Konferenzsaal

Ein Blick ins Programm ist bei der Konferenz anzuraten: Die Vorträge finden zweizügig statt, am Dienstag sprechen sogar drei Referenten parallel. Bild: TU Dresden/Institut für Fluidtechnik

Die Fluidtechnik-Branche in Deutschland beschäftigt derzeit laut VDMA mehr als 33.000 Menschen; die Zukunftsaussichten sind positiv. Ein Pfeiler dieses Erfolges ist die Verzahnung von Industrie und Grundlagenforschung.

Nur in wenigen Bereichen der Technik ist der Weg aus der Forschung in die Unternehmen derart kurz. Das zehnte Internationalen Fluidtechnischen Kolloquium (IFK) will einen Beitrag zur Fortführung dieser Erfolgsgeschichte leisten, um die Position der Fluidtechnik im Wettbewerb um kundengerechte Lösungen zu stärken.

„Wir wollen Wissenschaftler, Hersteller und Anwender an einen Tisch bringen, damit wir gezielt und anforderungsgerecht forschen und entwickeln können“, sagt Professor Jürgen Weber, Direktor des Institutes für Fluidtechnik an der TU Dresden und Ausrichter der Tagung.

Hersteller fluidtechnischer Antriebe können sich nicht auf den wohlbekannten Alleinstellungsmerkmalen ausruhen, sie sind gezwungen, sich proaktiv den Anforderungen moderner Produktionsprozesse zu stellen. Aktuelle, zukunftsgerichtete Forschungs- und Entwicklungstrends sind die Integration von Aktorik, Sensorik und Zusatzfunktionen sowie die Erfassung relevanter Betriebszustände in Echtzeit.

begleitende Ausstellung

Die begleitende Ausstellung bietet Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch und zur Information. Bild: TU Dresden/Institut für Fluidtechnik

Eine weitere Fragestellung ist, wie Schnittstellen in fluidmechatronischen Systemen gestaltet werden müssen, um einfache Anwenderinteraktion sowie Inbetriebnahme zu gewährleisten und die Integration in dezentrale Steuerungsstrukturen zu erlauben. Unter dem Schlagwort „autarke Teilsysteme im intelligenten Verbund“ lassen sich diese Trends zusammenfassen. Das Motto des zehnten IFK „Smart Fluid Power“ zeigt, welche Relevanz diesen Themen beigemessen wird.

Veranstaltungsort der Jubiläumskonferenz ist das historische Zentrum der Dresdner Altstadt. Das Internationale Kongresszentrum Dresden (ICD), direkt an der Elbe gelegen, dient als Tagungsort an allen drei Veranstaltungstagen. Insgesamt stellen 110 Referenten aus 18 Ländern ihre Arbeiten über den neuesten Stand der Fluidtechnik vor. Im Symposium am ersten Tag präsentieren dreizügig vor allem Wissenschaftler der Hochschulen und Universitäten ihre grundlagenorientierten Forschungsergebnisse.

Die beiden folgenden Konferenztage bieten einen anwendungs- und technologieorientierten Überblick über den Stand der Fluidtechnik in zweizügigem Betrieb. Die unterschiedlichen Themenblöcke der Konferenz werden mit Übersichtsvorträgen über den Stand der Technik und aktuelle Forschungstrends auf dem jeweiligen Gebiet eingeleitet. Unter den erwarteten Übersichtsvortragenden sind:

  • Prof. Jürgen Weber, TU Dresden,
  • Prof. Monika Ivantysynova, Purdue University, USA,
  • Prof. Christian Brecher, RWTH Aachen,
  • Prof. Andrew Plummer, Universität Bath, Großbritannien,
  • Prof. Ludger Frerichs, TU Braunschweig,
  • Dr. Kurt Schmalz, vom Unternehmen J. Schmalz
  • Prof. Rudolf Scheidl, Universität Linz, Österreich.

Die weitere fachliche Vertiefung der verschiedenen Themenschwerpunkte erfolgt durch jeweils 15-minütige Vorträge mit anschließender Diskussion in den Sessions. In den Pausen zwischen den Vortragsreihen haben die Teilnehmer die Möglichkeit, sich über die vorgestellten Inhalte auszutauschen.