Um die Erreichbarkeit des Kreuzfahrt-und Fruchtterminals auf der Columbusinsel zu verbessern, erhielten beide Schleusenhäupter eine zweispurige Fahrbahn. Dazu verbindet ein bewegliches Straßenelement – die Hubdecke – die feste Fahrbahn an Land mit der Fahrbahn auf der Insel. Die Decke liegt auf vier Pendelstützen gelagert über der Torkammer des geschlossenen Tores. Vor dem horizontalen Verfahren des Hubschiebetors in die Torkammer wird das jeweilige Straßenelement mit zwei kardanisch gelagerten Sonderzylindern angehoben. Diese sind auf einem Stahlbetonbalken über der Torkammer angebracht.  Zum Anheben der Hubdecken fahren die Zylinder ein. Auch die Hubdeckenzylinder sind mit integrierten Wegmess-Systemen von MTS ausgestattet und erfassen die Hubbewegungen exakt. Für maximale Verfügbarkeit kann die Decke auch im Einzelzylinderbetrieb verfahren werden.

Technik im Detail

Magnetostriktion
Die absoluten, linearen Temposonics Positionssensoren nutzen zur Positionsbestimmung die Eigenschaften des speziell entwickelten magnetostriktiven Wellenleiters. Zwei Magnetfelder verursachen durch kurzfristige Interaktion einen Torsionsimpuls im Wellenleiter, der als akustische Welle am Sensor entlangläuft und von der Auswerteelektronik im Sensorkopf erfasst wird. Eines der Felder wird durch den Positionsmagneten hervorgerufen, der sich berührungslos am Sensorstab mit dem Wellenleiter entlang bewegt. Das andere Feld entsteht im Wellenleiter durch einen induzierten Stromimpuls. Die Position des beweglichen Magneten lässt sich durch Messung der abgelaufenen Zeit zwischen dem Auslösen des Stromimpulses und dem Eintreffen der akustischen Welle am Sensorkopf präzise bestimmen. So entsteht ein zuverlässiges Positionsmesssystem mit hoher Genauigkeit und Wiederholbarkeit.

Bei den zur intelligenten Huberfassung verwendeten Positionssensoren handelt es sich um magnetostriktive Wegaufnehmer von MTS. Zur Positionsermittlung gleitet ein Positionsmagnet am magnetostriktiven Wellenleiter berührungslos entlang. Das wiederum macht die Sensoren verschleiß- und wartungsfrei und erfüllt die hohen Anforderungen hinsichtlich der Wartungsfreundlichkeit und der langen Lebensdauer von stahlwasserbaulichen Konstruktionen. Die Positionsermittlung erfolgt absolut.

Darüber hinaus zeichnen sich die Hochleistungssensoren durch ihre Robustheit gegenüber elektromagnetischen Störeinflüssen aus. Die Gehäuse sind druckfest bis 350 bar, widerstehen also ohne Probleme den hohen Drücken der Hydraulikflüssigkeit. Bei gleichem mechanischem Aufbau sind sie mit einer Vielzahl an marktüblichen Ausgangssignalen erhältlich und lassen sich einfach an die Steuerungen anschließen. Die Sensoren sind so gestaltet, dass die Messwerte innerhalb eines Temperaturbereichs von -40 bis 75 Grad eine besonders gute Stabilität aufweisen.