Druckschalter

Einfache Bedienung und Verkabelung bieten die neuen Druckschalter der Serie BPS3000 von Barksdale mit 320°-Drehbarkeit von Display und elektrischem Anschluss.

Auf der Grundlage vieler Kundengespräche und diverser Marktanalysen stellt Barksdale jetzt eine neue Serie elektronischer Druckschalter mit der Typenbezeichnung BPS3000 vor. Die äußere Gestaltung ist nicht nur wegen ihres Erscheinungsbildes oder der Material- und Farbwahl preisverdächtig, sondern vor allem wegen ihrer Funktionalität. Der leicht angeschrägte und gewölbte Kopf des etwas unter 40 mm Durchmesser messenden elektronischen Druckschalters ist gleichzeitig die Anzeige- und Bedienzentrale. Das vierstellige Display aus 9 mm hohen 14-Segment LEDs wird für alphanumerische Darstellungen genutzt und ist auch von der Seite gut ablesbar. Weitere LEDs zeigen Schalt- oder Alarmstatus an. Selbst bei Überkopfmontage kann die Anzeige über die Software korrekt dargestellt werden.

Mit der aus nur drei Tasten bestehenden, integrierten Tastatur mit haptischer Rückmeldung können sämtliche Einstellungen vorgenommen werden. Die Menüführung folgt strikt dem vom VDMA definierten und auf der Betriebsebene weit verbreiteten Standard (Einheitsblatt VDMA 24574-1).

Als Bedieneinheit ist der Kopf um 320° drehbar ohne die Lage der elektrischen oder mechanischen Anschlüsse zu verändern. Dies wird durch eine zweite Drehbarkeit (ebenfalls um 320°) am Prozessanschluss erreicht. Sie erfüllt – wie der Druckschalter insgesamt – die Schutzklassen IP65/IP67. Die Aufbauhöhe liegt knapp unter 100 mm.

In sechs Stufen wird der Einsatzbereich zwischen 0 … 10 bar und 0 … 600 bar abgedeckt. Bis 400 bar sind keramische Druckmesszellen mit FKM-Dichtung im Einsatz. Bei 12 bit digitaler Auflösung ist die Wiederholgenauigkeit mit ±0,1 %FS spezifiziert, wobei der kompensierte Temperaturbereich zwischen -10 °C … +70 °C liegt. Im Bereich 0 … 600 bar werden piezoresistive Druckmesszellen eingesetzt. Optional sind sie auch für andere Messbereiche lieferbar.

Neben dem üblichen G1/4“-Innengewinde stehen die neuen Druckschalter mit NPT- oder frontbündigem Druckanschluss (pastöse Medien/Schmierung) zur Verfügung. Eine Version mit CETOP-Anschluss ist bereits in Vorbereitung.

Aufgrund der unterschiedlichsten Einsatzfelder lag bei der Entwicklung ein besonderes Augenmerk auf der EMV-Festigkeit. „Wenn wir hier über EMV reden, dann meinem wir nicht die schönen Standards innerhalb der EU“, sagt dazu Jürgen Bayer, der verantwortliche Produktmanager bei Barksdale. „Dann denken wir an Applikationen, die in puncto EMV bisweilen nicht so eine gut beherrschte Umgebung bieten, wie wir es vom europäischen Maschinenbau gewohnt sind.

Dies trifft beispielsweise beim Einsatz von Hochleistungsfunkgeräten in Stahl- oder Kraftwerken zu.“ Im Klartext: die optional tatsächlich erreichbare, über das Übliche hinausgehende EMV-Festigkeit lässt sich in der auf dem Datenblatt zu findenden Liste der Prüfungen mit Bezug auf europäische Normen gar nicht darstellen.

Die elektronischen Druckschalter der Serie BPS3000 sind für die unterschiedlichsten Anwendungen konzipiert. An vorderster Stelle stehen Anwendungen im Maschinenbau, gefolgt vom Energie-Sektor und Stahlwerke. Große Herausforderungen bieten Applikationen im Nassraum von Werkzeugmaschinen. Im Umfeld der Werkstückbearbeitung werden die neuen Druckschalter allerdings besonders gut aussehen, denn sowohl die Materialien der Bedienelemente als auch das gesamte Gehäusedesign sind besonders auf Beständigkeit gegenüber den dort eingesetzten Kühlmedien ausgelegt.

 Autor nach Unterlagen von Barksdale, www.barksdale.de