Komplette Maschine Bioselect, Bild: Wachendorff/Börger
Der Bioselect wird passend zum Einsatzort angefertigt – inklusive der erforderlichen Untergestelle, Zu- und Abführleitungen. Bild: Wachendorff/Börger

Alle eWON-Varianten nutzen dasselbe Software-Toolkit zur Konfiguration und für den Verbindungsaufbau. Das Talk2M-Serviceportal ist die Vermittlungsstelle zwischen dem Service-Techniker und der entfernten Anlage. Mit Hilfe der Software eCatcher kann sich der Servicetechniker direkt mit der Steuerung verbinden, Probleme analysieren und das Programm gegebenenfalls anpassen.

Damit die Integration in die bestehende IT-Infrastruktur schnell und einfach gelingt, werden sowohl von den eWON-Routern als auch von der Verbindungs-Software eCatcher lediglich ausgehende Verbindungen geöffnet. So können sowohl Firewall als auch Proxy-Server ohne Problem passiert werden. Es werden nur die freigegebenen Standardports verwendet. Der eWON-Router und der Service-Techniker mit dem eCatcher „treffen sich“ im Talk2M-Serviceportal. Dort wird auf Anforderung ein verschlüsselter VPN-Tunnel vom PC des Servicetechnikers bis zum Router aufgebaut. Dabei wird auf Sicherheitsstandards wie OpenVPN, SSL/TLS zurückgegriffen.

Zentrale Geräte- und Benutzerverwaltung

Auch im Schaltschrank der Anlage ist ein eWON Cosy-Router von Wachendorff zu finden. Die Vorteile liegen nicht nur in den Sicherheitsfunktionen, sondern auch in der zentralen Geräte- und Benutzerverwaltung des Talk2M-Portals, das das Management zahlreicher Anlagen stark vereinfacht. Talk2M Pro erweitert den Funktionsumfang um mehrere gleichzeitige Verbindungen, das komfortable Verwalten von eWON-Routern und Benutzern in Gruppen, sowie um erweiterte Firewall- und Passwort-Regeln.

Mobile Fernwartungsbox, Bild: Wachendorff/Börger
Die mobile Fernwartungsbox wird bei Bedarf zum Kunden geschickt. Bild: Wachendorff/Börger

Nicht alle Kunden wollen in die Möglichkeit der Fernwartung investieren oder haben Vorbehalte. Entsteht irgendwann später doch Bedarf nach Anpassungen oder gibt es ungelöste Problemstellungen beim Kunden, dann schickt Börger einfach die Fernwartungsbox per Express zum Kunden. „Diese Box ist so beschriftet und konfektioniert, dass man sie nur noch einstecken muss und schon können wir die Anlagendaten sehen und schnelle Hilfestellung leisten oder aber ein Update aufspielen“ erklärt André Remmelt aus der Elektrowerkstatt. „Viele Kunden wollen die Box nach so einer positiven Erfahrung behalten, um jederzeit wieder die Möglichkeit der Fernwartung zu haben.“

Während bei den großen Industrieunternehmen Fernwartungslösungen ganz unterschiedlicher Art bereits etabliert sind, rennt Börger mit der smarten eWON-Lösung vor allem bei den Landwirten offene Türen ein. Mike Eiting, Leiter Geschäftsentwicklung: „In Ställen hält immer mehr Technik Einzug. Von der Melkmaschine bis zur Lüftung oder der Photovoltaikanlage auf dem Dach fallen heute viele Daten oder auch Störmeldungen an. Diese visualisieren die Landwirte heute gerne über ihr Tablet und haben so rund um die Uhr immer alles im Blick. Inzwischen wird die Möglichkeit des Fernzugriffs darum vor allem von unseren Agrar-Kunden gezielt nachgefragt.“ hei

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