Verpackungsmaschine

Die Aussichten für Verpackungsmaschinen sind dank weltweiter Industrialisierung und Automatisierung auch weiter positiv. Bild: © industrieblick, Fotolia

Auch wenn die Elektrifizierung voranschreitet – an der Fluidtechnik mit ihrer hydraulischen oder pneumatischen Energieübertragung kommen die Maschinen- und Anlagenbauer noch immer nicht vorbei. Diese Branche ist laut Angaben des VDMA Fachverbandes Fluid Arbeitgeber für annähernd 33.000 Beschäftigte.

Wie schon in den Vorjahren haben sich die Teilgruppen der Fluidtechnik auch 2014 unterschiedlich entwickelt. Zum nominalen Umsatzplus der Gesamtbranche von sechs Prozent im Zeitraum Januar bis September 2014 trugen die Hersteller hydraulischer Erzeugnisse mit einem Wachstum von vier Prozent bei.

Die Pneumatik-Anbieter brachten es dagegen auf ein Plus von neun Prozent. Hier zahlen sich ihre Nähe zur aktuell begünstigten Automatisierungstechnik sowie ein größerer Kundenstamm in weniger schwankungsanfälligen, konsumnahen Maschinenbaubranchen aus.

Schrumpfende Branchen dämpfen die Nachfrage

ChartDämpfend auf die Nachfrage nach Hydraulikprodukten dürften dagegen insbesondere die stärkere Abhängigkeit von einzelnen, weniger stark wachsenden oder aktuell gar schrumpfenden Branchen sowie der leicht höhere Exportanteil gewirkt haben. Denn die Exportquote liegt in der Hydraulik mit fast 60 Prozent etwas höher als in der Pneumatik mit annähernd 50 Prozent.

Hinzu kommt ein Basiseffekt: 2013 verbuchten die Ölhydrauliker laut VDMA-Statistik einen Umsatzrückgang von nominal sieben Prozent, während die Pneumatiker um drei Prozent zulegen konnten. Für das Gesamtjahr 2014 hatte der Fachverband noch im Frühjahr ein Plus von nominal sechs Prozent erwartet.

In Anbetracht der im Zuge der geopolitischen Unsicherheiten aufkommenden Unsicherheiten und der stark divergierenden Einschätzungen in den beiden Teilgruppen wurde auf die Veröffentlichung einer neuen Einschätzung verzichtet.

Gute Aussichten auch für 2015

Die Prognose für 2015 lautet auf plus fünf Prozent. Wachstumstreiber ist neben einer leicht besseren Konjunktur ein gutes Projektgeschäft. Strategische Themen, namentlich Energieeffizienz und Industrie 4.0, stehen für die deutsche Fluidbranche ganz oben auf der Agenda. Die Fluidtechnik sieht sich mit ihren intelligenten Komponenten hier bereits gut verortet und in einer guten Startposition als Lieferant energieeffizienter, „smarter“ Lösungen.

NonCassetteCarrier

Bau- und Baustoffmaschinen sowie Landtechnik sind wichtige Abnehmerbranchen für die Hydraulik. Im September lagen Umsatz und Auftragseingang für Baumaschinen im Plus.

Neben technologischen Trends verlangt die fortschreitende Internationalisierung hohe Aufmerksamkeit und starkes Engagement von der deutschen Fluidtechnik. Dabei spielen länderspezifische Anforderungen an die Produkte eine zunehmend wichtigere Rolle, mit teils tiefgreifenden Konsequenzen von der Entwicklung bis zu Vertrieb und nachgelagerten Services.