Labor im Koffer,
Das CCS 4-Kontaminationskontrollsystem von Eaton im handlichen Koffer. (Bild: Eaton)

Den Kern eines zustandsabhängigen Wartungsprogramms bildet ein „Labor im Koffer“, das den Zustand der Hydraulikfluide vor Ort und in Echtzeit bestimmt. Ein Beispiel ist das CCS 4-Kontaminationskontrollsystem von Eaton. Es ist ein vielseitiges, mobiles Kontrollsystem, das die Größenverteilung der Feststoffverschmutzung, die Wassersättigung und die Fluidtemperatur bestimmt. Es verfügt über einen Saug- und Druckmodus und kann für die drucklose Probenentnahme aus dem Tank in mobilen und stationären Hydraulikanwendungen eingesetzt werden.

Der Benutzer kann mit nur einer Messung gleichzeitig die Partikelkontamination und den Alterungsgrad des Fluids ablesen. Das System verfügt über eine LCD-Farbanzeige sowie eine Software, die den Bediener durch den Testvorgang führt. Es hat einen internen Datenspeicher für bis zu 400 Messungen. Aktuelle und gespeicherte Messwerte können über eine USB- oder RS-232-Schnittstelle bequem auf einen Computer zur Datenverwaltung übertragen werden. Die Data-Manager-Software, die im Lieferumfang inbegriffen ist, exportiert die Messergebnisse in eine Microsoft Excel-Datei, die die Grundlage für übersichtliche und aussagekräftige Auswertungen bildet. Die Ergebnisse geben Aufschluss über den Zustand des hydraulischen Systems und unterstützen die Früherkennung von Schäden und die Einhaltung von Normen.

In der Praxis wird dieses System idealerweise dazu verwendet, den Zustand von neuen Systemen und Systemen, die bei einer Wartung zur Atmosphäre hin geöffnet waren oder bei denen Fluide ausgetauscht wurden, zu dokumentieren. So entsteht eine Basis, mit der künftige Messungen verglichen werden können. Danach wird das System gemäß eines Zeitplans auf Grundlage von Betriebserfahrungen und Reinheitsempfehlungen verschiedener Komponentenhersteller regelmäßig erneut überprüft.

Überwachung verlängert Lebensdauer der Anlage

Die Zustandsüberwachung ist ein wichtiges Werkzeug zur Verlängerung der Lebensdauer, auch von anderen Anlagen als Hydrauliksystemen. Das CCS 4-Kontaminationskontrollsystem von Eaton kann Öl mit niedriger Viskosität wie es in Kränen, Baustellenfahrzeugen, Baggern, Gabelstablern und Werkzeugmaschinen verwendet wird, testen. In Kombination mit dem BSS 2-Zuführsystem für Flaschenproben und einem Kompressor kann die Flaschenprobenqualität optimiert werden. Das passiert, indem die Probenentgasung durch das interne Vakuumsystem sichergestellt wird und der Druck für die Fluidzuführung variabel eingestellt werden kann.

Die Fähigkeit zur Überwachung von Hydraulik- und anderen Fluiden in Echtzeit ermöglicht es, unmittelbar Diagnosen zum Verschleißzustand von Komponenten und Dichtungen zu stellen und eine quantifizierbare Grundlage für Filter- und Fluidaustauschintervalle zu ermitteln. Der Testvorgang ist darüber hinaus schnell und einfach durchzuführen, dass auch das Testen und Beurteilen der Auswirkungen von Betriebs- und Umgebungsvariablen auf die Gesamtsystemleistung und die Betriebskosten möglich ist. Mit einem „Labor im Koffer“ können problemlos der Zustand neuer Fluide gesetestet werden, bevor sie in ein System eingeleitet werden, um die Wirksamkeit von Offline-Filtrationssystemen und die korrekte Lagerung der Fluide zu überprüfen.

Den Zustand neuer Fluide sofort zu wissen oder auf eine Laboranalyse warten zu müssen, kann einen entscheidenden Unterschied zwischen einem effizienten, zuverlässigen System und einem vorzeitigen Ausfall ausmachen. Dank der praktischen Anwendung dieser Geräte entfallen viele „Entweder-Oder-Entscheidungen“, die die Probenentnahme für ein Labor oft einschränken. Wenn Sie beispielsweise nur eine Probe an Ihr Labor senden können, sollte diese dann aus dem Tank, dem Auslass der Pumpe, der Rücklaufleitung oder an einer anderen Stelle entnommen werden? Ein Spezialist für Fluidanalysen würde sagen „an all diesen Stellen“, wenn die Analyse eine aussagekräftige, genaue Einschätzung des Zustands Ihres Systems ermöglichen soll. Eine solche Analyse wäre sicherlich nicht kosteneffektiv durchführbar, wenn sie regelmäßig von einem professionellen Labor erstellt werden soll – mit einem „Labor im Koffer“ ist dies jedoch problemlos zu bewerkstelligen. In vielen Fällen würde ein Frühwarnsystem, das erhebliche Betriebsstörungen verhindert, die Kosten für Testgeräte rechtfertigen. hei

 

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