Screenshot Tool mit CAD, Bild: Aventics
Das neue Tool sollte Entwicklungsmöglichkeiten bieten und wurde auf die Anforderungen der Aventics-Anwender zugeschnitten. So etwa mit einer rollierenden Änderungszeile oder eine mehrsprachige Datenbank. Bild: Aventics

Sehr positiv bewertet Buschmann das Startfenster der Inneo Startup Tools: „Die Bosch-Lösung war doch sehr komplex und schwer zu administrieren. Das Start-up-Tools-Startfenster macht dagegen nicht nur mir weniger Arbeit, sondern es verkürzt zudem noch die Startzeit des CAD-Systems.“ Der Anwender kann nun beim Start – je nach seinen Rechten – die Produktiv- oder die Entwicklungsversion der CAD-Lösung aufrufen, ebenso besteht die Auswahl zwischen CAD-System mit oder ohne PDM.

Weitere Optionen sind der Start mit Zusatzmodulen wie Plastics Advisor oder der chinesischen Oberfläche für die Kollegen aus diesem Land. Aventics hat an allen Produktstandorten in Deutschland, Frankreich, Ungarn, China und den USA sowie einigen Landesgesellschaften CAD-Anwender und vielfach für PDMLink lokale Content-Cache-Server laufen. Wichtig ist deshalb auch die Synchronisierung der Startup-Tools-Lizenzen und -Einstellungen von Laatzen in die Standorte. Hier besteht noch Entwicklungsbedarf, Inneo und Aventics arbeiten derzeit an der Optimierung der bestehenden Lösung.

Nutzung der Bibliotheken

Ein weiteres Zukunftsprojekt ist die Nutzung der in den Startup-Tools vorhandenen Bibliotheken beispielsweise für Normteile, aber auch für eigene Pneumatikkomponenten, die nicht nur an Kunden verkauft werden, sondern auch in der eigenen Schaltschrankentwicklung zum Einsatz kommen. Zunächst allerdings standen und stehen weitere Aktualisierungen der CAD- und der PDM-Komponente auf dem Plan. So wurde PDMLink anfangs in derselben Version 9.1 wie bei Bosch eingeführt, um nicht zusätzlich zur Datenübernahme noch den Problemen gegenüberzustehen, die ein Versionssprung mit sich bringen kann.

„Dann kam uns die Umstellung sämtlicher Server dazwischen“, ergänzt Buschmann, „die Priorität hatte und das GoLive der neueren Pro/Engineer-Version um ein Jahr verzögerte.“ So kam der Umstieg auf Wildfire 5 erst im Mai 2015, im Februar 2016 folgte das Update von PDMLink auf Version 10.2 – was wiederum die Voraussetzung für den Sprung auf die aktuelle CAD-Systemversion Creo 3.0 sein soll, deren Einführung für Ende 2016 geplant ist.

„Man muss die Anwender mitnehmen und darf die Updatesprünge nicht zu kurz nacheinander und nicht zu groß werden lassen“, erläutert Buschmann. „Inneo half uns bei der Vorbereitung und Implementierung der Creo-Versionen und übernahm zudem die Schulung der Anwender“. Hier kamen teilweise Partner aus Inneos PLM Elite-Netzwerk zum Zug, beispielsweise für die Schulungen in China und in den USA. Für die Standorte in Stockholm und im ungarischen Eger wurden die Schulungen per WebEx gestreamt.

Out-of-the-Box-Lösung

Die „Out-of-the-Box“-Lösung, wie sie Inneo mit den Startup-Tools liefert, ist Buschmann auch bei den Updates wichtig: „Bei einer Eigenentwicklung müsste man eventuell einiges neu programmieren. Nun ist dieser Aufwand bei Inneo, und wir können beruhigt auf weitere Updates, beispielsweise auf Windows 10, schauen.“ Der Aufwand werde sich seiner Meinung nach sehr in Grenzen halten, da Inneo die Startup Tools anpasse und entsprechende Migrationslösungen für Einstellungen und Daten schaffe.

„Wir sind kein Teil eines Großkonzerns mehr, sondern ein mittelständischer Betrieb. Entsprechend kleiner sind unsere IT-Ressourcen. Wir haben heute ein Zehntel der Manpower, die uns früher in diesem Bereich zur Verfügung stand, und müssen trotzdem dieselbe Entwicklungsumgebung zur Verfügung stellen können. Mit den Startup Tools bietet Inneo eine sehr interessante Sammlung von Zusatztools, die unsere gewohnte Funktionalität weitgehend abbilden, aber weitaus weniger Arbeit in der Administration machen. Bei der Aktualisierung der Entwicklungswerkzeuge unterstützt uns das Systemhaus ebenfalls.“ hei