Franz Graf

Vom saisonalen Dezember-Geschehen sind erfreulicherweise keine Übergriffe, Ausschreitungen oder Exzesse zu melden. Der Countdown zum Lichterfest läuft eigentlich fast so normal wie jedes Jahr. Die Nikolaus-Invasion haben wir hinter uns, und es ist nichts davon bekannt, dass Ganoven im Tarngewand des heiligen Mannes Kaufhäuser oder Banken ausgeraubt hätten.

Die Nikolaus-Invasion haben wir hinter uns, und es ist nichts davon bekannt, dass Ganoven im Tarngewand des heiligen Mannes Kaufhäuser oder Banken ausgeraubt hätten.

Einigermaßen untypisch, was den Vergleich zu der Krisenzeit vor zwei Jahren betrifft, dürfte sich in diesem Jahr die Fluidbranche verhalten. „Die deutsche Fluidtechnik hat im Jahr 2011 einen rasanten Aufschwung gemeistert“, erklärte der wieder gewählte Vorsitzende des Fachverbandes Fluidtechnik im VDMA, Christian Kienzle, auf der Mitgliederversammlung in Weimar. Im Exklusiv-Interview in dieser Ausgabe (Seite 22) geht Kienzle auf Detailzahlen ein.

Nun hängt das Wohl und Wehe der Hydraulik- und Pneumatikszene von der Entwicklung der Abnehmerbranchen ab. Und da zeichnet sich, angefangen bei den vornehmlich mobilen Anwendungen über die klassischen Industrieausrüster bis hin zu den konsumnahen Bereichen, ein sehr positives Bild ab.

VDMA-Chefökonom Dr. Ralph Wiechers lässt in seinem Konjunkturbericht das Jahr 2011 Revue passieren, blickt für die fluid aber auch in die Zukunft. „Alte Rekorde in greifbarer Nähe“ – so ist der Beitrag auf Seite 12 überschrieben und bringt so den Verlauf der Maschinenbaukonjunktur auf den Punkt.

Der vorliegende fluid Markt 2012 skizziert aber auch die technischen Fortschritte der Fluidtechnik in so wichtigen Maschinenbauzweigen wie beispielsweise Bergbau-, Kunststoff- und Landmaschinen. Dass dabei in beinahe allen Technik-Trendberichten von Energieeffizienz die Rede ist, spricht für die Fluidtechnikindustrie.

Und wenn Sie dieses Heft aufmerksam lesen, werden Sie in fast jedem der Beiträge zwischen den Zeilen noch etwas anderes finden: die Erkenntnis, dass es in der Technikwelt heute kaum noch Monokulturen gibt. Wirtschaftlichkeit und Anwendungsgebiete diktieren heute primär, ob Hydraulik, Pneumatik, Elektrik oder Hybridtechnik zum Zuge kommen.

All das ist aber keinerlei Ausdruck von Sorge um die Zukunft der Fluidtechnik. Es hat in dieser Branche immer Menschen mit sehr großer Aufgeschlossenheit für neue Ideen gegeben. Auf dieses Engagement bauen wir, um weiterhin als Nutzwert-Vermittler fungieren zu können. In diesem Sinne hofft die fluid-Mannschaft auf eine gute Zusammenarbeit 2012.

Franz Graf, Chefredakteur