Natürlich spielen aber auch Weiterentwicklungen auf Komponentenebene eine Rolle für die Verpackungsbranche – vor allem Pneumatik- und Druckluftkomponenten dürfen hier nicht fehlen. Eine Weiterentwicklung von SMC Pneumatik (Halle 3, Stand 447) ist auf Basis der Serie SY5000-X500 für die rauen Bedingungen im Nassbereich entstanden: Die Clean Style Ventilinsel mit Schutzart IP69K. Sie ist staubdicht und geschützt gegen Berührung sowie Hochdruck- und Dampfstrahlreinigung. Ohne extra gekapselt zu sein, kann die Ventilinsel nah an der Anwendung verbaut werden, was Reaktionszeiten verkürzt und den Energieverbrauch reduziert. Zudem spart ihr reinigungsfreundliches Design Zeit bei der Anlagenreinigung.

Die Ventilinsel ist mit weichdichtendem Schieber oder Stahlschieber verfügbar. Die Ausführung mit Stahlschieber bietet eine Lebensdauer von bis zu 200 Millionen Schaltzyklen. Möglich sind viele verschiedene Ventilfunktionen wie 5/2-Wege-, 5/3-Wege- oder

2 x 3/2-Wege-Ventil. Optional ist ein Energiesparschaltkreis mit nur 0,1 Watt Leistungsaufnahme pro Spule verfügbar. Die Handhilfsbetätigung erlaubt eine einfache Wartung und Installation. Klein und leicht kann die Ventilinsel auch auf Robotern und in engem Maschinenraum montiert werden.

Besonders gut eingesetzt werden kann sie dort, wo Wasser verwendet wird. Dazu gehören die Lebensmittel- und Getränkeindustrie, etwa in Maschinen zur Fleischverarbeitung und -verpackung sowie in Abfüllanlagen für Getränke oder Joghurt. Auch für Dreh- oder Fräsmaschinen ist die Ventilinsel geeignet.

Ein weiteres, von SMC auf der Fachpack vorgestelltes Produkt sind die korrosionsbeständigen Zylinder der Serie CG5/CJ5. Sie verfügen über einen Spezialabstreifer, der das Eindringen von Wasser in den Zylinder verhindert und damit die Lebensdauer verlängert. Auch gegen Korrosion sind die Serien beständig: Alle Außenteile bestehen aus rostfreiem Stahl. Zudem entspricht ihr Schmierfett den FDA-Richtlinien. Damit sind sie unter anderem für den Einsatz in Maschinen der Lebensmittel- und Pharmaindustrie gerüstet. Die Zylinder sind geeignet für Anwendungen, in denen sie mit Wasser, Reinigungsmitteln und Lebensmitteln beziehungsweise sensiblen pharmazeutischen Stoffen in Berührung kommen.

Was auf der Fachpack jedoch auch zu finden sein wird: Komponenten, die die Pneumatik ersetzen werden. So zum Beispiel die industriellen Linearmotoren von Linmot (Halle 4, Stand 401). Hierbei handelt es sich um hochdynamische Konstruktionselemente für lineare Bewegungen. Da die Linearmotoren eine ähnliche Bauform wie Pneumatikzylinder aufweisen, jedoch frei positionierbar und wesentlich dynamischer als pneumatische Antriebe sind, werden sie dort eingesetzt, wo die herkömmliche Pneumatik nicht mehr ausreicht.

Das ist erreicht, sobald eine Anwendung mehr als zwei Positionen benötigt, die Positionen per Software geändert werden müssen, oder die Dynamik beziehungsweise die Lebensdauer eines Pneumatikzylinders nicht ausreicht. Die Linearmotoren des Unternehmens bieten zudem die Möglichkeit, Geschwindigkeit, Beschleunigung und Kraft genau vorzugeben, was die Inbetriebnahme erleichtert und die Prozessstabilität erhöht.

Als Konstruktionselemente ermöglichen die industriellen Linearmotoren die Realisierung von komplett neuartigen Funktionseinheiten, hochdynamischen Modulen oder ganzen Maschinen mit innovativen Lösungsansätzen, die bis heute mit traditionellen Elementen nicht realisierbar waren. Die hohe Integrationsdichte sowie die vielfältigen Möglichkeiten, LinMot Systeme in alle gängigen Steuerungssysteme einzubinden, verkürzen die Entwicklungszeit erheblich.

Hochleistungspumpen können Verfahrensingenieure durch Energieeffizienz, minimale Ausfallzeiten und sehr hohe Zuverlässigkeit überzeugen. Bei Pumpen von WP-Aro, die das Unternehmen in Halle 3 an Stand 201 vorstellt, sind die Standzeiten bis zu viermal so lang wie bei herkömmlichen Doppelmembranpumpen dank der speziellen Aro-Membrane und des patentierten Luftmotors. Sie eignen sich zum problemlosen Pumpen unterschiedlichster Materialien von sauberen, leicht viskosen Stoffen bis zu abrasivsen Medien mit hoher Viskosität. Zudem können auch grobkörnige Feststoffe gefördert werden.

Die Hochdruckpumpen sind anlaufsicher, pumpen vereisungsfrei im Dauerbetrieb unter Volllast und verbrauchen dabei weniger Druckluft als vergleichbare Modelle. Die Hochdruckpumpen schaffen eine Förderleistung von bis zu 650 Liter pro Minute und punkten durch ihre Edelstahlausführung. Die Hochdruckpumpen besitzen eine geschraubte Konstruktion, sind leicht zu installieren und widerstehen höchsten Belastungen. Aufgrund ihrer Bauart sind die Hochdruckpumpen vergleichsweise leicht sowie wartungs- und reparaturfreundlich.

Das Unternehmen Volkmann präsentiert in Halle 2 an Stand 224 einen Vakuumerzeuger der neuesten Generation. Das Exponat zeigt: Hinter den einfach-sten physikalischen Prinzipien verbirgt sich häufig ein ungeahntes Problemlösungspotenzial für die tägliche Betriebspraxis. Unter Berücksichtigung der teilweise hoch komplizierten und aufwendigen mechanischen Konstruktionen zur Erzeugung von Unterdruck ist das Funktionsprinzip des mehrstufigen, druckluftbetriebenen Ejektors sehr einfach: Das Treibgas p+ tritt in das Pumpengehäuse ein und durchströmt die erste Düsenstufe.

Diese besteht aus einzelnen Lavaldüsen. Zunächst wird die Druckluft im Unterschallbereich der Düsen durch die Querschnittsverengung so stark beschleunigt, dass im engsten Querschnitt Schallgeschwindigkeit erreicht wird. Die Umkehrung der Strömungsverhältnisse im Überschallbereich wird im nachfolgenden Diffusor berücksichtigt. Hier führt die nun folgende Querschnittserweiterung zu einer weiteren Geschwindigkeitssteigerung, sodass am Austritt der ersten Düsenstufe Überschallgeschwindigkeit erzielt wird.

Der mit der hohen Geschwindigkeit konvergierende starke Druckabfall erlaubt das Erreichen eines hohen möglichen Unterdruckes, was insbesondere bei der Pfropfenförderung wichtig ist. Die nun folgenden drei bis vier weiteren Düsenstufen nutzen die vorhandene hohe Strömungsenergie zusätzlich, um die Saugluftmenge der Pumpe zu vervielfachen, ohne eine weitere Energiezufuhr zu beanspruchen. Damit ergeben sich gerade für die Vakuumförderung wichtige Eigenschaften. Zunächst erlaubt die mehrstufige Konstruktion einen bisher für Ejektoren nicht zu erreichenden, hohen Wirkungsgrad.

Mit Hilfe aufwendiger Strömungssimulation wurde ein verbessertes Düsensystem konzipiert, welches den Druckluftbedarf senkt und die Saugleistung erhöht. Die Auswahl verschiedener Werkstoffe stellt auch unter rauen Einsatzbedingungen die gewohnte Langlebigkeit der Multijectoren sicher. Dank der besonderen Bauart und Schalldämpfung liegt das Geräuschniveau deutlich unter dem von konventionellen, mechanischen Vakuumpumpen. Außerdem nimmt im Gegensatz zu Gebläsen der ohnehin geringe Schallpegel mit steigendem Vakuumniveau weiter ab.