Joachim Vogl

Joachim Vogl

Das größte Problem scheint die Suche nach einem geeigneten Material für das Seil, wohingegen sich alle anderen Komponenten bereits mit heutiger Technik realisieren lassen. Daher bleiben wir vorerst auf dem Boden der Tatsachen.

Seit einiger Zeit wird von unterschiedlichsten Stellen behauptet, dass eine Verschiebung der Nachfrage von Hydraulik- zu Seilaufzügen zu beob­achten ist. Hohe Fahrgeschwindigkeiten und die Realisierbarkeit von schwindelerregenden Förder­höhen könnten die Gründe dafür sein.

Die Hydraulikbranche hat sich in jüngster Vergangenheit jedoch mächtig ins Zeug gelegt und setzt auf energiesparende, frequenzgeregelte Antriebe, mit denen sich im Vergleich zu herkömmlichen hy­draulischen Antrieben der Energieverbrauch um bis zu 37 Prozent reduzieren lässt. Gleichzeitig setzen moderne frequenzgeregelte hydraulische Antriebe neue Maßstäbe im Bereich der Wärmebilanz (siehe Seite 8).

„Darüber hinaus ist der Hydrauliklift grundsätzlich einfacher in der Montage, Installation und Wartung. Die Erdbeben-Sicherheit spricht ebenfalls für die Hydraulikvariante und eine bessere Schachtausnutzung ist auch gegeben“, weiß Tony Aschwanden, bei Bucher Hydraulics für den Verkauf der Aufzugs- und Industrie­hydraulik zuständig, zu berichten (siehe Titelgeschichte auf Seite 18).

Ein wichtiger und logischer Schritt auf dem Weg zu energieeffizienten Antriebskonzepten für hydraulische Aufzüge ist, wie bereits angeschnitten, die Nutzung moderner Frequenzumrichter.

Eine interessante Paket­lösung bietet beispielsweise Blain Hydraulics mit einem neuen hydraulischen Steuerventil namens EV4 und Yaskawa mit dem ebenfalls neuen Frequenzumrichter L1000H an (siehe Seite 22).

Wie man es auch dreht und wendet: Hydraulische Antriebe bleiben in vielen Anwendungsfällen eine echte Alternative oder sogar erste Wahl – so auch in der Aufzugsbranche. Die Mitte Oktober in Augsburg stattfindende Fachmesse Interlift wird das bestätigen.

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Joachim Vogl, Redakteur