Am Beispiel der Kaiserschleuse in Bremerhaven soll erläutert werden, welche Positionen die Wegaufnehmern ermitteln. Die Hydraulikanlage der Kaiserschleuse besteht mit der Hubtor-, Hubdecken- und Seilspann-Hydraulik aus drei Einzelsystemen mit unterschiedlichen Funktionen. Die Antriebshydraulik stammt von Parker Hannifin. In 27 Hydraulikzylindern wurden magnetostriktive Positionsgeber von MTS integriert. Damit können die Antriebssysteme automatisiert und an speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) angeschlossen werden. Die Sensoren dienen dabei zur Überwachung der Zylinderhübe und exakten Regelung derselben.

redundante Sensor GT von MTS Sensors

Der redundante Sensor GT von MTS Sensors eignet sich für Anwendungen mit hohen Sicherheitsanforderungen. Bild: MTS

Die Hubschiebetore am Außen- und Binnenhaupt der Kaiserschleuse bestehen aus einem zweigeteilten Torkörper. Das Oberteil lässt sich zum Befüllen oder Entleeren der Schleusenkammer hydraulisch um bis zu 700 Millimeter anheben. Je Schiebetor ist dazu eine Hubtorhydraulik mit vier großen Hydraulikzylindern und zwei Aggregaten verantwortlich. Die Zylinder befinden sich paarweise an beiden Seiten des Schiebetores.

Durch die in jedem Zylinder installierten Wegaufnehmer wird die Gleichlaufregelung der beiden Torseiten bis zu einer Abweichung von maximal 15 Millimetern gewährleistet. Die Positionssensoren von MTS arbeiten mit dem magnetostriktiven Messverfahren, also absolut und ohne Referenzanfahrt und erfassen Positionen linear. Zu jedem Zeitpunkt lassen sich die exakten Hubbewegungen direkt ermitteln und somit Abweichungen mit dem Regelungssystem unmittelbar nachregulieren.