sVip Tool

Das Tool sVip bietet neben bekannten Funktionen der vielen Parametrierhilfen weitere, verbesserte Optionen zur Programmierung und Diagnose von Sick-Motor-Feedback-Systemen. Bild: Sick

Denn mit der echten „One-for-all“-Lösung, dem neuen Visualisierungs- und Programmiertool sVip von Sick, heißt die Devise nur noch: Anschließen, einloggen und loslegen.

Rotative und lineare Motor-Feedback-Systeme (MFB) werden in elektrischen Antrieben eingebaut, um Geschwindigkeiten zu messen und die Position der Motorwelle zu erfassen. Hinzu kommen immer mehr Zusatzfunktionen, auf die von Seiten der Integratoren und Endanwender zunehmend Wert gelegt wird. Hierzu gehört insbesondere die Einrichtung von Diagnoseoptionen, zum Beispiel zur qualitativen Signalanalyse, zur Überwachung von Betriebszuständen oder zum Auslesen des internen Speichers des MFB.

Im Schlepptau der technologischen Weiterentwicklung der Motor-Feedback-Systeme von Sick und ihrer Interface-Standards, zuletzt der rein digitalen Ein-Kabel-Schnittstelle Hiperface DSL, sind verschiedene Parametrierhilfen unterschiedlichster Funktionalität entstanden, die jetzt durch das neue Visualisierungs- und Programmiertool sVip abgelöst werden. Es handelt sich dabei um eine zukunftssichere „One-for-all“-Lösung, die neben den bekannten Funktionen der verschiedenen Parametrierhilfen weitere, verbesserte Optionen zur Programmierung und Diagnose von Sick-Motor-Feedback-Systemen bietet. So auch die Möglichkeit der Synchronisierung der analogen Signale und der absoluten Position von Hiperface-Produkten.

Passend zum gesamten Motor-Feedback-Portfolio

Das neue Tool ist die konsequente Antwort auf die Forderung des Marktes nach einem einheitlichen und multifunktionalen Visualisierungs- und Programmiertool für die Motor-Feedback-Produktfamilien des Unternehmens. Es löst bisherige Geräte ab, die entweder nur Hiperface-Schnittstellen, nur für Hiperface-DSL-Schnittstellen oder spezielle, rotativ inkrementale Motor-Feedback-Systeme ausgelegt waren.

Mit Hilfe der für alle Geber einheitlichen Bedienoberfläche, der Standard-Programmier-Software Sopas von Sick, können jetzt die rotativen Systeme der Produktfamilien SRS/SRM50, SKS/SKM36, SFS/SFM60, EKS/EKM36, VFS60 und CKS36 sowie die Linear-Motor-Feedback-Systeme TTK50 und TTK70 programmiert und visualisiert werden.

Zudem ist das Tool so ausgelegt, dass es auch bei den zukünftigen Hiperface-DSL-Produktfamilien EES/EEM34, EES/EEM37 und EFS/EFM50 eingesetzt werden kann.

Effiziente Inbetriebnahme-Unterstützung

Wie von den bisherigen Programmiertools bekannt, unterstützt die neue Lösung alle Funktionen: Schrittzahlen, Positions- und Preset-Werte oder die Zählrichtung können festgelegt, Motorkenndaten, Serien- und Artikelnummern angezeigt sowie weitere Informationen, wie Motorkenndaten im elektronischen Typenschild des MFBs, hinterlegt und zur Einstellung des Reglers auf die Parameter des Motors genutzt werden.

Neu ist die Möglichkeit, während der Implementierung der Hiperface-DSL-Schnittstelle unterschiedliche Fehler wie beispielsweise „Error bits“ oder „Statusmeldungen“ bereits in der Entwicklungsphase zu simulieren. Dadurch können eventuelle Störungen frühzeitig in der Entwicklungsphase erkannt und abgefangen werden. Schließlich erlaubt sVip ein Klonen einmal festgelegter Einstellungen auf beliebig viele Motor-Feedback-Systeme – was eine wesentliche Arbeitserleichterung bei regelmäßig wiederkehrenden Parametrierungen darstellt.

Vielseitige Diagnosefunktionen

Eine der wesentlichen Stärken des neuen Visualisierungs- und Programmiertool sind die zahlreichen multifunktionalen Diagnoseoptionen. So eröffnet das Auslesen und Speichern der E²Prom-Inhalte des elektronischen Typenschildes erweiterte Analysemöglichkeiten und damit einen verbesserten technischen Support. Bei Motor-Feedback-Systemen mit Hiperface-Schnittstelle können die analogen Signale mit Hilfe der sogenannten Oszilloskop-Funktion qualitativ untersucht und bewertet werden, indem über ein Zeigerdiagramm der Phasenversatz der sin/cos-Signale angezeigt und zusätzlich in der Oszilloskopfunktion die Amplitude ausgewertet wird. Außerdem sind bei diesen Gebern mit Hilfe des neuen Visualisierungs- und Programmiertools die analogen Signale und die absoluten Positionen auf einfache Weise synchronisierbar.

Werden über das Motor-Feedback-System zusätzliche Informationen erfasst und gespeichert – zum Beispiel Temperaturwerte, Stromaufnahme, Drehzahlen, Geschwindigkeiten und die jeweiligen Veränderungen dieser Größen – ist es über das „One-for-all“-Tool möglich, diese in Form von periodischen oder Lifetime-Histogrammen darzustellen und zu dokumentieren, aber auch zu Diagnosezwecken sowie zur vorbeugenden Instandhaltung zu nutzen.

Das Visualisierungs- und Programmiertool unterstützt somit über die Analyse der Daten der Motor-Feedback-Systeme die Klärung von eventuellen Störfaktoren und Schadensereignissen. Die Diagnosemöglichkeiten eröffnen ein großes Potenzial zu einer Effizienzoptimierung der Maschine, um eine höchstmögliche Produktionsverfügbarkeit zu erreichen, sowie die Möglichkeit zur Einsparung von Betriebskosten.

Immer die passende Verbindung

Anschließen, einloggen, loslegen – damit dieser Plug-and-play-Anspruch überall Wirklichkeit wird, steht das Visualisierungs- und Programmiertool in zwei verschiedenen Versionen zur Verfügung: Eine Ausführung für die kabelgebundene Verbindung per Ethernet-LAN mit einem PC, einem Laptop oder einem Tablet-Computer sowie eine Variante für die kabellose Verbindung per Ethernet-WLAN, die insbesondere bei der mobilen Diagnose vor Ort durch den Servicetechniker von Vorteil ist. hei

Autor: Michael Scalet, Sick

Technik im Detail

Screenshot

Das Visualisierungs- und Programmiertool sVip eröffnet vielfältige erweiterte Diagnosefunktionen, wie Temperaturwerte, Stromaufnahme oder Drehzahlen. Bild: Sick

Visualisierungs- und Verbindungstool sVip

Neben den bekannten Funktionen der bisherigen Programmiertools bietet sVip weitere, verbesserte Anwendungen zur Programmierung und Analyse. Zusätzlicher Vorteil: sVip hat nur eine Standard-Benutzeroberfläche für alle Aufgaben. Merkmale:

  • Oszilloskop-Funktion – für qualitative Signalanalyse
  • Darstellung von Histogrammen wie z. B. Temperatur
  • Auslesen und speichern der E²Prom Inhalte
  • Möglichkeit der Synchronisierung der analogen Signale und der absoluten Position von Hiperface Produkten wie SRS/SRM50, SKS/SKM 36 etc.

Anwendungsbereiche: sVip eignet sich in vielen Bereichen wie zum Beispiel in der Forschung und Entwicklung beim Kunden und für die Diagnose vor Ort durch den Servicetechniker. Das Tool lässt sich über Ethernet (LAN) oder kabellos per WLAN mit PC, Laptop oder Tablet-Computer verbinden. Geeignet für Sick-Inkremental-Encoder, Hiperface DSL und Hiperface Produkte.