Klemm-Keilring Verschraubungen

Zu einer DNV-GL-Zertifizierung gehören allerlei Prüfungen. Unter anderem mussten sich die Verschraubungen in wiederholter Montage beweisen und einer Kombination ausDruckimpulsen und Vibration widerstehen. Bild: Schwer Fittings

Über eine erfolgreiche Zertifizierung von U2-Lok-Klemm-Keilring-Verschraubungen durch die Zertifizierungsstelle DNV GL (Det Norske Veritas Germanischer Lloyd) konnte sich Schwer Fittings freuen. Die umfangreiche Baumusterprüfung umfasste folgende Tests: Kombinierte Druckimpuls und Vibrationsprüfung, Wiederholmontageprüfung, Dichtigkeitsprüfung, Vakuumprüfung, Auszugsprüfung und eine Berstdruckprüfung. Die U2-Verschraubungen stellt das Unternehmen überwiegend in eigenen Fertigungsstätten her.

Die Halbzeuge stammen größtenteils aus EU-Ländern. Sowohl die Qualitätssicherung als auch die laufenden Druckprüfungen erfolgen ausschließlich in Denkingen.

Funktionell abgestimmte Toleranzen und gleichbleibende Oberflächengüten bei Klemm-Keilring-Verschraubungen sichern leckagefreie Rohrverbindungen im Hochdruck- und im Vakuumbereich. Durch ihre konstruktive Gestaltung absorbieren die Klemm-Keilring-Verschraubungen Vibrationen und Druckstöße weitgehend, ohne dass Undichtigkeiten zu befürchten sind.

Zu den Merkmalen der Verschraubungen gehören außerdem leichte Montage, große Variantenvielfalt im metrischen sowie zölligen Bereich und qualitative hochwertige Rautiefen. Dies sichert den Komponenten ein breites Anwendungsgebiet in der ganzen Industrie. Durch den Einsatz von hochwertigen Edelstählen ist eine lange Lebensdauer auch in aggressiver Umgebung gewährleistet.

Die Klemm-Keilringverschraubungen liefert der Hersteller standardmäßig aus Edelstahl 1.4401 im gebrauchsfertigen Zustand. Lieferbar sind sie auch aus dem Stahl 1.4571, Hastelloy, Titan sowie anderen hochlegierten Werkstoffqualitäten.

Selbst bei vibrationsstarkem Betrieb der Anlage gewährleistet die Verschraubung ausreichend Sicherheit bei hohen Drücken oder Vakuum. Dies erreichte das Unternehmen durch vier Kons-truktionsdetails:

  • Der Klemmring bewirkt durch seine federartige Verformung, dass die Schwingungen aus dem Rohrnetz gedämpft werden. Weiterhin verhindert er, dass das Anzugsdrehmoment von der Mutter auf den Keilring übertragen wird.
  • Der Keilring dichtet ringförmig auf den Anpressflächen zwischen Verschraubung und Rohr ab. Durch den Konus in der Bohrung wird der Keilring auf das Rohr gepresst, sodass eine Einschnürung entsteht, wodurch das Rohr druckdicht festgeklemmt wird.
  • Eine spezielle Oberflächenbehandlung des Feingewindes der Überwurfmutter verhindert ein Festfressen der Edelstahlschraubverbindung. Dies gestattet die mehrfache Verwendung der gleichen Verschraubung.
  • Eine längere Rohrführung garantiert einen akkuraten Sitz, enge Fertigungstoleranzen sichern eine zuverlässige Zentrierung des Rohres.

Gängige Werkstoffnachweise nach DIN, ANSI oder Ähnliches liefert der Anbieter der Verschraubung auf Wunsch. do

Autor: Benjamin Hertweck, Schwer Fittings