Ein weiterer wichtiger Punkt neben der Effizienz von Pumpen und Motoren ist die Geräuschentwicklung. „Ich höre immer noch den Radlader um die Ecke fahren“, sagt Prof. Weber, „das ist ein Thema, wo wir in der Vergangenheit noch nicht so erfolgreich gewesen sind, wie ich mir das wünschen würde. Ich glaube, dass die Geräuschentwicklung in den Pumpen und Motoren aufgrund der Umsteuervorgänge im Inneren ein enormes Arbeitsgebiet ist für alle, die sich forschungsseitig damit beschäftigen. Und da schließe ich mich und das Institut ein, ebenso wie die Komponentenlieferanten.“

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Neben Produktivität und Zuverlässigkeit spielt das Thema Geräuschentwicklung eine immer wichtigere Rolle in der Hydraulik. Bild: Liebherr

„Klar ist Geräusch ein Thema“, bestätigt auch Dr. Krieg von Parker. „Aber es haben sich schon Generationen von Studierenden und Professoren mit dem Thema beschäftigt. Wir haben eine Umsteuerung, wir haben eine Pulsation, die dann schlussendlich in Luftschall übergeht. Es ist die Frage, wie viel der Kunde dafür bereit ist zu tun.“

Die Primärschallunterdrückung werde wohl noch mehr ein Thema, wenn in Zukunft bei mobilen Maschinen die Verbrennungsmotoren durch Drehzahlabsenkung leiser werden, und man dann die Hydraulik noch mehr heraushört.

Fünfte Expertenrunde fluid: Hydraulikpumpen und Hydromotoren

„Leider ist es widersprüchlich“, gibt Prof. Weber zu bedenken. „Wenn ich versuche, den volumetrischen Wirkungsgrad einer Einheit zu verbessern, muss ich meistens auch ein höheres Geräusch in Kauf nehmen oder umgekehrt. Wenn ich das Geräusch reduzieren will, geht das meistens damit einher, dass sich der volumetrische Wirkungsgrad, dass ich die Umsteuervorgänge nicht mehr ganz so gut und optimal gestalten kann.“