Metal pipes

Bild: © Oleksiy Mark, Fotolia

Seit 1986 fertigt der mittelständische Maschinenbauer Rosenberger hochwertige Anlagen zur Rohrbearbeitung – von der Einzelmaschine bis zur kompletten Fertigungsstraße. Seit seinem Bestehen hat das Unternehmen mehr als 1300 Maschinen und über 130 Anlagen gefertigt. An seinem Hauptsitz im badischen Simonswald und an einem weiteren Produktionsstandort im thüringischen Apolda beschäftigt das Unternehmen mehr als 70 Mitarbeiter. Zudem ist Rosenberger weltweit in 17 Ländern mit Vertriebsniederlassungen vertreten. Das Programm umfasst CNC-Rohrbiege- und Rohrumformungsmaschinen, Roll- und Roboterbiegemaschinen sowie Walz- und Trennmaschinen.

Rosenbergers Twister

Das weltweit erste Roboterbiegesystem: Rosenbergers Twister RB20, RB30 oder RB50. Bild: Rosenberger

Darüber hinaus konzipiert das Unternehmen auch komplette Anlagen und Fertigungszellen nach kundenspezifischen Anforderungen. Die Rohrbearbeitungsmaschinen und automatischen Produktionsanlagen mit Zuführ- und Abnahmestationen sind CE-zertifiziert und werden weltweit in vielen Branchen eingesetzt, unter anderem in den Bereichen Automotive, Luft- und Raumfahrt, Schiffbau, Chemie und Medizintechnik sowie in der Rüstungs-, Maschinen- und Elektroindustrie.

Rohrbiegemaschinen wurden bis weit in die 1990er-Jahre noch ausschließlich mit Hydraulikantrieben gebaut. Diese Antriebe lieferten zwar enorme Power, benötigten dafür aber auch reichlich Energie und vor allem viel Platz. Zudem kam es durch unterschiedliche Öltemperaturen zu Genauigkeitsverlusten – die angesichts der steigenden Präzisionsanforderungen für Rosenberger und seine Kunden nicht mehr akzeptabel waren. Um seinen Kunden Maschinen mit einem deutlich höheren Präzisionsgrad liefern zu können, entwickelte Rosenberger – als eines der ersten Unternehmen – 1995 eine rein servoelektrische Rohrbiegemaschine, die anders als ihre Vorgänger, verschiedene, auch komplizierte Biegevorgänge umsetzen konnte.

Servoelektrische Rohrbiegemaschine

Die servoelektrische Rohrbiegemaschine wurde für Rosenberger zu einem Erfolg und markierte den Beginn der bis heute für beide Seiten gewinnbringenden Zusammenarbeit mit Parker Hannifin. Damals entschied man für den Antrieb Parker Servoregler des Typs Compax3 zu nutzen. Diese machten es möglich eine derart präzise, leise und dabei auch noch platz- und energiesparende Rohrbiegemaschine zu konstruieren.

Rohrbiegemaschine

CNC-gesteuerte Rohrbiegemaschine RB20-M von Rosenberger. Bild: Rosenberger

Um es seinen Kunden zu ermöglichen, auch Rohr-Schlauch-Rohr-Kombinationen in einem einzigen Programmzyklus zu fertigen, entwickelte der Spezialist für Rohrbearbeitungen 2004 ein mit servoelektrischem Antrieb ausgestattetes Roboterrohrbiegesystem – den Twister. Der Roboter agiert hier als vollautomatische, CNC-gesteuerte Rohrbiegemaschine und fährt, je nach Auftrag, ein bis fünf Biegeköpfe an, die für Rohrdurchmesser bis 50 Millimeter ausgelegt sind. So kann er verschiedene Biegefunktionen gleichzeitig ausführen, arbeitet effizient und produktiv, dabei präzise und prozesssicher. Zudem punktet der Twister mit einer automatisierten Be- und Entladung.