ACHEMA

Bild: Dechema Ausstellungs-GmbH

Ob man Frankfurt schön findet oder nicht, darüber lässt sich trefflich streiten. Für Fluid-Branchenvertreter gibt es zumindest alle  drei Jahre einen guten Grund, einen Fuß in die Main-Metropole zu setzen. Und zwar dann, wenn die Achema wieder ihre Pforten öffnet, so wie dieses Jahr vom 15. bis zum 19. Juni. „Jeder, der in der Prozess-industrie arbeitet oder in diesem Bereich forscht, bekommt auf der Achema einen einmaligen und umfassenden Überblick über das, was es schon gibt, und das, was kommen wird“, sagt Dr. Thomas Scheuring, Geschäftsführer der Dechema Ausstellungs-GmbH, einer Mitveranstalterin der Achema. „Ergänzt um die persönlichen Kontakte mit Ausstellern und Besuchern ergeben sich daraus unverzichtbare Impulse für die eigene Arbeit.“

Anlagenteile nach dem Lego-Prinzip

Zu sehen gibt es jedenfalls viel. Auf der Achema 2015 wird die traditionell größte Ausstellergruppe der Pumpen, Kompressoren und Armaturen auf 34.000 m² die Innovationskraft des Mittelstands präsentieren. Und die Impulse, von denen Scheuring spricht? Die liegen laut Achema-Trendbericht unter anderem in einer Produktivitätssteigerung durch Automatisierung und Vernetztung. Weil produzierende Unternehmen vor der Herausforderung stehen, ihre Prozesse effizienter zu gestalten und dazu eine immer höhere Automatisierung benötigen, wirkt sich dies auch auf die Anforderungen an Pumpen, Kompressoren und Armaturen aus: Sie müssen sich in Automatisierungskonzepte flexibel einbinden lassen, müssen kommunikativer werden. Deshalb bieten die Hersteller zunehmend Systemlösungen oder sogar Package-Units an, die mehr leisten als das reine Produkt Prozesspumpe‚ Verdichter oder Regelventil bisher bot. Die Entwicklung geht deshalb zur dezentralen Intelligenz auf Komponentenebene.

Intelligent, dezentral, vernetzungsfähig

Branchenbeobachter erwarten laut Achema-Trendbericht, dass in Zukunft wesentlich mehr Intelligenz und Funktionalität in die Feldebene wandern. Der Trend zur Modularisierung von Anlagen, bei denen standardisierte Komponenten oder Anlagenteile nach dem Lego-Prinzip miteinander verbunden werden, tut ein Übriges: Wenn Komponenten je nach Anwendung flexibel miteinander kombiniert werden oder ein Austausch binnen einer Stunde gefordert wird, muss die Technik sich schnell neuen Anforderungen anpassen und in verschiedenste Systeme einbinden lassen. Niedrige Lebensdauerkosten, Energieeffizienz und Baukastenprinzip haben sich dementsprechend auch die Aussteller auf die Fahnen geschrieben, wie ein virtueller Rundgang beweist:

Halle 8.0

Sigma Air Kaeser

Halle 8.0, Stand A4: Kaeser Kompressoren zeigt den Sigma Air Manager 2 (SAM 2). Bild: Kaeser Kompressoren

Kaeser Kompressoren, Halle 8.0, Stand A4, zeigt auf der Achema 2015 Highlights für die innovative Drucklufterzeugung in der Prozessindustrie: Der neuartige Vollstrom-Rotationstrockner namens i.HOC in Kombination mit einem trockenlaufenden Schraubenkompressor der DSG-Serie sorgt laut Hersteller für erstklassige Trocknungsqualität mit stabilen Taupunkten bis -40 °C bei gleichzeitig höchster Effizienz auch unter anspruchsvollsten Gegebenheiten. Die maschinenübergreifende Steuerung Sigma Air Manager 2 (SAM 2) ist dafür konzipiert, eine Druckluftstation so zu managen, dass sie die bestmögliche Leistung bei minimalem Energieverbrauch bringt. Sie optimiert unter anderem die Druckgüte, passt die Förderleistung der Kompressoren-Station bei schwankendem Verbrauch automatisch an, optimiert umfassend die Energieeffizienz auf Basis von Regelverlusten, Schaltverlusten, Druckflexibilität und macht die Druckluftstation fit für künftige Predictive-Maintenance-Service-Leistungen wie Sigma Smart Air.

Mit den neuen Schraubengebläse EBS und FBS ist es Kaeser gelungen, seine energiesparende Sigma-Schraubentechnologie vom Normaldruck- auf den Niederdruckbereich zu übertragen. Im Vergleich zu herkömmlichen Drehkolbengebläsen sind die neuen Schraubengebläse um bis zu 35 Prozent effizienter.

Grundfos

Halle 8.0, Stand C94: Grundfos hat ein pumpenspezifisches Remote Management entwickelt. Bild: Grundfos

Grundfos, Halle 8.0, Stand C 94, hat seine Pumpen bereits auf die Bedürfnisse von Industrie 4.0 abgestimmt: Das Grundfos Remote Management (GRM) dient als internet-basiertes Telemetriesystem sozusagen als Auge und Ohr zur Überwachung entfernt installierter Pumpensysteme. Dazu sind die Pumpen und Steuerungen mit einem GPRS/GSM-Modul verbunden, der die Daten per Mobilfunk drahtlos zu einem zentralen Grundfos-Server sendet. Der Zugriff auf den Server und die Daten erfolgt mit Hilfe eines internetfähigen Endgerätes (z.B. Tablet, etc). Vorteile bietet das Remote Management allen Betreibern, die auf eine kostengünstige Fernüberwachung und einen zuverlässigen Fernzugriff Wert legen, dafür aber keine komplette Leitwarte einrichten möchten.

hoerbiger eHydroCOM

Halle 8.0, Stand D28: Das System eHydroCOM von Hoerbiger. Bild: Hoerbiger

Dem Trend zu schneller, flexibler Produktionsanpassung folgend, bietet Hoerbiger, Halle 8.0, Stand D28, eine neue, rein elektrische Leistungsregelung für Kolbenkompressoren an. Bei der Entwicklung wurde besonders auf die Möglichkeit einer einfachen Nachrüstung von bestehenden Anlagen geachtet. Die eHydroCOM- Mengenregelung verzichtet auf jegliche Hydraulikkomponenten und wird nur über Daten- und Stromkabel mit dem Schaltschrank verbunden. Auf sehr lange Wartungsintervalle ausgelegt, minimiert die neue Regelung die Energie- und Instandhaltungskosten gleichermaßen.

Das neue System bietet dem Anwender eine stufenlose Fördermengenregelung und erlaubt es, den Kompressor exakt auf die benötigten Volumenströme einzustellen. Die Fördermenge wird durch das Offenhalten der Ansaugventile geregelt. Nicht benötigtes Gasvolumen wird im beginnenden Kolbenhub fast ohne Energieaufwand zurück in die Ansaugleitung geschoben. Dann schließt das Einlassventil, und exakt die benötigte Gasmenge wird nun unter Energieeinsatz auf den Nenndruck verdichtet und ausgeschoben. So ergibt sich minimaler Energieverbrauch über die gesamte Leistungsbandbreite von 0 bis 100 Prozent.

Scherzinger Pumpen

Halle 8.0, Stand E78, Scherzinger präsentiert individuelle Zahnradpumpenlösungen für Förderanwendungen und Dosieraufgaben. Bild: Scherzinger

Scherzinger Pumpen zeigt in Halle 8.0, Stand E78, individuelle Zahnradpumpenlösungen für Förderanwendungen und Dosieraufgaben. Eine der speziellen Anwendungen, die das Unternehmen auf der Achema vorstellen wird, sind Zahnradpumpen, speziell für die Förderung von 32,5- bis 40-prozentiger Harnstofflösung (AdBlue) für Großdiesel mit Abgabeleistungen für bis zu 10 MW.

Diese Großdiesel werden hauptsächlich in Generatoren, Lokomotiven oder Schiffen eingesetzt. In dieser Pumpenanwendung kommen neben den typischen Anforderungen der hohen Dosiergenauigkeit und der pulsationsfreien Förderung noch weitere Herausforderungen auf die Pumpe zu. Sie muss, so wie die Dieselmotoren, extrem lange Standzeiten abbilden, um Wartungszyklen und damit Lebensdauerkosten so gering als möglich zu halten.

Eine weitere Herausforderung ist, dass die Pumpen gefüllt mit Harnstofflösung, einfrieren können. Dabei hat die Harnstofflösung die Eigenschaft ihr Volumen um bis zu elf Prozent zu vergrößern. Der dabei entstehende Eisdruck kann über 250 bar betragen. „Durch spezielle konstruktive Maßnahmen ist es Scherzinger gelungen“, sagt Vertriebsingenieur Georg Sieffert, „den Eisdruck zu kompensieren und dadurch ein Bersten der Pumpe sicher zu verhindern“.

Gemü Druckregelventile

Halle 8.0, Stand F4: Gemü hat wartungsarme und flexibel einsetzbare Druckregelventile dabei. Bild: Gemü

Gemü, Halle 8.0. Stand F4, hat aus Kunststoff gefertigte, wartungsarme und flexibel einsetzbare Druckregelventile im Gepäck. Je nach Funktion stehen drei Varianten zur Verfügung. Die Ventile sind in den Nennweiten DN 10 bis DN 100 erhältlich. Die gewünschten Drücke können bequem über eine Stellschraube je nach Bedarf eingestellt werden.

Gute Durchflusswerte gewährleistet das strömungsgünstige und totraumarme Design der Ventilkörper. Die Druckregelventile sind lageunabhängig einbaubar, zum Betreiben der Armaturen werden keine Hilfsenergien benötigt. Eine hermetische Trennung des Stellantriebs vom Medium sorgt für Langlebigkeit und Betriebssicherheit. Alle medienberührenden Teile werden aus hochwertigem Kunststoff gefertigt und halten selbst aggressiven Medien stand. Der Kunde kann je nach Anwendungsbereich aus verschiedenen Materialien für Körper und Dichtwerkstoff wählen. Ebenso sind unterschiedliche Anschlussarten verfügbar.

Ecochem Non-Seal

Halle 8.0, Stand 14: Zum ersten Mal präsentiert KSB auf der Achema 2015 die leckagefrei arbeitenden Spaltrohrmotorpumpen der Baureihe Ecochem Non-Seal. Bild: KSB Aktiengesellschaft, Frankenthal

Zum ersten Mal präsentiert KSB, Halle 8.0, H14, die absolut leckagefrei arbeitenden Spaltrohrmotorpumpen der Baureihe Ecochem Non-Seal. Diese sind für den Transport gefährlicher, aggressiver, entflammbarer sowie explosiver Flüssigkeiten konzipiert. Außerdem kommen sie bei der Förderung von giftigen, sehr heißen oder kalten sowie leicht flüchtigen und wertvollen Flüssigkeiten zum Einsatz. Die neue Baureihe ist eine Kombination aus der seit Jahren erfolgreich in der Verfahrenstechnik eingesetzten Chemienormpumpe MegaCPK und den modernsten Spaltrohrmotoren des japanischen Kooperationspartners Nikkiso.

Die Pumpen haben Abmessungen entsprechend der Norm ISO 2858 und erfüllen die Anforderungen der Normen DIN/EN/ISO 15783 sowie der API 685. Ein energieoptimiertes elektrisches Motordesign sorgt für sparsamen Betrieb. Der geräuscharm laufende Motor hat ein korrosionsbeständiges Spaltrohr aus Hastelloy (2.4610). Die neue Baureihe wird in vier Standardvarianten erhältlich sein: in je einer Ausführung für die Standardchemie, für Wärmeträgermedien, für polymerisierende oder ferrithaltige Medien sowie in einer Variante für Leichtsieder und Flüssiggase.

Halle 9.0

KTR Rotex

Halle 9.0, Stand C4: KTR zeigt die durchschlagsichere Kupplung Rotex Non Sparking. Bild: KTR

KTR, Halle 9.0, Stand C4, hat die Familie der Rotex-Kupplungen um eine innovative Variante für den wartungsfreien Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen erweitert: Die durchschlagsichere Rotex Non Sparking kann selbst im Verschleißfall des Dämpfungselements sicher weiterbetrieben werden und verhindert dabei zuverlässig jede Funkenbildung. Die Nockengeometrie besteht aus leitfähigem und hochfesten Kunststoff und wird auf die Nabengrundkörper, die weiterhin aus Stahl oder aus anderen Metallwerkstoffen wie Aluminium gefertigt werden, gespritzt.

Der neu entwickelte Kunststoff verhindert jegliche statische Aufladung und ist überdies so widerstandsfähig ausgelegt, dass selbst im Falle eines Totalverschleißes des Elastomer das Drehmoment weiterhin übertragen wird, ohne jede Gefahr der Funkenbildung. Wartungsarbeiten können damit problemlos in ein unkritisches Zeitfenster verschoben werden. Die durchschlagsichere und wartungsfreie Rotex Non Sparking ist nach Ex-Schutz beurteilt und bestätigt nach EG-Richtlinie 94/9/EG. Die Wellenkupplung ist axial steckbar und kompakt bauend. Sie bietet gute dynamische Eigenschaften, hervorragende Schwingungsdämpfung und niedrige Schwungmomente. Zum Programm gehören auch doppelkardanische Ausführungen für große Wellenverlagerungen bei geringen Rückstellkräften und guten dynamischen Eigenschaften.

FKM Compound

Halle 9.0, Stand E 14: COG präsentiert einen neuen Hightech FKM Compound. Bild: COG

Die Branche der Armaturen- und Gasindustrie fordert seit Jahren einen Dichtungswerkstoff mit einer geeigneten Tieftemperaturflexibilität, normkonform nach DIN EN 14141. Der Dichtungshersteller C. Otto Gehrckens, Halle 9.0, E14, hat jetzt den kälteflexiblen FKM-Compound Vi 840 entwickelt. Dieser ist nach DVGW DIN EN 682 (Typ GBL) erfolgreich getestet. Darüber hinaus hält der Werkstoff aber auch die wichtige Tieftemperaturflexibilität von über -40 °C ein und entspricht damit den Anforderungen zur Erfüllung der DIN EN 14141.

Mit einem TR-10 Wert von -40,1 °C eignet sich dieser Hightech-Compound für einen Einsatz bis -46 °C und erfüllt somit auch die wichtigen API 6A & 6D Normen. Zusätzlich stellt er seine Beständigkeit unter Beweis, belegt anhand der Norm DIN EN 13787. Diese Kombination von Eigenschaften ist laut Hersteller für einen FKM Dichtungswerkstoff im Markt bisher einzigartig und ist gleichbedeutend mit einem großen Fortschritt in der Dichtungstechnik für die Armaturenbranche und Gasindustrie

Halle 9.1

Rembe

Halle 9.1, Stand C26: Rembe präsentiert eine non-invasive Signalisierung für Prozessberstscheiben. Bild: Rembe

Ein von Rembe, Halle 9.1, Stand C26, entwickeltes, neues Herstellverfahren für Prozessberstscheiben verspricht zukünftig noch präzisere und wechseldruckbeständigere Produkte. Auch wenn das Unternehmen Details für sich behält, wurde zumindest so viel verraten: Mittels speziell entwickelter Laserschneid- und Abtragsmethoden ist es erstmalig möglich, sowohl zugbelastete als auch Umkehrberstscheiben mit maximaler Präzision zu fertigen. Die Ingenieure haben in jahrelanger Forschungsarbeit die bekannten Verfahren verfeinert und dadurch komplett neue Maßstäbe hinsichtlich der Bersttoleranzen gesetzt.

Extrem saubere Schnitte und Kerben erlauben minimale Toleranzen und außerordentlich hohe Beständigkeiten. Das Material der Berstscheibe wird nicht wie üblich chemisch angegriffen, statt dessen werden mittels des schonenden Rembe 3D-Contour-Precision Lasering-Verfahrens CPL-3 die Sollbruchstellen quasi chirurgisch in die Kalotte der Berstmembran eingebracht.

Das Resultat sind wesentlich längere Standzeiten und optimale Öffnungscharakteristika. Für den Betreiber bedeutet das vor allem eine Reduzierung von Stillstandszeiten.

Halle 9.2

Eisele Pneumatics

Halle 9.2, Stand F24: Eisele zeigt einen Baukasten für werkzeugfrei montierbare Mehrfachkupplungen. Bild: Eisele Pneumatics

Die Multiline Adaptiv von Eisele Pneumatics, Halle 9.2, Stand F24, ist eine hochsichere Mehrfachkupplung zum Anschluss von Funktionsgruppen an Maschinen. Montageaufwand und Rüstzeit lassen sich damit signifikant verringern. Durch ein komplett modulares Baukastensystem, in dem alle Einzelteile zueinander kompatibel sind, markiert dieses System einen entscheidenden Fortschritt gegenüber bisherigen Lösungen. Hat man einen Grundkörper bestehend aus Stecker und Dose ausgewählt und durch das Bohrbild die Anzahl der Anschlüsse und deren maximalen Außendurchmesser festgelegt, können mit Hilfe der Adaptiv-Einsätze genau die Anschlüsse kombiniert werden, die für eine bestimmte Anwendung erforderlich sind.

Spätere Änderungen oder Umbauten sind problemlos binnen weniger Minuten möglich. Die Einsätze sind unabhängig von Schlauchgrößen und Material nach Bedarf bestückbar. Mehrere Materialien (Alu, Edelstahl, Messing), verschiedene Durchmesser und unterschiedliche Absperrfunktionen und Dichtungen machen das modulare System zu einem echten Baukasten.

Halle 11.1

Bürkert stellt in Halle 11.1, Stand E62, mit FLOWave ein rundum neu konzipiertes Gerät auf SAW-Basis vor, ein Kompaktgerät zur Durchflussmessung in flüssigen Medien, das in einer ersten Ausführung aus einem Transmitter mit oder ohne Display und einem Sensor mit Clamp-Prozessanschlüssen besteht. Die zugrunde liegende Surface Acoustic Wave-Technologie (SAW) nutzt für die Messung eine Wellenausbreitung wie bei seismischen Aktivitäten.

Ein großer Pluspunkt der patentierten Technik ist, dass es keinerlei Einbauten oder Verengungen und damit auch keine Toträume im Messrohr gibt. Die Messung findet so ohne jeden Kontakt von Sensorelementen zum Medium statt. Die Rohrinnenseite kann mit der gleichen Oberflächengüte hergestellt werden wie der Rest der Rohrleitung und unterscheidet sich hinsichtlich Hygiene, Reinigung und Strömungsverhältnissen nicht von jedem anderen geraden Rohrstück. Es gibt keinen Druckabfall, es entstehen weder Fluideinwirkungen auf Sensorelemente noch sind Beeinträchtigungen durch diese auf das Medium möglich.

Die Auswahl des passenden Sensors ist einfach, da sich die Sensorvarianten hauptsächlich auf Nennweite und Prozessanschluss begrenzen. Wartungsarbeiten sind nicht nötig.

Autorin: Angela Unger, Redaktion

Gut zu wissen!

achema_2015Daten und Fakten: Achema 2015

  • Veranstaltungsort: Messegelände Frankfurt am Main, Ludwig-Erhard-Anlage 1
  • Öffnungszeiten: Vom 15. bis zum 18. Juni 2015 (Montag bis Donnerstag) von 9 bis 18 Uhr, am 19. Juni (Freitag) von 9 bis 16 Uhr.
  • Neben der Ausstellung gibt es Plenarvorträge, Podiumsdiskussionen (zum Beispiel am 17.6. von 13.30 bis 15 Uhr: Deutsche Energiewende – Zukunft oder Abseits) und Praxisforen. Eine Übersicht findet sich auf www.achema.de unter dem Menüpunkt Kongress.

 

„Wir wollen an unser Konzept ‘Dichtung plus’ anknüpfen“

Thomas Deigner

Thomas Deigner, Geschäftsführer von SKF Economos, will den Kunden helfen, Neue-
rungen schnell und günstig umzusetzen. Bild: SKF Economos

KurzInterview: Thomas Deigner, Geschäftsführer von SKF Economos Deutschland

fluid: Welches Resümee haben Sie aus der letzten Achema gezogen?

Für uns war besonders wichtig, dass der Markt die Plattformprodukte der SKF neben dem Wälzlager wahrnimmt, für die SKF Economos somit die Dichtungslösungen und Kunststofftechnik. Mit der letzten Achema haben wir verstärkt begonnen, komplette Modullösungen unter dem Aspekt „Dichtung plus“ anzubieten.

Der Kunde hat damit den Vorteil, dass er nur einen Ansprechpartner für die Komplettlösung hat. Dadurch ist das Zusammenspiel und die Funktion der Dichtstelle im Kunststoffteil aus einer Hand gegeben. Im Bezug auf die Dichtungswerkstoffe haben wir mit H-Ecopur (TPU-Basis) einen Werkstoff, der einerseits eine Beständigkeit in mineralölbasierenden Medien hat, aber auch bis 90 Grad Celcius in Salzwasser einsetzbar ist. Damit hat der Anwender bei unerwarteten Anwendungseinflüssen einfach mehr Sicherheit.

fluid: Welche Erwartungen haben Sie an die diesjährige Achema?

Wir wollen im Jahr 2015 an unser Konzept „Dichtung plus“ anknüpfen und haben hierzu unsere Fertigungstechnologie im 3D-Bereich für das Prototyping und die Pilotmengen ausgeweitet, um gerade beim Produktstart schneller und flexibler auf die Marktanforderungen zu reagieren. Mit diesen Konzepten wollen wir über den gesamten Produktlebenszyklus Partner für unsere Kunden sein.

Die Umsetzung erfolgt für elastomere und thermoplastische Bauteile im Prototyping bzw. der Pilotphase mittels der SKF-Seal-Jet-Technologie oder flexibler 3D-Fertigung ohne Formwerkzeuge. Für die Serien dann automatisiert gespant oder mittels Spritzgießformen. Der Produktauslauf kann dann wieder just-in-time ohne Formwerkzeuge erfolgen. Damit machen wir die Entwicklergedanken unserer Kunden mit dem Ansatz „Innovation in einem Tag“ schnell und kostengünstig greifbar. aru

 

„Große Resonanz“

André Artmann

André Artmann möchte die Achema 2015 zur Kontaktpflege zu Kunden und für Einblicke in die Entwicklungen der Branche nutzen. Bild: KTR

KurzInterview: André Artmann, Leiter Vertrieb Nordeuropa und Asien bei KTR

fluid: Welches Resümee haben Sie aus der letzten Achema gezogen?

Vor nunmehr einer Dekade haben wir uns auf den Weg gemacht, unser Kupplungsportfolio für die Pumpenindustrie gezielt zu erweitern. Die Resonanz auf unser Produktangebot, das wir dann auf der Achema 2012 präsentiert haben, war überwältigend. Für uns eine schöne Bestätigung dafür, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

fluid: Welche Erwartungen haben Sie an die diesjährige Achema?

Wir erhoffen uns umfassende Einblicke in die wirtschaftlichen und technologischen Entwicklungen der Branche. Dabei suchen wir den Dialog mit Pumpenbetreibern und Pumpenherstellern. So stellen wir sicher, unmittelbar auf mögliche sich ändernde Anforderungen des Marktes reagieren können. Natürlich wollen wir die Achema auch dafür nutzen, unsere Branchenpräsenz weiter auszubauen und die bestehenden Kontakte zu vertiefen.         aru

„Modularisierung und Automatisierung sind heiße Themen“

Thomas Scheuring

Dr.-Ing. Thomas Scheuring, Geschäftsführer Dechema Ausstellungs-GmbH. Bild: Dechema Ausstellungs-GmbH

KurzInterview: Dr.-Ing. Thomas Scheuring, Geschäftsführer der DECHEMA Ausstellungs-GmbH

fluid: Was werden die Highlights der diesjährigen Achema sein?

Thematische Highlights sind unsere drei Fokusthemen BiobasedWorld, innovative Prozessanalytik und industrielles Wassermanagement. Alle drei beeinflussen die Prozessindustrie in ihrer gesamten Breite; dementsprechend sind sie auch nicht in einzelnen Ausstellungsbereichen angesiedelt, sondern ziehen sich quer durch alle Gruppen.

Weitere heiße Themen sind Modularisierung und Automatisierung – Stichwort Industrie 4.0 – sowie die Energie- und Rohstoffeffizienz. Höhepunkte im Achema-Kalender sind sicher die Verleihung des Achema-Gründerpreises am 15. Juni sowie die Podiumsdiskussionen „Bioökonomie in der Shale-Gas-Falle?“ und „Deutsche Energiewende – Zukunft oder Abseits?“.

fluid: Auf der Achema 2012 präsentierten 1018 Aussteller ihre Produkte aus dem Bereich Pumpen, Kompressoren und Armaturen. Mit wie vielen rechnen Sie dieses Jahr in diesem Bereich?

Die Zahlen werden wieder ungefähr denen von 2012 entsprechen.

fluid: Wenn Sie die Achema 2012 und die diesjährig Achema vergleichen: Wohin entwickeln sich die Trends in den unterschiedlichen Bereichen?

Die Integration verschiedener Bereiche wird immer stärker – ob getrieben durch die Automatisierung oder das Streben nach Effizienz, wer heute einen Prozess entwickelt, muss von Anfang an alles mitdenken – im Zweifelsfall bis hin zur Verpackung. Gleichzeitig wird die Prozessindustrie immer flexibler; in verschiedenen Regionen der Welt werden unterschiedliche Rohstoffe verarbeitet, Produkte werden auf den Kunden zugeschnitten und dementsprechend in kleinen Chargen produziert.

fluid: Wie sieht die Besucherentwicklung insgesamt aus?

Wir rechnen mit ähnlichen Besucherzahlen wie 2012; aber wirkliche Aussagen können wir dazu erst machen, wenn die Tore am Freitag schließen.

fluid: Welche Erwartungen hegen Sie an die diesjährige Messe?

Die Achema wird einmal mehr globaler Treffpunkt und Innovationsmotor für ihre Branchen sein. Gerade die zunehmende globale Aktivität, die unterschiedlichen Rahmenbedingungen in verschiedenen Ländern und die Entwicklungen in Schwellenländern, die inzwischen mit eigenen Technologien auf dem Markt antreten, machen den internationalen Austausch unverzichtbar. aru

 

„Wir haben die aktive Kontaktpflege im Fokus“

Thomas King

Thomas King, Vertriebsleiter bei Scherzinger Pumpen, freut sich darauf, den Kunden auf der Achema neue Produkte vor-
stellen zu dürfen. Bild: Scherzinger Pumpen

KurzInterview: Thomas King,  Vertriebsleiter bei Scherzinger Pumpen

fluid: Welches Resümee haben Sie aus der letzten Achema gezogen?

Die Achema ist für uns immer wieder eine attraktive Messe, auf der wir viele neue Kontakte knüpfen. Unterm Strich also ein absolutes Muss für alle Hersteller in der Chemie- und Verfahrenstechnik!

fluid: Welche Erwartungen haben Sie an die diesjährige Achema?

Wir haben die aktive Kontaktpflege zu unseren Bestandskunden im Fokus. Darüber
hinaus freuen wir uns, unseren Besuchern einige spannende Neuprodukte vorstellen zu dürfen. aru