Prof. Jürgen Weber

Prof. Jürgen Weber, TU Dresden

Hochinteressante Ergebnisse liefert zum Beispiel die numerische Strömungsmechanik (CFD) in Kombination mit Visualisierungen von Strömungsvorgängen.

Sie sind Leiter des Instituts für Fluidtechnik an der TU Dresden. Wie viele Mitarbeiter hat das IFD aktuell?

Nun, es sind knapp 30 wissenschaftliche Mitarbeiter, die meiner Professur zuzuordnen sind. Im Moment kommen zusätzlich etwas über 20 Mitarbeiter dazu, die zur Professur für Baumaschinen gehören, welche ich übergangsweise leite.

Für den Baumaschinen-Bereich sah es letztes Jahr erst düster aus, bis die Stiftungsprofessur organisiert war. Wie lief das ab?

Seit Professor Kunze in Ruhestand gegangen ist, betreut er noch einige Projekte von Doktoranden. Der Lehr- und Forschungsbetrieb läuft dank des Engagements der wissenschaftlichen Mitarbeiter unter meiner Leitung weiter. Bis die Stiftungsprofessur besetzt ist, gehört die Professur sozusagen zum IFD. Die erste Runde des Berufungsverfahrens startete am ersten März. Es haben sich einige Kandidaten beworben, die dann eine Art Probevorlesung halten, wobei sie auch ihre Vorstellungen im Bereich Lehre und Forschung präsentieren. Wir verwenden ein sogenanntes Fast-Track-Verfahren, das heißt bei dieser Veranstaltungen sind Gutachter eingeladen, die noch am selben Tag ein Resümee anfertigen, sodass wir relativ kurzfristig entscheiden und weiterverhandeln können.

Welche Schwerpunkte hat die Forschung am Institut?

Betrachten wir die Professur für Fluid-Mechatronische Systemtechnik. Es gibt eine ganze Reihe von Projekten, die sich an fluidtechnischen Komponenten orientieren und auch einen gewissen Grundlagencharakter haben. Das sind Projekte zu hydrostatischen Verdrängereinheiten, Ventiltechnik und Aktorik. In dem Zusammenhang geht es auch um neuartige Komponenten und alternative Aktorprinzipien. Bei den Pumpen drehen sich die Fragestellungen insbesondere um die numerische Zugänglichkeit, zum Beispiel der Strömungsvorgänge. Das ist an sich der Schwerpunkt, der bei den Verdrängereinheiten immer wieder durchscheint. Das heißt, wir versuchen auf numerischem Wege die Vorgänge, die in den Pumpen ablaufen, transparent zu machen, sodass man mit diesem Verständnis konstruktiv Einfluss nehmen und optimieren kann.

Uns beschäftigt an vielen Stellen die Visualisierung von Strömungsvorgängen. Diesen Schwerpunkt möchten wir pflegen.

Prof. Jürgen Weber, TU Dresden