TFDE Gruppe

Alles aus einer Hand: Parker gilt als Unternehmen mit dem weltweit breitesten Portfolio im Bereich Komponenten und Zubehör für die Fluidtechnik. Neben den Verschraubungen der Tube-Fittings-Division Europe bietet Parker im Konzern auch Pumpen, Ventile, Speicher und mehr.

PS Theke

Parker bietet auch ein großes Dienstleistungsportfolio: Vom Einbauservice über technischen Service vor Ort bis hin zur fluidtechnischen Anlagenoptimierung. Die Parker Stores (Bild) schaffen Kundennähe.

Rohrverschraubung. Das klingt in Zeiten von Industrie 4.0 und dem Internet der Dinge fast ein wenig altbacken. Klar, das Produkt gibt es seit gut 80 Jahren auf dem Markt, und wenn man über den DIN-Bereich mit seinem 24-Grad-Konus spricht, dann ist da auch alles weitgehend normiert. Neuerungen sind auf den ersten Blick nur schwer zu erkennen. Aber es gibt sie – sowohl technisch bezüglich der Materialien und Oberflächenbeschichtungen, als auch was den Service drumherum angeht. Und wenn man genau schaut, findet man sogar Hightech-Elektronik im Bereich Verbindungstechnik.

Innovation vom Erfinder des Schneidrings

Die Parker Tube Fittings Division Europe respektive deren Vorgänger Ermeto ist der Erfinder der Schneidring-Verschraubung. Über viele Jahrzehnte war das auch das Brot-und-

Butter-Geschäft von Parker. Anfang der 1990er-Jahre hat Parker ein weichdichtendes Schneidringsystem namens EO-2 auf den Markt gebracht. Die Vorteile der Weichdichtung konnten so unter Beibehaltung der DIN-Norm angewendet werden. Es folgte 2001 das System EO2-FORM mit Kaltverformumg des Rohres.

Gleichzeitig war Parker der erste Hersteller, der eine Cr(VI)-freie Oberflächenbeschichtung einführte, die den bisherigen Standard um ein Vielfaches übertraf. Nach und nach wurden auch die Druckbereiche nach oben gesetzt, in der schweren Baureihe von 630 auf 800 bar und in der leichten von 350 auf 500 bar. Alles mit den gleichen Normmaßen, nur durch die Verwendung besserer Materialien und Fertigungsverfahren.

Über die Jahre wurde das Produktportfolio auch bezüglich der Baugrößen erweitert. Heute bietet Parker mit der Parflange F37-Technologie Verbindungssysteme bis 10 Zoll (254 mm) und ist damit auch verstärkt Offshore unterwegs – und bietet damit eine kostengünstige Alternative zum Schweißverfahren an.

Die aktuelle Vielfalt bei Parker spiegelt sich auch in den Zielmärkten wider: Gingen vor 20 Jahren noch rund 70 Prozent der Bauteile in die klassischen Bereiche Mobil- und Industriehydraulik, so sind das heute weniger als 50 Prozent. Stark gewachsen sind unter anderem die Bereiche Offshore und Erneuerbare Energien.

Anlagenoptimierung und Service

ServicemanPlus analog

Der Serviceman Plus für Messaufgaben in der Mobil- und Stationärhydraulik informiert über den Zustand des Mediums und der Anlage.

Vom Produktlieferanten zum Projektpartner, so könnte man einen weiteren großen Trend beschreiben. Früher hat ein Hersteller Teile produziert und auf Lager gelegt, der Kunde hat sie bestellt und geliefert bekommen. Heute wünschen sich die Anwender und Kunden mehr Service um das Produkt herum. Das beginnt bei einem einfachen Einbauservice, geht über kundenindividuelle Modifikationen von Katalogprodukten bis hin zu kompletten Sonderentwicklungen mit anderen Gewinden, Durchgangsbohrungen und vielem mehr.

In der Kombination mit Produkten der anderen Parker-Divisionen sollte hier kein Kundenwunsch offen bleiben.