Industrie-PCs der Reihe IndraControl V - Bild: Bosch Rexroth

Hydraulik trifft Industrie 4.0: Die robusten Industrie-PCs der Reihe IndraControl V integrieren die leistungsstarke Motion Logic Control MLC mit Open Core Interface. Bild: Bosch Rexroth

Mit der offenen Schnittstellentechnologie Open Core Interface schlägt Bosch Rexroth auch im Bereich der Hydraulik eine Brücke zwischen der SPS-basierten Automatisierung und der IT-Welt mit ihren hocheffizienten Technologien und Vernetzungsmöglichkeiten. So können etwa hochsprachen-basierte Anwendungen direkt auf Steuerungs- und Antriebsfunktionen zugreifen, oder Java-Applikationen Maschinendaten zur Analyse, Auswertung und Verarbeitung in die IoT-Cloud übertragen. Intelligente Maschinenfunktionen lassen sich so schneller und einfacher programmieren oder neue Serviceansätze unter Einbeziehung des Internet der Dinge und Dienste (IoT) mit wenig Aufwand realisieren.

Darüber hinaus schafft Open Core Interface die Voraussetzungen für modell-basiertes Engineering, Simulationen und eine virtuelle Inbetriebnahme. Da sich die universelle IndraMotion MLC als Hardware-in-the-Loop (HiL) in das Engineering einbinden lässt, sind noch vor Aufbau der Maschine umfassende und gefahrlose Tests bis hin zur virtuellen Inbetriebnahme möglich. Weil sich dabei etwa Programmierfehler in einem frühen Stadium berichtigen und Steuerungsalgorithmen optimieren lassen, steigt die Engineering-Qualität bei verkürzter Time-to-Market.

Die integrierte IndraMotion MLC vereinfacht die Automatisierung hydraulischer, elektrischer und hybrider Antriebe mit durchgängig offenen Standards wie Sercos für eine Ethernet-basierte Echtzeitkommunikation. Sie unterstützt sowohl zentrale als auch dezentrale Architekturen, steuert bis zu 99 Achsen simultan und beinhaltet zahlreiche hydraulische Regler für eine schnelle Umsetzung neuer, intelligenter Maschinenfunktionen.

Die Leistungsfähigkeit der nun auch auf dem Industrie-PC IndraControl V verfügbaren IndraMotion MLC verdeutlicht Bosch Rexroth auf der EuroBLECH anhand mehrerer Demoanwendungen. Ein Szenario zeigt ein Gleichlaufszenario mit zwei AirDrive-Achsen, die je einen Hoverball in einer definierten Höhe schweben lassen und dabei äußere Störfaktoren ausgleichen. Die Regelungslogik ist in der Simulationsumgebung Mathworks Simulink grafisch programmiert und über die offene Schnittstelle Open Core Interface mit der Maschinensteuerung als Hardware-in-the-Loop verbunden.

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