Auch in Hinblick auf die Steuerungstechnik ist die Seebühne alles andere als Standard, wie Stefan Frischke weiß. „Mit STB Steuerungstechnik Beck haben wir einen Partner gefunden, dem es gelingt, unsere doch manchmal recht speziellen Anforderungen an die Bühnensteuerung umzusetzen.“ Für die Oper „Turandot“ hat der österreichische Systemintegrator eine auf Beckhoff-Steuerungstechnik basierende Lösung entwickelt, die folgende Funktionen umfasst:

  • Die Steuerung der Drehbühne mit 16-m-Durchmesser erfolgt über einen Seilantrieb mit verschiedenen Positionen und Endanschlägen.
  • Die Ansteuerung verschiedener Türen und Klappen mit Positionsüberwachung.
  • Die Steuerung des inszenierten Einsturzvorgangs der „Chinesischen Mauer“.
  • Die Steuerung der Hydraulik-Anlage zum Aufklappen des „Deckels“ der Drehbühne, der als Projektionsfläche genutzt werden kann.
  • Das Ausfahren und Versenken des unter der Drehbühne versteckten Podiums.

Ein ganz besonderer Effekt des Bühnenbildes ist ein Boot, das quasi wie von selbst die Bühne umkreist. Was märchenhaft wirkt, setzt eine komplizierte Technik voraus: Das Boot ist auf einem Hubscherenaufbau montiert, der unter der Wasseroberfläche auf einem 260 m langen Schienensystem bewegt wird. Das Eigengewicht des Hubscherenaufbaus beträgt 5 t, die Traglast zum Transport des Bootes beträgt weitere 2,5 t.

Flexibilität und Modularität gefragt

Die Steuerung der Bühne besteht aus einem Panel-PC als zentrale Plattform sowie den dezentralen EtherCAT-I/O-Klemmen. „Da wir es bei der Seebühne mit teilweise sehr ungewöhnlichen Herausforderungen zu tun haben, ist die Flexibilität der Beckhoff-Steuerungstechnik und ihre Modularität für uns von entscheidender Bedeutung“, wie Alfred Beck, Geschäftsführer der STB Steuerungstechnik Beck, betont. „Nachträgliche Änderungen und Ergänzungen sind damit jederzeit und ohne großen Kostenaufwand möglich; zur Realisierung zusätzlicher Funktionen können wir einfach weitere Klemmen in das System einfügen. Wesentlich bei der Entscheidung für die Beckhoff-Steuerungslösung war auch ihre kompakte Bauform, die dem begrenzten Einbauraum auf einer Bühne sehr entgegenkommt.“ kk

Diese Themen interessieren Sie? Mit unserem wöchentlichen fluid-Newsletter sind Sie immer auf dem Laufenden.

Sie möchten gerne weiterlesen?

Registrieren Sie sich jetzt kostenlos:

Bleiben Sie stets zu allen wichtigen Themen und Trends informiert.
Das Passwort muss mindestens acht Zeichen lang sein.
*

Ich habe die AGB, die Hinweise zum Widerrufsrecht und zum Datenschutz gelesen und akzeptiere diese.

Mit der Registrierung akzeptiere ich die Nutzungsbedingungen der Portale im Industrie-Medien-Netzwerks. Die Datenschutzerklärung habe ich zur Kenntnis genommen.

Sie sind bereits registriert?