| von Irene Baer, Argo-Hytos
OPCom FerroS, Bild: Argo-Hytos
Für eine genaue Messung der Ölverschmutzung im Labor oder im Feld sind Partikelzähler wie der OPCount (links) von Argo-Hytos geeignet. Zur gezielten Erfassung ferromagnetischer Verschleißpartikel eignet sich der Verschleißsensor OPCom FerroS. Bild: Argo-Hytos

Der Partikelzähler OPCount wird häufig für Routineüberwachungen, zur Qualitätskontrolle oder zu Störfalluntersuchungen eingesetzt. Er ermöglicht den Aufbau von Datenbanken, mit deren Hilfe sich die Geschichte des Öls einer Maschine nachvollziehen lässt. Hieraus können wertvolle Informationen zur Reinheit und zum Zustand von Maschinen gewonnen werden. Optional ist es auch möglich einen Argo-Hytos Zustandssensor aus der LubCos Reihe an den OPCount anzuschließen. Dadurch lassen sich weitere Parameter wie Temperatur, Feuchtigkeit und Ölqualität aufnehmen.

Für Systeme in denen die Partikelmessung nicht nur automatisch sondern auch dauerhaft erfolgen soll, wird ein Gerät benötigt, das fest verbaut werden kann. Hier empfehlen sich kompakte und robuste Partikelmonitore, die sich einfach in ein hydraulisches System integrieren lassen. Die Anforderungen an eine stationäre oder mobile Messung können hoch sein. Zu beachten sind unter anderem hohe Drücke und Temperaturen, Schmutz, Feuchtigkeit sowie Vibrationen. Ein robustes Design der Messtechnik ist für deren dauerhafte Funktion deshalb unerlässlich. Alle Komponenten wie beispielsweise Lichtquelle, Detektor oder Gehäuse müssen deshalb hohen technischen Anforderungen genügen. Mit einer Schutzklasse IP67 sowie entsprechender Schock- und Störsicherheit, eignet sich der Argo-Hytos Partikelmonitor OPCom auch für anspruchsvolle Anwendungen.

Überwachung der Ölreinheit

Ölzustandsüberwachunggrafik, Bild: Argo-Hytos
Mehrwert von Ölzustandsüberwachung und -pflege. Bild: Argo-Hytos

Ein bewährtes Einsatzgebiet für die Online-Partikelmessung ist die Überwachung der Ölreinheit in stark beanspruchten Industrieanwendungen wie Pressen oder Spritzgussmaschinen. Hier wird zum Beispiel während der Abreinigung eine Partikelmessung druchgeführt. Bei der Reinigung von mobilen Nebenstromfiltergeräte wird die Partikelkonzentration aufgezeichnet. Zur gezielten Erfassung ferromagnetischer Verschleißpartikel werden induktiv messende Metallpartikeldetektoren eingesetzt.

Eine speziell für Getriebe entwickelte kostengünstige Alternative zu herkömmlichen Metallpartikeldetektoren ist der Verschleißsensor OPCom FerroS. Der Verschleißsensor funktioniert nach dem Prinzip einer magnetischen Verschlussschraube und akkumuliert mit Hilfe eines Permanentmagneten ferromagnetische Partikel. Eine Spule im Sensorkopf erfasst die angelagerten Partikel und erzeugt ein Messsignal proportional zur angelagerten Menge. Für eine kontinuierliche Messung kann der Sensor automatisch gereinigt werden. Das Messprinzip ermöglicht die einfache Integration des Sensors direkt im System. Hierbei muss, im Gegensatz zu vergleichbaren Sensoren, kein Durchfluss generiert werden.

Getriebe mit Sensor, Bild: Argo-Hytos
Getriebe mit eingebautem Verschleißsensor OPCom FerroS und angelagerten Partikeln. Eine Spule im Sensorkopf erfasst die angelagerten Partikel und erzeugt ein Messsignal proportional zur angelagerten Menge. Bild: Argo-Hytos

Fazit

Optische Partikelmessung, Bild: Argo-Hytos
Optische Partikelmessung nach dem Lichtblockadeprinzip. Bild: Argo-Hytos

Der Einsatz von moderner Partikelmesstechnik ermöglicht neue Service- und Instandhaltungskonzepte, mit denen sich Ölwechselintervalle verlängern, Probleme frühzeitig erkennen und Ausfallzeiten reduzieren lassen. Die heutigen Sensoren erfassen Veränderungen frühzeitig und ermöglichen es, Verschleiß und Schäden rechtzeitig zu erkennen. Die einfache Anwendung und der hohe Mehrwert machen Partikelsensoren deshalb zu einem  bewährten Mittel zur Senkung der Betriebskosten von Maschinen und Anlagen. hei

 

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