Ingrid Fackler

Bayerns Maschinenbauer bekommen die abflauende Konjunktur auf dem Heimatmarkt deutlich zu spüren. Das Inlandsgeschäft sank im Juni um 41 Prozent, wie der Branchenverband VDMA am 2. August in München mitteilte.

Die neuen Auftragseingangszahlen seien ein „Indiz für eine an Schwung verlierende Investitionsgüterkonjunktur, insbesondere im Inland und bei den Euro-Partnerländern.“ Denn im Juni stagnierten die Umsätze der deutschen Industrie nahezu, die Auslandsnachfrage ging sogar um 0,1 Prozent zurück, schreibt Spiegel online am 8. August 2011.

Auch die besonders starke und wichtige Maschinenbaubranche verzeichnete laut VDMA im Juni nur noch ein reales Wachstum von einem Prozent. Vorerst liege die Abkühlung in Deutschland laut VDMA-Chefökonom Ralph Wiechers noch am Auslaufen sogenannter Nachholeffekte. Investitionen, die während der Krise aufgeschoben wurden, seien nun getätigt. Die Wirtschaft schalte einen Gang zurück.

„Ungeachtet zunehmender Rezessionsängste und der Einbrüche an den Börsen sieht die Bundesbank die deutsche Konjunktur weiter im Aufwind“, berichtet hingegen die dpa am 23. August 2011. Die Nervosität durch das Auf und Ab an den Börsen lässt die Branche nicht zur Ruhe kommen.

Dabei geht es den Unternehmen gut, sie jammern auf hohem Niveau. So konnte das Unternehmen Bosch Rexroth im vergangenen Jahr einen Umsatz von über fünf Milliarden Euro weltweit generieren, wie Vertriebschef Europa Mitte, Wolfgang Altmann, ab Seite 16 im Exklusivinterview berichtet, und erzielte alleine im deutschsprachigen Raum ein Umsatzplus von 18 Prozent auf 1,25 Milliarden Euro.

Dass sein Unternehmen von der Krise letztendlich völlig unberührt blieb, schildert hingegen Hubert Becker als Geschäftsführer des Werkzeug- maschinenbauers Waldrich Coburg ab Seite 86. Überraschend an dieser Erfolgsgeschichte: Das Unternehmen gehört seit 2005 einem chinesischen Staatskonzern.

Wahre Indizes der konjunkturellen Stimmung in Deutschland werden sicherlich die Herbstmessen wie EMO oder Motek sein – wir sind gespannt. Wie immer wünschen wir Ihnen eine interessante Lektüre, Ihr gesamtes fluid-Team mit