Multicar TREMO T+

Kommunalfahrzeuge müssen klein und wendig und trotzdem durch unterschiedliche Anbaugeräte vielfältig einsetzbar sein. Bild: Hako

Zur IFAT – Weltleitmesse für Wasser, Abwasser, Rohstoff und Abfallwirtschaft – präsentierten die Hersteller ihre neuesten Entwicklungen.

Saubere Straßen und Plätze, sichere Verkehrswege zu jeder Jahreszeit, die Rückgewinnung von Wertstoffen und Energie, ein umfassender Umweltschutz und etwa 68.000 Arbeitsplätze – das sind die Leistungen der kommunalen Unternehmen der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung. Um das gewährleisten zu können, unterhalten kommunale Unternehmen Fuhrparks, die unterschiedlich groß und verschieden ausgestattet sind. Je nach Größe der Kommune können das bei einer kleinen ländlichen Gemeinde zwei Multieinsatzfahrzeuge mit auswechselbaren Vorsätzen sein, oder im Falle der Bundeshauptstadt eine Ansammlung von über 2000 Fahrzeugen, die mit neuester Technik ausgestattet sind und jede Spezialanwendung meistern.

Auf der diesjährigen IFAT in München präsentierten über 3000 Aussteller aus 59 Ländern ihre Innovationen und Trends. Grundsätzlich stand bei dieser Messe ein großes Thema im Fokus: Für Müllsammel- und andere Kommunalfahrzeuge die seit dem Jahreswechsel 2013/14 geltende Abgasnorm Euro VI. Viele Unternehmen mussten bei ihren Euro VI-Fahrzeugen Lösungen für den erhöhten Platzbedarf durch die im Vergleich zu Euro V größeren Komponenten im Abgasstrang entwickeln. Dies hat speziell bei Müllsammel- und Winterdienstfahrzeugen dazu geführt, dass sich die Innovationen in erster Linie auf die Anpassungen der Antriebskonzepte konzentrierten, während ein vergleichsweise geringerer Technologiefortschritt bei den Aufbauten selbst wahrzunehmen war.

Das Thema Antrieb ist nicht nur durch die Abgasnorm ein breites Feld geworden – klassische Antriebskonzepte bekommen immer mehr vielfältige Konkurrenz. So beginnt die Berliner Stadtreinigung bereits damit, einen Teil ihrer Fahrzeugflotte auf Gas- und Brennstoffzellen umzustellen. Insbesondere die Elektromobilität erschließt zunehmend die Einsatzszenarien der kommunalen Fahrzeuge. So wäre ein rein elektrischer und damit geräuschemissionsfreier Betrieb natürlich beim Schneeschieben in Wohngebieten am frühen Morgen oder spät am Abend besonders interessant.

Allerdings sind rein elektrische Fahrzeuge aufgrund der hohen Energiebedarfe gerade bei diesen Anwendungen und mit den derzeit verfügbaren Speichertechnologien noch nicht realisierbar. Mithilfe hybrider Ansätze wird aber bereits der Übergang zu reinen Elektrofahrzeugen eingeleitet. Hier braucht es dann allerdings doch noch eine hydraulische Leistungsauskopplung zum Betrieb von hydraulischen Arbeitsgeräten. Denn nach wie vor ist bei Kommunalfahrzeugen die Hydraulik bei den Arbeitsgeräten der aktuelle Stand der Technik. Trotz der Herausforderung durch elektrische Lösungen ist die Hydraulik in diesem Bereich konkurrenzlos in Bauraum und Leistungsfähigkeit.

Antriebe – Hydraulik zum Fahren

Unimog U 527

Der Unimog U 527 von Daimler hatte als Vertreter der Unimog-Geräteträger-Baureihe Messepremiere. Das Fahrzeug zeigte seine Stärken im Zusammenspiel mit einer Mähkombination von Mulag. Bild: IFAT

Unter dem Motto „In sauberer Mission“ präsentierte die Faun Gruppe, seit Jahren führender Aufbauhersteller in Europa, anlässlich der IFAT gleich mehrere Innovationen an Abfallsammelfahrzeugen und Kehrmaschinen.

Bei der neuen Generation von Kehrmaschinen in der City-Klasse, also für die Anwendung in Innenstädten konzipiert, verzichtet der Hersteller mit dem Ein-Motor-Konzept auf den traditionellen Aufbaumotor. Der Kunde hat jetzt statt dessen die Wahl zwischen hydrostatischem oder hydraulischem Antrieb.

Die hydrostatische Variante verfügt über ein in den Antriebsstrang geschaltetes Verteilergetriebe. Der Vortrieb erfolgt im Kehrbetrieb über eine hydraulische Verstellpumpe stufenlos von null bis 40 km/h. Der Fahrmotor hält dabei seine konstante Drehzahl im optimalen Betriebspunkt – auch bei schneller hydraulischer Umschaltung auf Rückwärtsfahrt. Das Gebläse wird über eine zweite Verstellpumpe am Verteilergetriebe angetrieben und ist dadurch gänzlich unabhängig von der Fahrtgeschwindigkeit regelbar. Beim hydraulischen Antrieb erfolgt der Vortrieb über den konventionellen Antriebsstrang, sodass der Fahrer die Kehrgeschwindigkeit über die Motordrehzahl im Bereich von 900 bis 2000 1/min variieren kann. Das von einer Verstellpumpe angetriebene Gebläse kann innerhalb dieser Bandbreite die Drehzahl unabhängig regeln. Ein optional automatisiertes Schaltgetriebe entlastet den Fahrer, der sich dann voll auf den Kehrbetrieb konzentrieren kann.

Des weiteren wird bei dem von der Faun-Gruppe selbst entwickelten System „Hydropower“ Bremsenergie auf Müllsammelfahrten

zurückgewonnen, in einem Hydrospeicher verwahrt und für den Betrieb der Schüttung während der Sammeltour genutzt, ohne dabei die Motordrehzahl anheben zu müssen.

Stufenloser Fahrantrieb „EasyDrive“

Bucher Schörling

Aus der großzügig verglasten Kabine hat der Fahrer sämtliche Arbeitsfunktionen an der Fahrzeugfront der kompakten Kehr-
maschine von Bucher Schörling bestens im Blick. Bild: Bucher Schörling

Ebenfalls als Highlight stellte sich der Unimog Geräteträger von Daimler mit dem stufenlosen Fahrantrieb „EasyDrive“ vor. Dieser Antrieb vereint die Vorteile von kraftstoffsparendem Schaltgetriebe und stufenlosem hydrostatischem Fahrantrieb. Die Vorteile für die Praxis liegen auf der Hand: Die Arbeitsgeschwindigkeit kann unabhängig von der Motordrehzahl stufenlos eingestellt und mit der Tempomatfunktion gehalten werden.

Was das Tempo betrifft, haben die Konstrukteure von Daimler die hydrostatische Leistung um 20 Prozent erhöht – es sind jetzt Geschwindigkeiten bis zu 50 km/h möglich. Die Synergie von Hydrostat und mechanischem Schaltgetriebe ermöglicht den fliegenden Wechsel zwischen beiden Antriebsarten während der Fahrt, sodass es keine Unterbrechung beim Wechsel zwischen Arbeiten und Fahren gibt.

Das erweist sich im Arbeitseinsatz als große Hilfe: Ist beispielsweise bei einem Mäheinsatz ein Abschnitt erledigt, wird einfach zum schnellen Weiterfahren zur nächsten Einsatzstelle das Schaltgetriebe aktiviert. Wenn die Höchstgeschwindigkeit des hydrostatischen Fahrantriebs mit 50 km/h erreicht ist, wird durch Betätigen der Fahrkupplung – optional auch automatisch – auf das Schaltgetriebe umgeschaltet. Das Einscheren in den fließenden Verkehr ist damit ungleich schneller und sicherer zu bewerkstelligen als bisher.

Kärcher, Weltmarktführer für Reinigungstechnik, wartete mit seinem neuen Geräteträger MIC 50 auf, der ebenfalls über einen permanenten hydrostatischen Allradantrieb verfügt, allerdings zusätzlich mit einer ständig aktiven hydraulischen Traktionskontrolle ausgestattet ist. Außerdem bietet Kärcher hierzu noch eine zusätzlich hydraulische Differenzialsperre an.

Arbeitsgeräte – Hydraulik zum Arbeiten

F.X. Meiller

Bei der kurzweiligen Vorführung „Trucks in action“ während der IFAT war auch das neue hydraulische Ladungssicherungskonzept des Aufbauspezialisten F.X. Meiller zu bewundern. Bild: IFAT

Die Einführung neuer Euro 6-Motoren im Lkw-Fahrgestell stellt auch die Aufbau- und Geräteindustrie vor neue Probleme. Additiv-Tanks für Adblue und größere Kühler nehmen mehr Platz ein, da müssen andere Funktionalitäten irgendwohin ausweichen. Richtig knapp wird es bei Krankippern, den Kipperfahrzeugen mit Selbstladekran: Für Stützfüße und ausreichende Hydrauliktanks fehlt es vielfach an Bauraum rund um den Fahrzeugrahmen, will man bei bewährten Fahrzeugkonzepten bleiben.

Meiller, marktführender Spezialist für Bau- und Kommunalfahrzeuge, hat gemeinsam mit den großen europäischen Lkw- und Kranherstellern eine andere Lösung entwickelt, die neue Meiller-Hydraulik für Kipper und Kran. Ein gemeinsames Hydrauliksystem ab Werk versorgt sowohl den Kipper als auch den Kran. Tank, Pumpe und Verrohrung sitzen schlüsselfertig im Hilfsrahmen und sorgen für die einfache Kranmontage.

Probleme wegen längerer Radstände oder einer nachträglichen Anpassung der Ölversorgung gibt es somit nicht. Ein Umschaltventil der neuen Bordhydraulik versorgt den Kran mit höheren Drücken. So kommt es neben der eigentlichen Problemlösung zusätzlich noch zu dem Zusatznutzen kürzerer Produktionszeiten und verringerter Schnittstellen.

Pünktlich zur IFAT 2014 fand auch das Rollout der neuen Generation von Absetzkippern von F.X. Meiller statt. Hier wurden speziell die hydraulischen Ladungs-Sicherungseinrichtungen an den Kippern weiter verbessert. Die Produktreihe AK 12 zeichnet sich hier vor allem aus. Der Behälter wird zum einen von der bewährten hydraulischen Containerverriegelung in und entgegen der Fahrrichtung gesichert. Bei der Neuentwicklung nehmen ihn zum anderen zusätzlich seitlich zwei hydraulisch angetriebene Klemmbacken in die Zange. Die Zeiten, in denen der Bediener noch umständlich selbst Hand anlegen musste, sind laut Firmenangabe damit vorbei – jetzt wird per Knopfdruck gesichert.

Neues bei Kehrmaschinen

Geräteträger MIC 50

Der Geräteträger MIC 50 von Kärcher ist dank Heizung und Klimaanlage bestens für den Ganzjahreseinsatz gerüstet und besticht außerdem durch kompakte Abmessungen und hohe Wendigkeit. Bild: IFAT

Nach den Müllsammelfahrzeugen bilden Kehrmaschinen zahlenmäßig und umsatzbezogen den zweitgrößten Marktanteil bei den Kommunalfahrzeugen. Rund um die Uhr werden Fahrbahnen, Gehwege und öffentliche Plätze gereinigt.

In Berlin allein sind das jährlich etwa 1,33 Millionen Kilometer. Dabei werden knapp 55.000 Tonnen Straßenkehricht zusammengekehrt und der Aufbereitung zugeführt. Auch die Leerung von 21.500 Papierkörben sowie die Reinigung von 210.000 Gullys gehört dazu. Neben Großkehrmaschinen kommen hier sehr oft kompakte, kleine Maschinen zum Einsatz, die mit ihrem geringen Gewicht und der kleinen Spurbreite auch Rad- und Gehwege bearbeiten können.

In der Kompaktklasse zeigte Bucher Schörling auf der IFAT 2014 seinen neu entwickelten CityCat 5006. Gearbeitet wurde nicht nur an der Saugleistung, der allgemeinen Performance und der Reichweite. Wichtig waren den Ingenieuren auch das integrale Motor- und Hydraulikmanagement EcoELS mit aktiver Lasterkennung und automatischer Regelung der Leistungsabnehmer.

In der Arbeitshydraulik wurden, wo es nur ging, konsequent Stahlleitungen verbaut um eine lange Lebensdauer bei niedrigen Wartungskosten und geringem Störungspotenzial zu erreichen. Die rostfreien Hydraulikleitungen sind eine Entwicklung, die dem Budget der Kommunen entgegenkommt: Die CityCat 5006 enthält 60 Prozent weniger Hydraulikschläuche als handelsübliche Kehrfahrzeuge.

Multifunktionsfahrzeuge – einer für (fast) alles

Tremo T

Mit nur 1,32 Meter Breite und 2,04 Meter Höhe ist der Tremo T+ von Hako ein wahrlich kompaktes Arbeitsgerät. So kommt er durch jede Fußgängerunterführung, in Tiefgaragen und fährt auf schmalen Geh- oder Fahrradwegen. Bild: IFAT

Der Vorteil von Multifunktionsfahrzeugen ist einleuchtend: Viele Kommunen haben weder den Bedarf noch die Mittel, um für jede Anwendung ein Spezialfahrzeug zu ordern. Da sind Fahrzeuge, die genormte Anschlüsse mitbringen, auf die sich Aufsätze für Mäh-, Kehr-, Reinigungs-, Räum- und Streuanwendungen anbringen lassen, genau das Richtige.

Um die Austauschbarkeit zwischen einem Fahrzeug und verschiedenen an der Fahrzeugfront angebauten Maschinen und Geräten zu gewährleisten, legt eine Europäische Norm (DIN EN 15431) Mindestanforderungen für die Leistung und die Bauart des Hydrauliksystems, der Frontzapfwellen und der elektrischen Schnittstellen fest.

Paradebeispiel in der mittleren Kompaktklasse und wahrscheinlich der Traum jedes Kommunalangestellten im Außeneinsatz ist der Mercedes Unimog. Der Ganzjahres-Allrounder übernimmt mit über 1000 Geräte- und Anwendungsmöglichkeiten eine große Bandbreite an Aufgaben, für die ansonsten ein ganzer Fuhrpark notwendig wäre.

Auch hier gab es deutliche Leistungszuwächse zu verzeichnen: Feinfühlig steuert die neue Arbeitshydraulik Geräte präziser und ganz ohne ruckartige Bewegungen – und das bei 30 Prozent höherer hydraulischer Leistung. Damit steigert das neu entwickelte, voll proportionale Hydrauliksystem die Effizienz im täglichen Einsatz.

Die vierzellige Arbeitshydraulik des Geräteträgers besteht aus zwei Kreisen. Kreis I steuert bis zu acht Geräte-Stellbewegungen mit 200 bar Systemdruck (32 l/min) über vier doppelt wirkende Ventile. In der kombinierten Ausstattung mit Kreis II (32 plus 55 l/min) stehen dann in Summe 35 kW mit bis zu 240 bar zur Verfügung. Stellbewegungen und der Antrieb von Hydromotoren lassen sich unabhängig voneinander durchführen. So ermöglicht die Arbeitshydraulik nunmehr zwei Stellbewegungen gleichzeitig, zu bedienen mit einem Multifunktions-Joystick. Und mit bis zu 30 Liter entnehmbarer Hydraulik-Ölmenge können auch größere Anhänger-Kippzylinder befüllt werden.

Des weiteren glänzt der Unimog mit der neuen Leistungshydraulik „VarioPower“. Sie ersetzt durch ihre Effektivität komplett sonst notwenige aufsteckbare Pumpen an der Zapfwelle oder Diesel-Aufbaumotoren. Sie ist in zwei Kreisen konstruiert. Beide Kreise haben jeweils einen Hydrauliköl-Durchfluss von 125 Liter in der Minute und 280 bar Druck. So können entweder mehrere Arbeitsgänge zugleich durchgeführt werden, oder man nutzt die gesamte Leistung, um eine besonders kraftfordernde Aufgabe zu meistern. Darüber hinaus verfügen die beiden offenen Kreise III und IV jetzt über dieselbe hohe Hydrauliköl-Durchflussmenge und einen Systemdruck von 280 bar; das ergibt jeweils eine Höchstleistung von 58 kW. Die Leistungshydraulik ist im Pritschenzwischenrahmen montiert und kann aus dem Pritschenrahmen entnommen werden – beispielsweise um im Winterdienst die Nutzlast zu erhöhen.

Viele kleine Anbieter mit pfiffigen Ideen

Während sich im Bereich der Lkw-Aufbauten nur etwas mehr als eine Handvoll Anbieter mit großen Namen den größten Teil des Marktes teilen, ist die Zahl der Anbieter von sehr kleinen Kompaktfahrzeugen, die multifunktional einsetzbar sind, nahezu unüberschaubar.

Beipielhaft kann man den aktuellen Stand der Angebote in diesem Segment an der Firma Hako zeigen. Das Unternehmen ist seit seiner Gründung 1948 zu einem international führenden Hersteller von Produkten für Industrie- und Gebäudereinigung, Außenreinigung und Grundstückspflege gewachsen. Zur IFAT 2014 stellte es den neuen kompakten Geräteträger und Transporter Multicar Tremo T vor, bei dem fast alles hydraulisch funktioniert. Mit ihm lassen sich vielfältige Geräte betreiben, wie zum Beispiel eine Frontkehrmaschine, ein Gießarm, ein Schneepflug plus Streuer oder auch ein Sinkkastenreiniger.

Bequeme Bedienung aus der Kabine

Er ist in der Basisversion das preisgünstige Einstiegsmodell der Baureihe der multifunktionalen Geräteträger, bietet in zwei weiteren Varianten aber erstaunlich vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Während die Standartausführung bereits eine Kipphydraulik und einen Arbeitskreis für hydraulisch angetriebene Vor- und Anbaugeräte aufweist, ist mit der nächsten Ausbaustufe eine loadsensing-gesteuerte, proportional verstellbare Hydraulik mit zwei Arbeitskreisen und Axialkolbenverstellpumpe erhältlich.

Hier fließen jeweils 58 Liter Hydraulikflüssigkeit pro Minute bei einem Arbeitsdruck von 210 bar. Die Einstellung erfolgt über ein Potenziometer im Fahrerhaus. Das 6-fach-Steuerventil wird elektronisch betätigt für sechs Schwarz-Weiß-Steuerfunktionen. Des weiteren kann man eine Elek-trohydraulik zur Betätigung von Schneepflügen bekommen, gerne auch als Hochleistungshydraulik mit einem Volumenstrom von bis zu 116 l/min nach vorn und einem Arbeitsdruck von 210 bar, der sich auf 280 bar hochschalten lässt. Die Geräteaufnahme vorne besteht aus Frontkraftheber mit zwei doppelt wirkenden Hydraulikzylindern. Die Bedienung der Arbeitshydraulik kann bequem von der Kabine aus erfolgen.

Angetrieben wird das Gefährt mittels eines elektronisch gesteuerten stufenlosen hydrostatischen Fahrantriebs mit zwei unter Last schaltbaren Fahrstufen. Es fährt damit vorwärts stufenlos 0–50 km/h oder rückwärts stufenlos 0–25 km/h. Gelenkt wird über eine hydrostatische Vorderradlenkung und gebremst mit einer hydraulischen 2-Kreis-Bremsanlage mit Bremskraftverstärker und lastabhängiger Bremskraftregelung an Vorder- und Hinterachse.

Bei der Vielfalt an kommunalen Fahrzeugen und Maschinen, zu denen unter vielen anderen zum Beipiel auch noch Tunnelwasch-, Heißwasserunkrautvernichtungs-, Kanalreinigungs- und Fahrbahnmarkierungsfahrzeuge, Leitpfostenmäh- und Bahnauslegergeräte, Schneefräsen, Hochdruckschwemmanlagen und Laubbläser gehören, darf man gespannt sein, welche technischen Entwicklungen sich ergeben, wenn die neue Abgasnorm Standard geworden sein wird. fa

Autorin: Ragna Sonderleittner, freie Mitarbeiterin der fluid