Schrauben, Bild: Pixabay

Das Forum Verbindungstechnologie am 6. und 7. Dezember 2017 in München ist die einzige Fachveranstaltung in Europa, die sich mit den Fachbereichen Schrauben und Verschrauben, Dichtungstechnik, Tribologie (Reibungslehre) und Hebetechnik befasst. Bild: Pixabay

Verschiedene Vorträge beleuchten die derzeitige Lage rund um rechtliche Normen, die sich mit Verschraubungen befassen. Unter anderem nimmt sich Rainer Remus vom Umweltbundesamt in seinem Vortrag „TA Luft Neufassung: Die wichtigsten geplanten emissionsseitigen Änderungen für Betreiber und Behörden“ diesem Themenkomplex an. Ein weiterer Vortrag thematisiert die VDI 2230: „Schnelle und sichere Schraubenbewertung mittels FEM nach VDI 2230“.

Information zu diesen Themen sind wichtig, da die Zahl der Normen zunimmt – jedoch nicht alle Anwender wissen, welche Vorgaben auf sie zutreffen und was zum Einhalten der Normen zu tun ist. Das Münchener Forum Verbindungstechnologie (VT-Forum) vermittelt praxisgerechtes Wissen rund um die einschlägigen Verordnungen.

Die Relevanz des einschlägigen Wissens unterstreicht Patrick Junkers, Geschäftsführer bei Barbarino & Kilp, Unternehmensbereich Hytorc: „Das Einhalten der Normen ist aus vielerlei Gründen unabdingbar. So schützen Anwender damit sich, die Umwelt und auch die jeweiligen Anlagen. Nur wer die Verordnungen im Detail kennt, kann sich, seine Anwender und seine Werkzeuge entsprechend auf den Montagefall vorbereiten.“

Was muss man bei der Produktion von Verbindungen beachten?

Praxisrelevant ist auch der Vortrag von Holger Junkers: Er erläutert eingängig, worauf es beim Herstellen einer Schraubenverbindung eigentlich ankommt. Was simpel klingt, verlangt nach reichlich Detailwissen, unter anderem rund um die für Kategorie-A-Verbindungen zulässigen Werkzeuge. Gleich drei Workshops, unter anderem zu den Themen „Konstruktiver Leichtbau und wartungsfreie Schraubverbindung dank mobiler streckgrenzgesteuerter Anzugsverfahren“ oder „Mehrwerte schaffen durch Digitalisierung“ unterstreichen die konsequente Praxisorientierung des VT-Forums weiter. Der Workshop zu Big Data/Digitalisierung und Verschraubungsprojekten dürfte in dieser Form wohl einmalig sein. Nur so viel sei verraten: Auch die Deutsche Telekom spielt eine Rolle bei der Big-Data-Plattform.

Die weiteren Sprecher sind unter anderem bei der Universität Siegen, der FH München, RAG Deutsche Steinkohle, Kuhne Anlagenbau, Eibach Oberflächentechnik oder Atotech tätig. Sie tragen unter anderem vor zu Themen wie „Risikomanagement bei Importen aus low cost countries“ oder „Erste Erfahrungen mit geklebten Composites als Lastaufnahmemittel“. Alle Vorträge wurden von einem kompetenten Beirat – besetzt mit Vertretern aus Wissenschaft und Industrie – im Vorfeld geprüft und auf ihre Praxistauglichkeit hin durchleuchtet. Im Anschluss an jeden Vortrag gibt es Zeit zur Diskussion mit dem Referenten und den übrigen Zuhörern.

Parallel zum Vortragsprogramm gibt es auch in diesem Jahr wieder eine Ausstellungsfläche, auf der sich Unternehmen aus der Verschraubungsbranche präsentieren. Nach eigenen Aussagen schätzten Aussteller in den vergangenen Jahren die vergleichsweise überschaubare Größe des Forums sehr: Man komme sehr gut mit interessierten Fachbesuchern ins Gespräch und habe hinreichend Zeit, die Unterhaltungen auch zu vertiefen. Außerdem führt der enge Fokus auf Verschraubung ausschließlich genau an diesem Fachbereich interessierte Besucher zusammen. hei

13. Expertenrunde fluid: Fehlmontage vermeiden gilt auch für Konstrukteure