Bödeker, Ama
Holger Bödeker, Ama-Geschäftsführer, erwartet eine starke Sensor + Test 2016. Bild: Ama

Bitte erläutern Sie die Entscheidung für Ihr Sonderthema Messtechnik in der Cloud und welche Highlightthemen sind sonst noch angedacht?
Der Ausstellerbeirat unserer Messe hat sich für dieses Sonderthema entschieden, um zu zeigen, wie durch das Zusammenführen von Messdaten aus vielen Quellen und deren intensiver gemeinsamer Auswertung im Internet der Innovationssprung und die vielen neuen Anwendungsmöglichkeiten entstehen, die den Mehrwert von Industrie 4.0 ausmachen. Dazu wird unsere Branche einen entscheidenden Beitrag leisten. Die Spanne der jetzt bereits angekündigten Neuheiten reicht von vielfältigen Sensoren und Messzellen, die mit leistungsfähigen Netzwerkschnittstellen ihren Teil zum Internet of Things beitragen, über Sicherheitslösungen für Transport und Lagerung von Messdaten bis hin zu kompletten Prüfsystemen, die dank integrierter Cloud mit deutlich gesteigertem Nutzer aufwarten. Aus Sicht der Fluidtechnik sicher hochinteressant dürfte das weiter wachsende Angebot an analytischer Sensorik sein, die für die präzise Überwachung der Zusammensetzung von Flüssigkeiten und Gasen zum Einsatz kommt.

Sie sagten nach der Sensor + Test 2015: „Wir haben insgesamt etwa zehn Prozent weniger Besucher registriert als im Durchschnitt der Vorjahre“ – ein Trend oder nur ein Einzelfall?
Was wir 2015 erlebt haben, war ein hoffentlich einmaliges Unglück. Nach einem sehr guten ersten Messetag mit deutlichem Besucherplus hat uns an den beiden folgenden Messetagen ein spontaner Streik der Lokomotivführer schwer getroffen. Viele Besucher sind auf den PKW umgestiegen und haben es durch die zahlreichen Staus in Folge des Streiks erst spät oder gar nicht zur Sensor + Test geschafft. Wir sind zuversichtlich, dass wir in diesem Jahr wieder reguläre Verhältnisse und ein deutliches Besucherplus erleben werden.

Das heißt, Sie erwarten aktuell sogar noch größere Entwicklungen bezüglich der Besucher- und Ausstellerzahlen?
Auch wir können leider nicht in die Zukunft schauen, aber unsere Zielstellung hat sich bezüglich der Aussteller- und Besucherzahlen seit Februar nicht verändert. Nach unseren Erfahrungswerten sind beide Zahlen – 8000 Besucher und 580 Aussteller – auf Basis der aktuellen Entwicklung weiterhin realistisch und erreichbar.