Netzsch Nemo mit Biegestab

Der verbaute Biegestab und das aus Edelstahl gefertigte, polierte Pumpengehäuse gewährleisten hygienische Sicherheit, minimalen Wartungsaufwand und ermöglichen eine effiziente Reinigung. - Bild: Netzsch

| von Netzsch Pumpen & Systeme GmbH

Lithium kommt in der Natur aufgrund seiner hohen Reaktivität nicht elementar vor. Bei Raumtemperatur ist es nur in sehr trockener Luft über längere Zeit stabil, reagiert aber langsam zu Lithiumnitrid. In feuchter Luft bildet sich an der Oberfläche schnell eine matt-graue Lithiumhydroxid-Schicht aus. Wie alle Alkalimetalle kann es zu schweren Verätzungen und Verbrennungen führen.

Für eine sichere Förderung des sensiblen Mediums entschied sich ein Batteriehersteller in China deshalb für die Nemo Exzenterschneckenpumpe in Edelstahlausführung mit Biegestab. Diesem Pumpentyp liegt das Exzenterschneckenprinzip zugrunde, bei dem sich ein gewendelter Rotor oszillierend in einem geometrisch darauf abgestimmten Stator dreht. Dabei ergeben sich gleichförmige Förderkammern, in denen das Medium kontinuierlich und vor allem schonend, das heißt frei von Druckschwankungen, Pulsation oder Scherkräften von der Saug- zur Druckseite bewegt wird.

Ideale Auslegung für den Transport von kritischen Medien

Um den hohen Anforderungen des reaktionsempfindlichen Leichtmetalls zu entsprechen, verbindet an Stelle von offenen oder mit Öl gefüllten Gelenken ein Biegestab den Antrieb mit der Welle. Dieser wird mit dem Rotor und der Anschlussstelle des Antriebsstrangs verschrumpft, sodass beide Übergänge hermetisch versiegelt sind. Da an den Verbindungen keine Bauteile aneinander reiben, verschleißt der Biegestab kaum und benötigt weder Dichtung noch Schmierung. Der wartungsfreie Biegestab minimiert so den Wartungsaufwand und die Instandhaltungskosten. Aus demselben Grund kommt zudem als Gleitringdichtung eine PTFE Manschettendichtung ohne Öl zum Einsatz.

Als Werkstoffe wurden für diese Anwendung Edelstahl – für die produktberührenden Teile in polierter Ausführung – sowie ein Nemolast als Statorelastomer verbaut. Die polierten Edelstahloberflächen sorgen dafür, dass das Medium nicht anhaften kann. Dadurch wird die Verschmutzung auf ein Minimum reduziert und die Pumpe ist leicht zu reinigen, was bei einem chemischen Prozess eine wichtige Forderung darstellt.

Um der hochexplosiven Mischung des Mediums Rechnung zu tragen, werden die Pumpen mit einem Elektromotor angetrieben. Der Batteriehersteller ist mit der Pumpenlösung von der chinesischen Tochter des Herstellers Netzsch Pumpen & Systeme hochzufrieden und bestellte deswegen für diese Anwendung inzwischen 200 Pumpen.

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