Julia Lansen

Die meisten Menschen kennen sie – und glauben mindestens ein bis zwei davon zu haben: Problemzonen. Man mag es kaum glauben, aber dieses allzu menschliche Phänomen sucht auch diverse Industriebranchen heim. Die Hydraulik etwa stört sich häufig an dem Medium, das sie ausmacht: Öl. Julia Lansen

Auf dem weißen Teppichboden des Vorstandsflurs hatte ein Transportwagen schwarze Spuren hinterlassen.

Hektisch wurde versucht, das Malheur zu beseitigen – es barg die Gefahr, Assoziationen mit Öllecks heraufzubeschwören und das Image der Branche zu beschädigen.

Ein unnötiges Minderwertigkeitsgefühl. Die Hydraulik muss weder sich, noch ihr Arbeitsmedium verstecken. Das beweisen wir Ihnen in dieser Ausgabe in vielen Beiträgen ab Seite 10 und vor allem in unserem großen Branchenspezial Schiffbau ab Seite 45, einer Anwenderbranche, aus der die Hydraulik kaum wegzudenken ist.

Auch die Pneumatik macht sich so ihre Sorgen. Sie sei zu laut, hat sie sich als Kritik zu Herzen genommen. Da möchte nun aber die Forschung Abhilfe schaffen (S. 8). Sie sei ineffizient in Sachen Energieverbrauch, meckern andere. Und sowieso werde sie ja bald in vielen Bereichen durch die Elektrik ersetzt werden. Wahrscheinlich sind es Neider, die ihr das entgegenschmettern. Viele Automatisierungsaufgaben wären ohne sie nicht möglich – eine beneidenswerte Technik also.

Die Fluidbranche muss sich vor allem in Deutschland nicht verstecken, wo sie einen beachtlichen Anteil zum Erfolg des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus beiträgt.

Ein deutliches Bekenntnis zu seiner Faszination von der Fluidbranche möchte auch das Team der fluid ablegen, wenn es Ihnen die fluid ab der Ausgabe 9/2015 mit einem neuen redaktionellen Konzept und einem überarbeiteten Design als Das unabhängige Technikmagazin für alle Branchen präsentiert.