Durch die Kombination von Druck- und Positionssensoren ist hydraulisches Wiegen in jeder Schwingenposition möglich. So wird die aktuelle Position der Schwinge ermittelt und kann in die Berechnung des Ladegewichts einbezogen werden. Soll heißen: Der Cargo Profi ist in der Lage, sowohl das Gewicht der einzelnen Schaufelladung als auch das Gesamt- und Zielgewicht der Ladung zu kontrollieren.

Außerdem summiert er das Gewicht der Ladungen bis zum Erreichen eines festgelegten Zielgewichtes. Der Fahrer wird nicht nur vor Überladung gewarnt, sondern auch bei der optimalen Ausnutzung der Ladekapazitäten unterstützt. Nicht zu unterschätzen bei dieser neuen Funktion ist außerdem die Zeitersparnis durch das Vermeiden von Unter- und Überladung.

Viele der neuen Anforderungen können nur durch moderne Sensortechnologie realisiert werden. Zwei Jahre haben die Konstrukteure von Fendt deshalb eng mit Ingenieuren des Zylinderlieferanten KMF und MTS Sensors zusammengearbeitet. Mit passgenauen Zylindern und darin integrierten Sensoren konnten die Herausforderungen des neuen Fendt-Frontladers gemeistert werden.

Zur exakten Positionserfassung des Werkzeugs wurde beispielsweise ein MH4-Sensor von MTS Sensors in einen KMF-Kippzylinder integriert. Der so vor äußeren Einflüssen geschützte magnetostriktive Positionssensor überzeugte die Fendt-Konstrukteure durch die berührungslos messende Technik. Weitere Pluspunkte des Positionssensors: Selbst wenn der Fahrer die Rüttelfunktion des Frontladers aktiviert, liefert der vibrations- und schockfeste Sensor ein präzises Signal. „Die Messungen der robusten MTS-Sensoren erfolgen mit hoher Genauigkeit“, erläutert Andreas Kämmerer, Konstrukteur für Hydraulik bei Agco Fendt.

Da mit der berührungslosen Temposonics-Technologie absolute statt relative Positionen erfasst werden, entfällt jedwede Kalibrierung des Sensors. Die Sensoren arbeiten verschleißfrei und sind unempfindlich gegenüber hohen Temperaturen, Drücken und Vibrationen. Außerdem zeichnen sie sich durch eine lange Lebensdauer und Wartungsfreiheit aus.

Die absolut und linear messenden Positionssensoren von MTS Sensors – wie etwa der von Fendt eingesetzte MH4 – basieren auf der magnetostriktiven Temposonics-Technologie und erfassen Positionen zuverlässig und präzise. Jeder der robusten Positionssensoren besteht aus einem ferromagnetischen Wellenleiter, einem Positionsmagneten, einem Torsions-Impulswandler und der Sensorelektronik zur Signalaufbereitung. Der Positionsmagnet, der am bewegten Maschinenteil befestigt ist, erzeugt an seiner jeweiligen Position ein Magnetfeld auf dem Wellenleiter.

Zur Positionsbestimmung wird ein kurzer Stromimpuls in den Wellenleiter geleitet, welcher ein radiales Magnetfeld erzeugt. Die kurzzeitige Interaktion beider Magnetfelder löst einen Torsionsimpuls aus, der den Wellenleiter entlang läuft. Wenn dieser Torsionsimpuls das Ende des Wellenleiters erreicht, wird dieser in ein elektrisches Signal umgewandelt. Die Geschwindigkeit, in der sich die Welle ausbreitet, ist bekannt. Daher ist anhand der Laufzeit, die zwischen dem Auslösen des Stromimpulses und dem Empfang des Rücksignals vergeht, eine hoch genaue Positionsbestimmung möglich. So entsteht ein zuverlässiges Positionsmesssystem mit hoher Präzision und Wiederholbarkeit.

Die magnetostriktive Temposonics-Technologie arbeitet völlig berührungslos und ist daher keiner mechanischen Belastung ausgesetzt. Deshalb haben die Sensoren, verglichen mit anderen Technologien, eine deutlich längere Lebensdauer und zeichnen sich durch eine höhere Zuverlässigkeit auch in rauen Arbeitsumgebungen aus. bf