Ingrid Fackler

Jetzt geht‘s aber rund mit der Industrie 4.0 – keine Komponente möchte mehr hintanstehen und nicht mit allen anderen komunizieren können. Was auf der Hannover Messe der große Hype war, setzt sich jetzt auf der Achema fort. Ingrid Fackler

So müssen auch im verfahrenstechnischen Anlagenbau Pumpen, Kompressoren und Armaturen gesprächiger werden und miteinander in Kommunikation treten – auch hier ist die weitere industrielle Automatisierung nicht aufzuhalten. Vorreiter sind mal wieder deutsche Unternehmen, die in unserer Messevorschau zur Achema ab Seite 8 zu Wort kommen.

Ganz grundsätzlich befähigt die dezentrale Intelligenz auf der Komponentenebene also auch zur Produktion immer individuellerer Erzeugnisse. Die Möglichkeit, alle Komponenten zu überwachen und vorausschauend warten zu können, ermöglicht einen reibungslosen Produktionsablauf. Durch Industrie 4.0 werden Anlagen und Komponenten auf allen Ebenen transparent. Echtzeitfähige Bussysteme sind also gefragt, die einen schnellen Datenaustausch zwischen zentraler Leittechnik und dezentralen Komponenten ermöglichen.

Auch in der Vakuumtechnik wird die Visualisierung von Prozessdaten immer wichtiger. Hier hat Schmalz (Beitrag Seite 48) einen elektronischen Vakuum- und Druckschalter entwickelt, der Unter- und Überdruck in Automatisierungs- und Handlingsystemen misst und überwacht. Auch wireless: Der nötige Punkt-zu-Punkt-Kontakt zwischen Schalter und Smartphone stellt den Zugriff auf das gewünschte Gerät auch ohne Spannungsversorgung sicher.

Der Trend geht zu immer mehr Steuerungsfunktionen im Antrieb. Dass auch die hydraulische Antriebstechnik sich modular in Maschinenkonzepte einfügen lässt, demonstriert der Beitrag von Bosch Rexroth ab Seite 56, der den Fortschritt des Unternehmens bei der Industrie-4.0-Vernetzung dank Open-Core-Engineering beschreibt.

Und nicht zuletzt stellen wir Ihnen in dem Beitrag „Riesen zähmen“ von Hawe Hydraulik ab Seite 58 eine Ventilsteuerung mit CAN-Bus-Schnittstelle im praktischen Einsatz bei Forstkränen vor, die die Präzision feinfühliger Bewegungen erhöht, indem sie die Position des Schieberkolbens ständig überwacht und so den Volumenstrom an den aktuellen Bedarf der Verbraucher anpasst.

Ingrid Fackler, Chefin vom Dienst

Unterschrift Fackler

ingrid.fackler@konstruktion.de