Michael Tramer Serap Resatoglu

Sind mit der Resonanz seit der erstmaligen Präsentation des EO-3-Verschraubungssystems sehr zufrieden: Serap Resatoglu, Product-Unit-Managerin DIN-Stahl, und Marketing-Manager Michael Tramer, beide Parker Tube Fittings Division Europe. Bild: Parker Hannifin

fluid: Parker Hannifin hat auf der Hannover Messe 2013 die neu entwickelte Hydraulikverschraubung EO-3 als Weltneuheit vorgestellt. Wie hat der Markt die neue Verschraubung angenommen?

Die Resonanz auf unser EO-3-System ist seit der erstmaligen Präsentation auf der Hannover Messe 2013 weiterhin sehr gut. Wir arbeiten mit unseren Projektkunden sehr eng zusammen und bewegen uns dort im Moment zwischen der Prototypenphase und dem Serienstart.

fluid: Der wesentliche Haupt-Kundennutzen der EO-3 soll die Montagesicherheit sein. Wie ist Montagesicherheit eigentlich bei Parker definiert und wird sie auch im Reparaturfall noch erreicht?

Montagefehler sind nach unseren Untersuchungen die Hauptursachen für Leckagen und Systemversagen. Der wesentlichste Grund dafür liegt auf der Hand: Wie kann ein Monteur den richtigen Montagezustand ermitteln? Die Antwort darauf klingt überraschend, stellt aber die Praxissituation dar: Der Monteur kann den richtigen Montagezustand von außen nicht erkennen.

Hier setzt Parker mit dem Indikatorring des EO-3-Systems an. Der Anwender montiert bis zum eindeutigen Fertigmontagezustand. Dieser ist dann erreicht, wenn die gelben Markierungen des Indikatorringes von außen komplett sichtbar sind. Das ist ein eindeutiger und objektiv erkennbarer Montagezustand. Und auch bei einer Wiederholmontage wird dieses Prinzip angewendet.

fluid: Hydraulikrohr- und Schlauchverschraubungen werden häufig über den Preis eingekauft. Mit welchen betriebswirtschaftlichen Argumenten versucht Parker, Konstrukteuren und Einkäufern die EO-3-Serie schmackhaft zu machen?

EO-3 ist die Lösung für Anwender, die ein System suchen, das ihnen eine 100%ige Leckagesicherheit bei optimierten und einfachen Montagetätigkeiten zusichert. Wie wir sagen: einfach – schnell – sicher. Außerdem bietet EO-3 interessante Möglichkeiten für die Anwender, ihr Ersatzteilgeschäft optimal zu steuern und davon in starkem Maße auch finanziell zu profitieren. Hier bieten wir unseren Partnern verschiedene Lösungsansätze an.

fluid: EO-3 soll ja auch für Schlauchleitungen geeignet sein. Wie kommt sie bei Hydraulikschlauch-Dienstleistern an, denn die müssen ja in Maschinen und Werkzeuge investieren und sich eine weitere Produktlinie aufs Lager legen?

Die EO-3-Schlaucharmatur unterscheidet sich nur auf der Anschlussseite von einer herkömmlichen DKO-Armatur. Ansonsten können weiterhin die gleichen Schlauchpressen und Werkzeuge verwendet werden, somit entsteht ein kostenneutraler Mehrwert.

fluid: Die EO-3 entspricht nicht den einschlägigen DIN-Normen. Ist das ein Nachteil?

Die Austauschbarkeit betrifft den DIN-Anschluss, den 24°-Konus, aber nicht die Einschraubseite, hier orientieren wir uns an bestehenden und bekannten Normen. Gerade dadurch aber erhöhen wir die Prozesssicherheit für den Anwender, da Mischmontagen und vorprogrammierte Montagefehler vermieden werden.

fluid: Was würde Parker heute einem Instandhalter empfehlen, der bei einem Schadensfall mit einer EO-3-Verschraubung ganz schnell reparieren müsste. Das gute Stück bekommt er ja nicht gleich um die Ecke?

Hier kann der Anwender auf das weltweit verfügbare Parker-Store-Konzept zurückgreifen, zu dem schon heute über 2600 Service-Stützpunkte gehören. Weitere Informationen zu diesem Angebot finden die Interessenten auf der Website www.parkerstore.com.

Autor: Helmut Winkler, Technik & Marketing München