Im Hinblick auf größtmögliche Interoperabilität unterstützt die in allen Lösungen integrierte Multi-Ethernet-Schnittstelle die gängigen Ethernet-Protokolle wie Sercos, Ethercat, Ethernet IP, Profinet RT, Powerlink und Varan. Nach Auswahl des gewünschten Bussystems in Indra Works können die Konstrukteure die IAC-Ventile flexibel an Steuerungen unterschiedlichster Hersteller anbinden. Um die Vorgaben der Maschinenrichtlinie auch bei ausgedehnten Anlagen wirtschaftlich und zukunftssicher zu erfüllen, gestattet die integrierte Regelelektronik auch die Abschaltung eines Kanals nach EN 13849-1.

Eine besondere Stellung im skalierbaren Portfolio an Steuerungslösungen für hydraulische Antriebe nimmt das neue, antriebsbasierte Motion-Logic-System HMC ein: Hier verschmilzt die leistungsfähige Motion Control für hydraulische Achsen mit einer Programmierung nach IEC 61131-3. So lassen sich Bewegungsabläufe flexibel und effizient gestalten. Um die Steuerung zu entlasten, kann die neue HMC zudem als Slave die dezentrale Regelung einer Achse übernehmen. Die vordefinierten hydraulischen Funktionalitäten für die HMC umfassen Positions-, Druck-, Kraft-, Geschwindigkeitsregelung, ablösende Regelung sowie den gesteuerten Betrieb.

Die Indra Motion MLC wiederum vereint auf einer kompakten controllerbasierten Hardware eine komplette Steuerung für hydraulische, elektrische und hybride Antriebe. Dank der integrierten offenen SPS nach IEC 61131-3 erschließt Bosch Rexroth die Vorteile von Motion-Logic-Systemen erstmals auch für hydraulische und hybride Antriebe.

Für Anwender bedeutet das neue Freiheitsgrade bei der Modularisierung der Anlage, denn die Indra Motion MLC entkoppelt die Antriebsphysik von der Automatisierung. Hydraulische, elektrische und hybride Antriebe lassen sich so gleichermaßen komfortabel und mit den gleichen Engineering-Tools in Betrieb nehmen. International genormte Programmiersprachen helfen darüber hinaus, die Komplexität weiter zu reduzieren.

Offene Standards

Sämtliche Voraussetzungen für die Integration der Hydraulik in Industrie-4.0-Anwendungen schafft Bosch Rexroth mit dem übergreifenden Open Core Engineering. Mit dem Ziel, die bisher getrennten SPS- und IT-Welten zu verbinden, offeriert das Lösungsangebot neben Programmier- und Kommunikationsstandards auch Software-Tools, Function Toolkits sowie das Open Core Interface.

Über diese Schnittstelle, die den Steuerungskern der Motion-Logic-Systeme für den erweiterten Zugriff öffnet, können Maschinenhersteller eigenständig in einer Vielzahl von Hochsprachen und Betriebssystemen individuelle Funktionen erstellen, die parallel zur Firmware direkt auf der Steuerung oder auf externen Geräten ablaufen, inklusive Smartphones und Tablet-PCs. Im Hinblick auf Wettbewerbsvorteile können die Anbieter ihr spezifisches Know-how auf diese Weise sicher integrieren.

Fazit: Mit dem skalierbaren Angebot von Bosch Rexroth können Konstrukteure hydraulische, elektrische und hybride Antriebe komfortabel und effizient in Betrieb nehmen und vernetzen. In letzter Konsequenz ist die Antriebstechnologie der Zukunft somit keine Frage der Antriebsphysik mehr, sondern der jeweiligen Aufgabe. bf

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