Sick Industrie 4.0

Ziel der intelligenten, vernetzten Produktion von morgen ist es, soviele Daten, wie möglich zu sammeln. Bild: Sick

Sensoren sind die Sinnesorgane der Industrie. Ohne Sensoren arbeiten Maschinen taub und blind. In der intelligenten Produktion von morgen warten neue Herausforderungen auf die kleinen Datenlieferanten. Mithilfe von Cloud Compouting sollen Maschinen und Komponenten selbständig Informationen austauschen. Intelligenz und Systemwissen wandern in die Komponente und die klassische zentralistische Automatisierungspyramide löst sich auf.

Adaptive Sensorik

Bernhard Müller, Sick
Bernhard Müller von Sick hebt die Bedeutung von adaptiven Sensorsystemen in der Fabrik der Zukunft hervor. Bild: Sick

Innovative Sensortechnik spielt in dieser Vision eine tragende Rolle. „Robuste, intelligente Sensoren mit Vorverarbeitung und Aufbereitung von Messwerten schaffen Transparenz und entlasten die Steuerung“, erklärt Bernhard Müller, Geschäftsleitung Industrie 4.0 beim Sensorik-Spezialisten Sick.

Müller spricht damit einen wesentlichen Fortschritt in der Sensortechnologie an: So steigt im neuen industriellen Internet of Things (IIoT) der Bedarf nach adaptiven Sensorsystemen. Diese sind in der Lage, dynamisch auf plötzliche Änderungen im Produktionsablauf zu reagieren. Der Sensor wird auf diese Weise vom einfachen Beobachter im System zu einem Aktor und direkten Beeinflusser des Produktionsprozesses. Letztere steuert und überwacht sich in letzter Instanz selbst. Der Mensch wird zum Dirigenten dieses großen Industrie-4.0-Konzerts. Die Partitur: gigantische Datenmengen aus Sensoren, Aktoren, Steuerungen und MDE-Systemen – vereint unter dem Buzzword Big Data.

Smart Sensors, Sick
Eine Option, die Automatisierungsnetzwerke performanter zu gestalten, ist die Dezentralisierung intelligenter Funktionen. Das Zusammenspiel von Sensoren und Steuerung bietet neue Möglichkeiten, die Produktivität zu erhöhen. Bild: Sick

Bernhard Müller erklärt: „Industrie 4.0 ist mehr als fortschreitende Automation. Es geht nicht um noch schneller arbeitende Maschinen. Die vierte industrielle Revolution passiert auf der Datenebene. Die Idee ist, so viele Daten wie möglich zu sammeln, die durch neue Kombinationen und Analysen neue Ergebnisse und damit neue Effekte ermöglichen. Effekte, die Flexibilität, Produktivität und Effizienz verbessern, aber letztlich – unter dem Stichwort Losgröße Eins – auch die Kundenzufriedenheit steigern.“

Sensoren werden so zur Quelle von Industrie 4.0: „Ohne Sensoren keine Daten und ohne Daten bleibt auch die beste Cloud leer. Wenn aber aus Daten entscheidungsunterstützende Informationen werden sollen, muss es eine statistisch relevante Grundgesamtheit an Daten und verschiedenste, zur jeweiligen Problemstellung passende Software-Algorithmen geben. Das wiederum kann nur eine Cloud leisten“, erklärt Dr. Myriam Jahn, Geschäftsführerin von ifm Datalink.