Dichtmittel

Schwer Fittings bietet mit der Produktreihe „Zusatzstoffe und Hilfsmittel“ nützliche Helfer für die Montage von Edelstahl-Rohrverschraubungen an. Bild: Schwer Fittings

Aufgrund der Anforderungen und Anregungen von Anwendern aus unterschiedlichsten Einsatzgebieten wollte das Unternehmen möglichst allen Forderungen hinsichtlich Material, Beständigkeit, Geometrie und Fließverhalten gleichermaßen in wenigen Bauteilen gerecht werden. So bieten die neuen Schlauch-Steckverbindungen aus Edelstahl rostfrei ein Vielfaches an Einsatzmöglichkeiten. Denn sie eignen sich gut für Anwendungsgebiete, bei denen Standard-Messing- und Kunststoffverbindungen unerwünscht oder nicht zugelassen sind, etwa bei korrosiver Umgebung, dem Einsatz mit aggressiven Medien. Dank zugelassener Dichtungsmaterialien ist ein Einsatz auch bei Trinkwasser möglich.

Typische Anwendungsgebiete findet man in der Nahrungsmittel-, Chemie- und Pharmaindustrie, Papierherstellung, im Labor sowie in verfahrenstechnischen Anlagen.

Als Werkstoff für Körper, Halteringe und Löseringe kommt Edelstahl AISI 316L zum Einsatz. Die Dichtungen bestehen wahlweise aus NBR, Viton oder kundenspezifischen Materialien. Es werden hauptsächlich Teflon-, Polyurethan-, Polyamid-, und PVDF-Schläuche empfohlen. Auch die Verwendung geeigneter Edelstahl-Rohre ist möglich. Der Druckbereich ist vom Schlauchtyp abhängig und reicht vom Grobvakuum bis 18 bar. Der Temperaturbereich liegt je nach Dichtungsmaterial zwischen -20 °C und 150 °C.

Die Winkelstücke sind innen bei der Umlenkung kugelförmig abgerundet. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass kein Schmutzpartikel in der Verschneidung haften bleiben kann; zudem wird dadurch der Fließwiderstand geringer, es treten weniger Turbulenzen auf.

Sowohl die Winkelstücke als auch die T-Stücke werden in schwenkbarer Ausführung (die Schenkel können um 360° orientiert werden) und in nichtschwenkbarer Ausführung hergestellt. Die geraden Einschraub-Push-In haben innen, im Bereich der Einschraubverschraubung, einen Innensechskant, der es ermöglicht, etwa bei Verteilerblöcken die Teile sehr dicht zu montieren.

Der grundsätzliche Aufbau ist so gestaltet, dass das Medium (Fluid) lediglich innen den Körper und die Dichtungen benetzt (berührt). Der Raum zwischen den Dichtungen ist möglichst klein gehalten. Die weiteren Bauteile befinden sich außerhalb des benetzten Bereiches und können so einerseits vor dem Medium geschützt werden, andererseits können sie das Medium nicht verunreinigen.

Durch den modularen, baukastenartigen Aufbau der Push In können in kurzer Zeit eine hohe Anzahl von Varianten gebildet werden. So sind beispielsweise bereits T-Übergangs-Reduzierungen oder Übergangsteile von Push In zu Aufschraubverschraubungen realisiert. Ebenso werden nach Kundenwünschen die unterschiedlichen Gewinde berücksichtigt. Montage und Handhabung beim Schlauchanschluss sind sicher und einfach.