Rohrverschraubungen

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Es geht immer noch ein bisschen schlimmer. Bei Streufahrzeugen war es die Streusalz-Umstellung 2009/2010 auf Systeme mit Calciumchlorid, das zudem noch flüssig ausgebracht wird. Selbst A2-Edelstahl bekommt unter diesen Bedingungen Probleme mit Korrosion. Mittlerweile werden die Streuaufsätze bei manchen Herstellern jedes Jahr neu mit Wachs überzogen, um die Lebensdauer zu erhöhen. Und ganz ehrlich: Bei Düngereinsatz geht es Landmaschinenherstellern nicht viel besser.

Natürlich geht es nicht überall so schlimm zu. In einer trockenen Werkhalle sind die Anforderungen weitaus weniger hart, und auch ein gewöhnliches Hydraulikaggregat, das bei Regen im Freien steht, kommt mit vergleichsweise herkömmlichem Korrosionsschutz relativ weit – zumindest wenn es nicht in den Smog-Areas von China, Mexiko oder anderen Schwellenländern steht, in denen die Schwefeldioxyd-Emissionen so hoch sind wie in den schlimmsten Tagen des Ruhrgebiets. Global gesehen ist saurer Regen nicht nur ein Phänomen der 1980er-Jahre…

Schon diese kurze Aufzählung zeigt: Beim Korrosionsschutz gibt es kein „one size fits all“, zumindest wenn man nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen will oder Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen komplett außer Acht lässt. Bleibt also die Frage: Was tun, wenn man, wie bei Hydraulikverrohrungen üblich, auf Stahl als Werkstoff setzen möchte, den lästigen Rost aber weitgehend verhindern will?

Über dieses Thema diskutierten in der zweiten fluid-Expertenrunde Vertreter der beiden großen Hersteller Parker und Eaton, Oliver Neiske und Thomas Schmidt, sowie Karsten Stamm, Inhaber des Werkstoff- und Korrosionslabor Marienheide. Eine Video-Aufzeichnung der gesamten, an manchen Stellen durchaus kontroversen, Gesprächsrunde finden Sie auf unserem YouTube-Kanal.