Ingrid Fackler

Im Juli dieses Jahres hat der VDMA die Kampagne „Blue Competence“ als Nachhaltigkeitsinititative des deutschen Maschinenbaus ausgerufen: Auch mit Fluid Power – Engineering a better world!

Bereits zur EMO in Mailand 2009 hatte der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken VDW die Inititative für Nachhaltigkeit und Effizienz in der Produktion vorgestellt. Jetzt hat sich der VDMA mit zahlreichen Fachverbänden angeschlossen.

Um was geht es? Es geht darum, sich im umsatzstarken Markt der Umwelttechnologien zu positionieren. Denn Nachhaltigkeit ist heute in aller Munde, Unternehmen, die sich Nachhaltigkeit auf ihre Fahnen schreiben, sind erfolgreich.

Da hat der Maschinen- und Anlagenbau Nachholbedarf; denn der breiten Öffentlichkeit ist bislang nicht bekannt, mit welchen Technologien die Branche Lebensqualität verbessernde, umweltschonende sowie energie- und ressourceneffiziente Lösungen vorantreibt.

Der VDMA wird nun ein Label vergeben, mit dem sich auch Mitglieder des Fachverbands Fluidtechnik als besonders nachhaltig ausweisen können. „Diese Positionierung ist essenziell, um die enormen Marktchancen auszuschöpfen, die das Thema Nachhaltigkeit bietet“, ist beim VDMA nachzulesen.

Bleibt nur noch die Frage offen, wer eigentlich die Kriterien prüfen wird, nach denen dieses Label vergeben werden soll. Was bislang also grün war, wird nun blau. Blau ist die mit Abstand beliebteste Farbe und wird mit vielen positiven eigenschaften assoziiert: Sympathie, Harmonie, Freundlichkeit und Freundschaft. Die Symbolik Sauberkeit/Reinheit wird einzig von Blau als Sekundärfarbe bestimmt (Quelle: Internet).

Allerdings kann man auch sein „blaues Wunder erleben“, „das Blaue vom Himmel herunterlügen“ oder „sich grün und blau ärgern“. Wir machen Ihnen auch in dieser Ausgabe der fluid keinen „blauen Dunst“ vor – unsere Beiträge sind nicht „ins Blaue“ geschrieben. Die Lösungen der Unternehmen, über die wir in der fluid berichten, sind bereits heute durchweg energieeffizient und ressourcenschonend.

Da hat die Fluidbranche in den vergangenen Jahren ja bereits Lösungen vorgelegt, ob mit oder ohne sicht- und vermarktbares Label. Und wir haben das seit Jahren auch schon kommuniziert. Auf Ihr Feedback freut sich wie immer die gesamte fluid-Redaktion mit

Ingrid Fackler, Redakteurin