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Denn diese Werte liefern Aussagen zur Leistungsfähigkeit des Filters.

Nominale und Absolutfiltration beschreiben die Leistungsfähigkeit, sprich die Schmutzaufnahmekapazität eines Filterelementes. Diese Angabe ist ein wichtiger Kennwert für die Auswahl eines Filters. Die Praxis sieht aber meist so aus, dass der Betreiber einer hydraulischen Anlage den Filter nach seiner Feinheit bestimmt. Die Filterfeinheit ist zwar von Bedeutung, sagt aber nichts über die Leistungsfähigkeit des Filters aus.

Die sogenannten Mikron (µm, Mikrometer) weisen nur darauf hin, welche Porenweite das Filtermaterial aufweist. Je größer der Zahlenwert wird, desto gröber werden Feststoffe ausgefiltert. Ein weiterer Trugschluss ist, dass ein zehn-Mikrometer-Filter auch alle Partikel dieser Größe ausfiltert. Dass ein Filterelement mit dieser Feinheit dennoch Verschmutzungen von zehn Mikrometer durchlassen kann, liegt an den Partikeln selbst: Diese sind oft nicht kreisrund, sondern eckig, länglich oder es liegen Partikel aufeinander.

Um dies besser zu verstehen, muss man wissen, wie die Porenfeinheit bestimmt wird. Die absolute Filterfeinheit beschreibt die Partikelgröße in Mikron beziehungsweise Mikrometer, die von einem Filtermedium nahezu vollständig (mehr als 99,98 Prozent) zurückgehalten wird. Der Ausdruck Absolutfilter besagt, dass zum Beispiel bei einem zehn-Mikrometer-Absolutfilter keine Glasperle mit zehn Mikrometer Durchmesser durch den Filter gehen darf. Bei einer nominalen Filterfeinheit würde das Filtermedium nur einen Teil (zum Beispiel 70 Prozent) der Partikel bezogen auf die Partikelgröße zurückhalten. Da die Feststoffverschmutzungen nicht rund wie eine Glasperle sind, ist es auch nicht möglich, alle Partikel auszufiltern.

Absolutfilter

Absolutfilter
Das Filtermaterial eines Absolutfilters ist anorganisch, also zum Beispiel aus Glasfasern. Bild: IHA