| von Julia Lansen

Pumps & Valves: Newcomer im Ruhrgebiet

Die Fachmesse für industrielle Pumpen, Armaturen und Prozesse hat vom 29. bis 30. März 2017 zum ersten Mal auch parallel zur Messe Maintenance in den Westfalenhallen in Dortmund stattgefunden. In der neu eröffneten Messehalle 5 konnten die Besucher Hersteller und Instandhalter aus dem Pumpen- und Anlagenbau sowie der Prozesstechnik und dem Komponentenbau treffen. Unter den Ausstellern waren unter anderem Unternehmen wie Atlas Copco, Aerzener Maschinenfabrik oder SEW-Eurodrive im Instandhaltungsbereich sowie Auma Riester, Ebara Pumpen oder Zwick Armaturen im Bereich Pumpen und Komponenten.

Nächste Termine

  • Am 17. und 18. Mai 2017 wird auch auf der Maintenance Stuttgart der Sonderausstellungsbereich Pumps & Valves in Halle C2 der Messe Stuttgart seine Premiere feiern.
  • Vom 4. bis 5. Oktober 2017 findet die Pumps & Valves in Rotterdam statt.
  • Zusammen mit der Maintenance Antwerpen wird es auch 2018 wieder die Pumps & Valves in Antwerpen geben: Vom 21. bis 22. März 2018 auf der Expo Antwerpen.
  • Die nächste Pumps & Valves in der Schweiz findet erst 2019 wieder statt, vom 30. bis 31. Januar 2019 in der Halle 1 der Messe Luzern.

Neue Materialien, neue Kunden

Das Scala2-Hauswasserwerk entstand mit Kernkomponenten aus der Entwicklung und Fertigung von Quadrant CMS und Grundfos. Bild: Grundfos

Grundfos und Quadrant CMS

Grundfos ist traditionell Hersteller industrieller Hochleistungspumpen, die fast ausschließlich aus Metallguss oder spanend bearbeiteten Metallen bestehen. Für das Wasserwerk Scala2 suchte das Unternehmen einen Partner zur Unterstützung beim Design von Bauteilen, die sich in Großserie aus Kunststoff spritzgießen lassen würden. Die Wahl fiel auf Quadrant Creative Moulding & Systems (Quadrant CMS), da das Unternehmen bereits Erfahrung im Substituieren von Metallen durch Kunststoffe sowie in fertigungsgerechtem Design hat.

Das Entwicklungsprojekt begann vor mehreren Monaten. Ziel von Grundfos war die Einführung eines kompakten Wasserwerks für Haushalte mit niedrigem und veränderlichem Wasserdruck. Die meisten kritischen Innenbauteile dieser Neuentwicklung sollten aus Kunststoff anstelle von Metall – meistens Aluminiumdruckguss – gefertigt werden, da Grundfos eine flüsterleise Pumpe realisieren wollte, die in unmittelbarer Hausnähe – oder sogar im Gebäude – betrieben werden kann. Das Spritzgießverfahren gestattete außerdem die Konstruktion von Bauteilen mit einer Komplexität, wie sie in Metallguss nicht möglich gewesen wäre, und führte so zur Bauweise einer kompakteren Pumpe als jemals zuvor. Zu den Gemeinschaftsentwicklungen von Quadrant und Grundfos zählen unter anderem Bauteile für den Wasserein- und -auslass, für das Rückschlagventilsystem sowie für das Gehäuse der Turbine, die das Herz der Druckerhöhungskammer bildet. Für die meisten kritischen Teile wurden Prototypen-Spritzgießwerkzeuge hergestellt. In anderen Fällen wurden funktionsfähige Prototypen im Lasersinterverfahren gefertigt – eine 3D-Drucktechnik, die Komponenten mit Eigenschaften annähernd denen von Spritzgussteilen liefert.

Dank seiner kompakten Abmessungen, dem geringen Betriebsgeräusch (ähnlich dem eines haushaltsüblichen Geschirrspülers), der einfachen Installation, der leichten Bedienung und nicht zuletzt seiner Zuverlässigkeit ist das Wasserwerk inzwischen in mehreren Ländern installiert. „Dies war ein wichtiges Vorzeigeprojekt für Grundfos und hat es dem Unternehmen ermöglicht, seinen Bekanntheitsgrad jenseits der traditionellen Industriebereiche auch im Endverbrauchermarkt zu festigen“, sagt Jan ­Claeys, Account Manager bei Quadrant CMS.

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