Fertigmontage

Bei der Fertigmontage wird der Schneidring zu 100 Prozent in das Rohrende eingeschnitten, sodass der manuelle Endanzug im Verschraubungskörper auf 30° (entspricht ein Zwölftel Umdrehung mit dem Schraubenschlüssel) reduziert wird.

Die Maschine mit der Bezeichnung SPR-PRC-POC eignet sich zur Montage von Schneidringen für 24°-Rohrverschraubungen.

Grundsätzlich kann bei der Verarbeitung von Schneidringverschraubungen zwischen folgenden Montagearten unterschieden werden:

  • Bei der Direktmontage im Verschraubungskörper wird die Überwurfmutter mit einem geeigneten Schraubenschlüssel zunächst bis zum Punkt des deutlich spürbaren Kraftanstiegs, dem sogenannten Druckpunkt, angezogen. Ab diesem beginnt das Einschneiden der Schneidkanten des Rings ins Rohrmaterial, sodass sich das Rohr nicht mehr ohne wesentlichen Kraftaufwand in der teilmontierten Verschraubung verdrehen lässt. Um die Direktmontage abzuschließen, wird die Überwurfmutter um eine weitere volle Umdrehung (entspricht 360°) über den Druckpunkt hinaus angezogen. Aufgrund des hohen Zeit- und Kraftaufwands und des Risikos von Unter- und Übermontagen sollte die Direktmontage grundsätzlich nur in Ausnahmefällen, etwa bei der Verarbeitung von Kleinstmengen und bei Reparaturen vor Ort, durchgeführt werden.
  • Alternativ ist die manuelle Montage im Vormontagestutzen möglich: Hierbei werden in der Regel die ersten 50 Prozent der Montage vorab in dem im Schraubstock eingespannten Montagestutzen durchgeführt. Der Endanzug im Verschraubungskörper, wie bei der Direktmontage beschrieben, verkürzt sich in dem Fall auf eine halbe Umdrehung (entspricht 180°). Vormontagestutzen sind üblicherweise gehärtet und daher besonders verschleißarm. Nichtsdestotrotz sollten sie regelmäßig visuell und mittels entsprechender Konuslehren auf Maßhaltigkeit überprüft werden. Beschädigte und nicht maßhaltige Montagestutzen müssen unbedingt ausgetauscht werden, um konstante Montageergebnisse zu gewährleisten.
  • Nach dem gleichen Prinzip funktioniert die maschinelle Vormontage, wobei die ersten 50 Prozent des Montagevorgangs von einer elektro-hydraulisch betriebenen Maschine mit Drucksteuerung übernommen werden. Für den Monteur ergeben sich beim Endanzug im Verschraubungskörper allerdings keinerlei Änderungen zur manuellen Vormontage.