellt und unseren Maschinenpark erweitert. Im September dieses Jahres werden wir beispielsweise in Deilingen eine weitere Großanlage in Betrieb nehmen, was zu einem Kapazitätssprung führen wird.

fluid: Wie haben Ihre Kunden reagiert?

Unsere Kunden wissen zu schätzen, dass wir schnell gehandelt haben, auch wenn die Effekte unserer Investitionen erst zeitverzögert spürbar sind. Das ist einer der größten Vorteile eines inhabergeführten Unternehmens: zügig entscheiden und auch ein gewisses Risiko eingehen zu können.

Wie auch immer der Markt sich entwickeln wird, unsere Investitionen garantieren unseren Kunden, dass sie sich auch in Zukunft in schwierigen Situationen auf uns verlassen können. Wir haben hohe Produktionskapazitäten vor Ort, unsere Lieferzeiten sind nicht von langen und kostspieligen Transportwegen abhängig und bei der Qualität machen wir auch unter hohem Zeitdruck keine Kompromisse.

fluid: Wo stehen Sie heute im Markt?

Trotz aller marktbedingten Schwankungen hat die Volz-Gruppe in den letzten Jahren ihre Marktposition kontinuierlich ausgebaut. Als Newcomer im Stahlbereich haben wir unsere Leistungsfähigkeit erst unter Beweis stellen müssen. Das ist uns gelungen und wir werden längst als verlässlicher Partner wahrgenommen, mit dem man auch große, langfristig angelegte Projekte umsetzt. Hierzu trägt sicher auch unser Schulungsservice bei: Auch ihn haben wir weiter ausgebaut und bieten unseren Kunden die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter an, entweder bei uns in Deilingen, oder, abhängig von Projektgröße und Schulungsbedarf, auch vor Ort.

fluid: Welche Rolle spielt neben Produktionskapazitäten und Termintreue die Qualität ‚Made in Germany‘?

Nach wie vor eine große. Den Kunden ist diese Qualitätsgarantie auch unter Zeitdruck und hohem Lieferbedarf enorm wichtig. Zu ‚Made in Germany‘ gehört natürlich auch, dass man mit uns lange Transportwege einspart und unsere Produkte in der Regel schnell verfügbar sind.

Die Produktqualität spielt auch bei unseren jüngsten Investitionen eine große Rolle: Wir haben unsere Ausstattung im letzten Halbjahr um einen statischen Druckprüfstand und zwei dynamische Impulsprüfstände erweitert. Dies dient zum einen der Qualitätssicherung, zum anderen aber auch der Entwicklung. Diesen Bereich bauen wir seit 2010 kontinuierlich aus. Es ist nur konsequent, dass wir als Qualitätsführer in der Herstellung auch die Weiterentwicklung der Verbindungstechnik vorantreiben.

Autor: amedes im Auftrag von Volz

Volz-Gruppe

Damit Verbindungen gelingen

Die Volz-Gruppe liefert als einer der wenigen Anbieter in Deutschland ein breites Programm an Rohrverbindungskomponenten sowohl in Stahl (Marke Metric Fittings) als auch in Edelstahl (Marke Volz) aus eigener Fertigung. Ein weiterer Produktionsschwerpunkt sind individuelle Kugeln für die Kugelhahnindustrie, mit denen Volz Marktführer ist. Insgesamt circa 340 Mitarbeiter sind bei der Volz-Gruppe beschäftigt, die meisten davon am Hauptsitz des Familienunternehmens in Deilingen. International sind die Schwaben mit Vertriebsgesellschaften in der Türkei, der Ukraine, in Australien, Shanghai, Singapur, USA und Russland aktiv. Regional engagiert sich das Unternehmen besonders für Auszubildende und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.