Kühler Komponenten

Das Unternehmen verwendete unter anderem einen Lüfterantrieb von Turolla und eine Plus+1-Steuerung von Danfoss für das Kühlsystem des Brechers. Bilder: Hainzl Industriesysteme

Die Firma Hainzl Industriesysteme hat ein leistungsoptimiertes Kühlsystem entwickelt für eine neue Generation von mobilen Hochleistungsbrechern, die zur Zerkleinerung jeglicher, mineralischer Stoffe geeignet sind. Gemeinsam mit den Partnern Nissens, Danfoss und Turolla baute der Hersteller eine Kühlerkombination, mit der die Unternehmen neue Wege beschreiten.

Kabelbaum

Kabelbaum mit Temperatursensor: Der Fokus liegt auf der Ladeluft für den Dieselmotor. Bild: Hainzl Industriesysteme

Das Wärmetauschersystem besteht aus einem Kühlpaket für alle zu kühlenden Leistungen wie der Ladeluft und dem Kühlwasser für den Volvo-Dieselmotor nach Abgasnorm Tier IV Euro 5 und der aufgebauten Hydraulik am Brecher. Der Lüfterantrieb ist eine sogenannte „Fan Drive“-Lösung von Turolla, das heißt es handelt sich um einen Konstantmotor mit aufgebautem Proportionalventil zur stufenlosen Drehzahlregelung.

Das Hirn dieser Kombikühlung bildet eine frei programmierbare Steuerung der Type Plus+1 von Danfoss. Verwendet wurden dafür elektrische und elektronische Komponenten wie der Controller MC012, ein Kabelbaum mit einem Danfoss Temperatursensor am Kombikühler. Eingebunden wurden auch Sensoren von der Ladelufttemperatur und der Kühlwassertemperatur des Dieselmotors. Ein Niveaustandssensor wurde extra vorgesehen zur Überwachung für sämtliche Medien in den Kühlkreisläufen.

Kühler

Abhängig von der Temperatur regelt die Steuerung die Drehzahl des Kühlsystems.

Die Plus+1 Steuerungseinheit realisiert eine priorisiert temperaturabhängige Drehzahlsteuerung des hydraulischen Lüfterantriebsmotor des Kühlsystems. Situationsabhängig werden automatisch verschiedene Betriebsmodi ausgeführt, welche die unterschiedlichen Medientemperaturen berücksichtigen und im gesamten Lebenszyklus zahlreiche Möglichkeiten für Optimierungen bieten. Das Hauptaugenmerk liegt darauf, dem Dieselmotor richtig temperierte Ladeluft für die Verbrennung zur Verfügung zu stellen, um Schadstoffemissionen zu minimieren und die abgegebene Leistung konstant zu halten.

Die Drehzahlsteuerung reduziert zusätzlich die durchschnittliche Nenndrehzahl des Lüftermotors, wodurch weniger Lärm und Verlustleistung abgegeben wird. Bei Bedarf liegt die Priorität der Steuerung auf der Hydrauliköltemperatur. Die Lebensdauer des Fluides kann durch Einhalten des vorgegebenen Betriebspunktes bedeutend verlängert werden.

Übergeordnet wird die Temperatur der Dieselmotor-Kühlflüssigkeit überwacht. Das Kühlsystem erhöht die Kühlleistung beim Erreichen spezifischer Grenzwerte. Bei einem Fehler in der primären Dieselmotorkühlung wirkt das Kühlsystem damit einer unzulässigen Temperaturerhöhung entgegen. Diese Kombiwärmetauscher-Lösung spart dem Anwender mehr als fünf Prozent Kraftstoff. do

Autor: Josef Mahringer, Hainzl Industriesysteme