Franz Graf

Selten wurden die letzten Wochen eines Jahrgangs von der Wirtschaft mit so großem Interesse verfolgt wie in diesem Jahr. Noch so geringe Schwankungen im Auftragseingang werden aufmerksam registriert und analysiert.

So rechnen die VDMA-Volkswirte unterm Strich mit einem Produktionsplus von zwei Prozent. Das ist im Vergleich zum Vorjahr nicht gerade üppig, aber mehr, als noch im Frühjahr erwartet worden war. Und es ist mehr, als andere Branchen erzielen werden. Eines zeichnet sich heute aber schon deutlich ab: Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer gehen mit gemischten Gefühlen in die Planungen für 2013.

Die VDMA-Strategen selbst sehen für das kommende Jahr durchaus die Chance auf ein kleines Plus von zwei Prozent. Jedoch ist die Skepsis der wirtschaftlichen Akteure nach wie vor groß. VDMA-Chefökonom Dr. Ralph Wiechers in seinem Konjunkturbericht auf Seite 10 dazu: „Von einem bevorstehenden Aufschwung mag in Anbetracht nicht unerheblicher, immer wieder thematisierter Risiken kaum jemand reden.

Zur Maschinenbaukonjunktur 2013 besser passen dürfte die Formulierung ‚Auf ohne Schwung‘, wie sie der ehemalige BDI-Präsident Tyll Necker einmal wählte.“

Dr. Wiechers geht in seinem Bericht aber auch sehr ausführlich auf die Abnehmerbranchen von hydraulischen und pneumatischen Komponenten ein. An der Stelle nur eine kurze Positionsbeschreibung: Bau- und Baustoffmaschinen: leicht zurückgeschraubte Erwartungen; Fördertechnik: bislang weitgehend unbeeindruckt; Werkzeugmaschinen: in ruhigeren Bahnen; Kunststoffmaschinen: rückläufige Nachfrage nach Rekordjahr.

Die insbesondere für die Mobilhydraulik wichtige Landtechnikbranche ist geprägt von guten Wachstumsaussichten. In diesem Maschinenbauzweig ist im wahrsten Sinne des Wortes Bewegung drin – auch in technischer Hinsicht. Das belegen viele Beiträge in diesem Heft (S. 38, 54, 64, 70, 74).

So vorausschauend die fluid auch ist: Was 2013 mit sich bringt, kann auch sie heute noch nicht ansagen. Da müsste man eher einen Hellseher fragen – und selbst die tappen ja meist im Dunkeln. Aber was auch immer im nächsten Jahr in der Hydraulik und Pneumatik geschieht: fluid-Leser erfahren es so früh wie möglich. Möglichst wenig schlechte und viele gute Nachrichten.

Das wär`s, was ich Ihnen für das kommende Jahr wünsche.