Franz Graf

Was war das für ein ereignisreiches Jahr. Gleich in den ersten Monaten des Jahrgangs 2013 ergänzte Bucher Industries durch den Kauf von Ölhydraulik Altenerding sein Produktportfolio.

Bucher bekam den Zuschlag und hält heute 77,13 Prozent am Grundkapital des Ludwigsburger Automatisierungs-Spezialisten. Martin Jetter hingegen ist als Vorstandsvorsitzender zurückgetreten.

Lange Zeit war auch unklar, was mit dem Pneumatikbereich von Bosch Rexroth geschehen soll. Bereits im Frühjahr 2012 hatte Vorstandsvorsitzender Karl Tragl bekannt gegeben, die Pneumatiksparte veräußern zu wollen.

Dem Bereich sollten langfristig zusätzliche Wachstumschancen außerhalb des von Bosch Rexroth bedienten Markts der Fabrikautomation offenstehen. Mittlerweile ist eine Lösung gefunden.

Die deutsch-skandinavische Beteiligungsgesellschaft Triton hat das Pneumatikgeschäft übernommen. Fakt ist: Noch so mancher Konzern ist in Lauerstellung und von daher wird es in der Fluidtechnikbranche auch in der nächsten Zeit spannend bleiben.

Apropos Lauerstellung: Mit diesem Stichwort haben wir den im fluid Markt schon traditionsgemäßen Maschinenbau-Konjunkturbericht von VDMA-Chefökonom Dr. Ralph Wiechers in diesem Jahr überschrieben (Seite 20). Um es transparent zu machen: Die Weltwirtschaft hat 2013 noch nicht in den Normalmodus zurückgefunden.

Strukturelle Anpassungserfordernisse in Folge der Weltwirtschaftskrise 2008/2009 begrenzen weiterhin das Wachstum nicht nur des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus. Für umfangreiche Investments fehlt trotz des Ausbleibens weiterer Katastrophen vielen Investoren der Mut.

Statt der erwarteten, wenn auch schwunglosen Belebung der Nachfrage müssen die Maschinenbauer sich weiter in Geduld üben. Unterm Strich wird die Branche 2013 nicht um ein – wenn auch überschaubares – Minus der Maschinenproduktion herumkommen. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Viele setzen nun ihre Hoffnungen auf ein Ende der Hängepartie im kommenden Jahr 2014.

Was das für die Hydrauliker und Pneumatiker bedeutet? Es wird in den Abnehmermärkten auch weiterhin Gewinner und Verlierer geben. Die Fluidszene wird damit fertig werden: wenn sie entwicklungsfreudig bleibt, sie die Elektrik nicht als Eindringling sieht und ihr die Faszination der pysikalischen Gesetze der Fluidtechnik nicht abhanden kommt.

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