Franz Graf, ehemaliger Chefredakteur fluid

Franz Graf, ehemaliger Chefredakteur fluid

...Supermarkt, sondern von der Kuh kommt. Das Lied strahlt die Freude über Wachstum, Gedeihen und den Genuss nach der Ernte aus.

Dass im Märzen der Bauer die Pferde anspannt, ist lange her. Heute prägen beispielsweise in der Rodetechnik für Zuckerrüben leistungsfähige 6-reihige, zunehmend 9-reihige und teilweise bis zu 12-reihige selbstfahrende Köpfrodebunker das Bild.

Und nachdem die Agrarwirtschaft schon immer mit der Leistungsfähigkeit ihrer Gerätschaften wuchs, verwundert es auch nicht, dass heute wahre Kraftpakete über Äcker und Felder walzen. Von Schleppern mit Multimedia-Ausstattung, Luftfederung und nicht selten 500 PS unter der Haube ist hier die Rede.

Beim Lesen der vorliegenden fluid werden Sie sich fragen: warum so viel Landtechnik? Vielschichtige Gründe sprechen dafür: Die Landtechnik steht als Abnehmerbranche für die deutsche Hydraulikindustrie nach Bau- und Baustoffmaschinen immerhin an zweiter Stelle.

Schließlich hat zwischen Fluidtechnik und Elektrik der Wettbewerb um Marktanteile so richtig an Fahrt aufgenommen. Wir möchten mit der umfangreichen Berichterstattung aber auch das Vorurteil aus der Welt schaffen, Landtechnik sei nur Lowtech. Dass die vom 12. bis 16. November 2013 stattfindende Agritechnica in Hannover die weltgrößte Landtechnikmesse ist, sei hier nur am Rande erwähnt.

Um eine Technik nach vorne zu bringen, ist auch der Blick über den Tellerrand hinaus wichtig. Das ist auch der Grund, warum in der fluid auf Seite 8 ein Beitrag über elektrische Antriebe in der Landtechnik zu finden ist. An einem Kartoffelroder von Grimme und einer Ballenpresse von Krone offenbart der Autor Harald Dietel von Sensor-Technik Wiedemann, warum die Elektrifizierung bei mobilen Arbeitsmaschinen vielversprechend ist.

Hartmut Rauen, Geschäftsführer der VDMA-Fachverbände Antriebs- und Fluidtechnik, betont im Interview in diesem Heft: „Insgesamt zeigt sich, dass es ein Schwarz-Weiß, im Sinne von entweder hydraulische oder elektrische Antriebe, sinnvollerweise nicht geben kann. Die Hybridisierung ist daher auch bei mobilen Arbeitsmaschinen ein Thema.“

Mit welchen Stärken die Hydraulik punktet, dokumentieren wir in mehreren Beiträgen. Auf insgesamt 15 Seiten wird deutlich, warum die Fluidtechnik für die Landtechnik so enorm wichtig ist. Deshalb sehen wir uns in Hannover.

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