Fertigung

Moderne Produktionsmaschinen garantieren bei Pister eine gute Auftragsabwicklung und kurze Durchlaufzeiten. Bild: Pister

Ob Absperren, Antreiben, Steuern oder Bewegen – Pister Kugelhähne entwickelt und fertigt am Standort in Deutschland qualitativ hochwertige Hochdruck-Kugelhähne und Produkte der Fluidtechnik für verschiedenste Anforderungen in allen Industriezweigen.

Boris Knapp

„Wir gewährleisten Sicherheit und Qualität.“
Boris Knapp, Geschäftsführer,
Pister Kugelhähne

Pister bietet seine 2-Wege-Kugelhähne, 3-Wege-Kugelhähne, Mehrwege-Kugelhähne und Flanschkugelhähne aus einer Hand; alle Modelle als Stahl- oder Edelstahl-Kugelhähne mit zahlreichen Anschlussoptionen. Außerdem fertigt das Unternehmen Platten- und Magnetventile, flexible Multikupplungssysteme sowie individuelle Sonderanfertigungen.

„Seit der Gründung unseres Unternehmens vor 52 Jahren steht die Zufriedenheit unserer Kunden an erster Stelle“, betont Boris Knapp, in dritter Generation Geschäftsführer von Pister.

Im Laufe der Zeit seien die Anforderungen an die Produkte enorm gestiegen. Denn die Hochdruckarmaturen finden weltweit in fast allen Industriebereichen Anwendung. Beispielhaft erwähnt seien hier die Bau- und Landmaschinen, Industrie, Prozesstechnik, Petrochemie, Kraftwerktechnik, erneuerbare Energien, Offshore oder Schiffbau. Dabei gilt es Drücke bis 800 bar, extreme Hoch- und Tieftemperaturen sowie komplexe Medien zu beherrschen.

„Die Anforderungen an unser Haus lauten ganz einfach: Gewährleistung von Sicherheit und Qualität“, unterstreicht deshalb Knapp. Diese hohen Sicherheitsansprüche führten im Hause Pister zu dem Entschluss, für den Druckkörper den Feinkornstahl (FST-Pister) einzusetzen. Dieser Stahl entspricht der Druckgeräte Richtlinie 97/23 EG. Diese schreibt im Zugversuch eine Kerbschlagarbeit von mindestens 27 J vor.

Der Stahl wurde von Pister für Standard-Kugelhähne gewählt, da dieser Werkstoff in Bezug auf Bearbeitbarkeit (Zerspanung, Verzug) und der mechanischen Eigenschaften die beste Eignung für das Endprodukt hat, so der Stahlproduzent Ovako, der in Zusammenarbeit mit Pister die Profilausführung und Toleranzen festgelegt hat.

Ventile und Armaturen

Ventile und Armaturen aus unterschiedlichsten Materialien und mit verschiedenen Anschlüssen sorgen dafür, dass auch in den rauen Umgebungen verschiedenster Anwendungen eine sichere Anbindung möglich wird.

Der Werkstoff hat, obwohl er sich sehr gut zerspanen lässt, hohe Kerbschlagwerte, die einen Einsatz im Tieftemperaturbereich ermöglichen. Außerdem wird der Stahl nach Kundenwunsch als warmgewalztes Profil hergestellt. In Summe habe die Umstellung auf den von Ovako gefertigten Werkstoff eine deutliche Qualitätsverbesserung bewirkt.

Dabei liegt die Streckgrenze, also die Spannung bei einachsiger und momentenfreier Zugbeanspruchung, bis zu der keine dauerhaften plastischen Verformungen bei einem Werkstoff auftreten, um 30 Prozent höher als beim Automatenstahl. Auch bei der Zugfestigkeit schwanken die Werte beim Automatenstahl stark, was wiederum eine Prozesssicherheit nicht garantiert. Die Bruchdehnung (also die bleibende Verlängerung des Körpers nach dem Bruch bezogen auf die Anfangsmesslänge) muss entsprechend der Druckgeräterichtlinie bei mindestens 14 Prozent liegen, eine Forderung, die Automatenstahl ebenfalls nicht erfüllt.

Feinkornstahl (FST), die sichere Wahl

Hochdruck Kugelhahn

Die Hochdruck-Kugelhähne von Pister halten dank FST deutlich höheren Drücken stand.

Außerdem muss eine Kerbschlagarbeit von mindestens 27 J bei der gewünschten Temperatur gegeben sein. Diese wird mit dem Werkstoff FST-Pister bis -20 °C erreicht, selbst bei -40 °C liegt der Wert im Durchschnitt noch bei sehr guten 15 J.

Beim Automatenstahl kann dieser Wert nicht garantiert werden, da er aufgrund höheren Schwefelgehalts sehr starken Schwankungen ausgesetzt ist. Versuche mit Automatenstahl zeigten Rissbildungen unterhalb der vorgegebenen Normwerte.

„Dadurch können Gefahren für Mensch und Umwelt entstehen, welche wir nicht verantworten wollen“, unterstreicht der Geschäftsführer. Denn man sehe sich verpflichtet „im Rahmen unseres Qualitäts-, Umwelt- und Arbeitssicherheits-Managements, nachhaltige, sichere und qualitativ hochwertige Produkte zu liefern.“

Mit dem Feinkornstahl habe man diese Selbstverpflichtung sogar kostenneutral erreicht. „Für die Sicherheit und Zufriedenheit unserer Kunden“, wie Knapp betont.

Autorin: Ingrid Fackler, Redaktion

Das Unternehmen Pister

Familienunternehmen in 3. Generation

Seit über 50 Jahren versorgt Pister seine Kunden mit innovativen Lösungen für verschiedenste Bereiche der Fluidtechnik. Mit heute rund 130 Mitarbeitern zählt das Unternehmen zu den führenden Herstellern von Hochdruck-, Absperr- und Steuerarmaturen, Platten- und Magnetventilen sowie Multikupplungssystemen und Sonderlösungen für alle Industriebereiche: sei es für die Bau- und, Landmaschinenindustrie, den Kraftwerksbau, Offshoreanlagen, die Ölförderung, die Gasindustrie oder erneuerbare Energien.