I/O-Module

Mit modular zuschaltbaren I/O-Modulen kann die Zahl der hydraulischen Antriebe erfasst werden. Das Modul übernimmt die Positions- und Druckerfassung sowie die Ansteuerung der Stetigventile und erfüllt alle hydraulikspezifischen Anforderungen wie Kurzschluss- und Überlastfähigkeit. Bild: Bosch Rexroth

Die neuen Motion Controls von Bosch Rexroth erfüllen durch dezentrale Intelligenz und offene Standards für die Kommunikation die Voraussetzungen für eine horizontale und vertikale Integration. Sie handeln autonom und binden sich selbstständig in einen veränderbaren Kontext ein. Damit kombinieren Maschinenhersteller die physikalischen Vorteile der Hydraulik, wie hohe Kraftdichte, mit den Anforderungen aus Industrie 4.0.

Hydroformpresse

Die 2500-t-Hydroformpresse im Prototyping Center der Gräbener Maschinentechnik. Bild. Gräbener Maschinentechnik

Die dezentral-intelligenten Motion Controls für die Steuerungs- und Aktorenebene decken die Anforderungen von Industrie 4.0 auch für hydraulische Aktoren ab. Die Palette reicht von dem Motion Logic System IndraMotion MLC für dezentrale und zentrale Konzepte für bis zu 64 elektrische und hydraulische Antriebe. Auf Antriebsebene stehen controllerbasierte Ein- und Mehrachsregler sowie die schaltschranklosen Regelelektroniken IAC-Multi-Ethernet zur Verfügung. Hier ist der Antriebsregler vollständig in das Ventil integriert.

Diagnosewerkzeuge

Leistungsfähige Diagnosewerkzeuge vereinfachen Inbetriebnahme und Service. Bild: Bosch Rexroth

Die Motion Controls stellen sich als autonome Systeme softwaregesteuert auf veränderbare Prozessbedingungen ein. Dazu hat Rexroth zahlreiche bislang mechanisch ausgeführte Funktionen in die Software verlagert. Mit vorprogrammierten Best-in-Class-Reglern für Position, Druck, Kraft und Geschwindigkeit sowie ablösende Regelung können Maschinenhersteller schnell hydraulische Bewegungsabläufe realisieren. Alle Motion Controls nutzen die standardisierten Programmiersprachen auf Basis der IEC61131-3.

Bei der elektrischen Erstinbetriebnahme müssen die Techniker keine vertieften Hydraulikkenntnisse mitbringen. Die wizardgestützte Software führt sie mit speziell auf die Hydraulik abgestimmten Dialogen schnell zum Ziel. Damit entkoppelt Rexroth die Antriebsphysik von der Automatisierung und bindet die Hydraulik nahtlos in übergeordnete Systeme ein.

Über eine offene Multi-Ethernet-Schnittstelle fügen sich die Motion Controls in horizontal und vertikal vernetzte Konzepte ein. Für den offenen Echtzeit-Datenaustausch unterstützt sie Sercos, Ethercat, Ethernet IP, Profinet RT und Varan. Die Einstellung des jeweiligen Protokolls erfolgt per Software. Das reduziert den Logistikaufwand, da eine Hardwarevariante alle Möglichkeiten abdeckt. Mit den offenen Schnittstellen und den Best-in-Class-Reglern können Maschinenhersteller auch mit hydraulischen Aktoren eine schnelle Vernetzung in unterschiedlichsten Konzepten erreichen. bf

Autor: Bosch Rexroth