Florian Blum

Florian Blum, Redakteur ke NEXT, fluid und antriebspraxis fragt sich, ob wir Menschen überflüssig werden, wenn Sensoren quasi „den Laden schmeißen“. Bild: vmi

Alles im Blick
Immer kleiner, präziser, schneller und robuster: Es ist schon der Wahnsinn, welche Rolle moderne Sensorik heute spielt.

Ein Blick auf die Geschichte der Wettervorhersage verdeutlicht die Entwicklung: Wo früher die Wetterdaten noch mit Schiffen von Boten überbracht wurden, liefert heute modernste Messtechnik den Wetterbericht von morgen in Echtzeit.

Für die Industrie und Fabrik der Zukunft bedeutet das: Smarte Sensoren schmeißen den Laden! Wie sie das anstellen? Nun, indem sie nicht nur erkennen und überwachen, sondern auch selbstständig kommunizieren, mitdenken und sogar vorausahnen.

Soll heißen: Mit der dezentralen Intelligenz von Maschinenkomponenten wandert Systemwissen in den Sensor. Bleibt die Frage: Wissen wir selbst dann noch genug?

Die symmetrische Bewegung aller Torkomponenten während des Hubvorgangs ist von entscheidender Bedeutung für die Lebensdauer. Die Hubschiebetore der Kaiserschleuse lassen sich nicht nur vertikal, sondern auch horizontal bewegen. Zum Öffnen und Schließen der Schleusenkammern werden sie mit Seilantrieben in und aus den Torkammern herausbewegt – das heißt seitlich verfahren. Um während dieses Verfahrvorgangs die Seile mit konstanter Kraft ohne Durchhängen über eine Strecke von 55 Meter zu bewegen, müssen sie beim Öffnen und Schließen gleichmäßig gespannt sein. Da sich der Spanndruck in Abhängigkeit des zurückgelegten Weges der Antriebstraverse verändert, sorgt eine Spannvorrichtung über die Nachregelung der Hydraulikzylinder für die gleichmäßige Spannung. Die dazu erforderliche Erfassung der exakten Hubbewegung in den Zylindern erfolgt wiederum durch integrierte Positionssensoren.