Bild: OLAER AG

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Die Fortpflanzungsgeschwindigkeit der Druckwellen kann bis zu 1400 m/s betragen und ist abhängig vom Material und von der Wandstärke des Rohres.

Wie entstehen Druckschläge?

Druckschläge in Rohrleitungen entstehen durch plötzliche Strömungsänderungen der Flüssigkeit:

  • Beschleunigung der Flüssigkeitsmasse beim Einschalten von Pumpen
  • Abreissen des Förderstromes beim Ausschalten von Pumpen
  • Schlagartiges Stoppen einer sich in Bewegung befindenden Flüssigkeit durch ein Schnellschlussventil
  • Plötzliche Änderung der Flussrichtung durch Magnetventile
  • Abrupte Änderung des Rohrquerschnittes durch Verengungen und Drosselungen

 

Wo entstehen Druckschläge?

Druckschläge können in jedem Rohrleitungssystem auftreten:

  • Beim Ein- oder Ausschalten von Pumpen
  • Bei Stromausfall in Pumpstationen
  • Bei Hydrantenbezug in Löschleitungen
  • In Füll- oder Dosieranlagen (Betonzentralen, chemischen Anlagen, Grosswäschereien usw.)

Welche Auswirkungen haben Druckschläge?

  • Hoher Druckanstieg sowie Unterdruck (Kavitation)
  • Störende Geräusche
  • Ermüdungserscheinungen der Werkstoffe

Die Folgen sind:

  • Beschädigung eingebauter Instrumente und Armaturen
  • Leitungsbrüche, Lärm und Vibrationen
  • Lösen oder Undichtwerden von Verbindungsstellen

Wie verhindern wir Druckschläge?

In jeder Anlage, in der Druckschläge zu erwarten oder schon vorhanden sind, können diese durch den Einbau eines richtig dimensionierten und wartungsarmen OLAER-Dämpfers verhindert werden.

Druckschlagdämpfer für Trinkwasser mit Zwangsdurchströmung (Forced Flow)

Die OLAER Druckschlagdämpfer der Serie DDV / DDH Forced Flow werden eingesetzt, um Druckschläge zu verhindern, die durch direktes Ein- und Abschalten von Pumpen, Stromausfall in Pumpstationen und Schliessen von Hydranten in Löschleitungen verursacht werden.

Bei der patentierten Zwangsdurchströmung erfolgt der Wasseraustausch zusätzlich über die externe Leitung, sobald die Pumpe läuft. Durch den Einbau des kleinen Bogens gegen die Strömung im Hauptrohr wird eine kleine Querschnittsverengung erzeugt. Somit fliessen ca. 1 – 2% des Förderstroms durch die kleine Leitung in den Dämpfer und über den Hauptanschluss zurück in die Hauptleitung. Dies genügt um das Wasser im Behälter alle 1 bis 2 Tage zu erneuern.

>> Druckschlagdämpfer für Trinkwasser

Bild: OLAER AG
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Druckschlagdämpfer für Abwasser mit oder ohne Blase

In der Standardausführung mit Blase werden sie zur Verhinderung von Druckschlägen in Pumpstationen mit
höheren Drücken und langen Transportleitungen eingesetzt.

In der Ausführung ohne Blase und mit Schwimmerschalter eignen sie sich für Pumpstationen mit niedrigen Drücken und langen Transportleitungen.

>> Druckschlagdämpfer für Abwasser

Bild: OLAER AG
Bild: OLAER AG

Nebst der technischen Beratung bieten wir Simulationen, Berechnungen und Vorschläge für Druckschlagdämpfer sowie Druckmessungen vor Ort (mit abschliessendem Protokoll) an. Mit unserem Strömungssimulationssystem führen wir Berechnungen und Simulationen von Druckschlägen in Pumpstationen, Rohrleitungssystemen usw. durch. In den übersichtlichen grafischen Darstellungen sind allfällige Probleme sofort ersichtlich.

Kontakt:
olaer.ch/de/