ISO FE-Serie

Die ISO FE-Serie von AS-Schneider erfüllt die strengen Auflagen der ISO 15848 und verfügt zudem über eine FireSafe-Zulassung. Bild: AS-Schneider

Messeinrichtungen sind ein wichtiger Bestandteil in jeder Anlage: Sie erfassen verschiedene Parameter wie etwa Druck, Differenzdruck und Füllstand. Ein Messgerät oder Messumformer wird dazu über eine separate Impulsleitung mit dem System verbunden. Der Anschluss des Messgeräts erfolgt über einen Ventilblock, mit dem der Anlagenbetreiber die Leitung absperren und entlüften oder das Messgerät kalibrieren kann.

Ventilblöcke

Ventilblöcke werden unter anderem in Messeinrichtungen benutzt, um die Impulsleitung abzusperren und zu entlüften oder um das Messgerät zu kalibrieren.

AS-Schneider bietet ein breites Sortiment von Ventilblöcken für unterschiedliche Anwendungen, die höchste Ansprüche an Sicherheit und Umweltschutz erfüllen. Die Blöcke bestehen – je nach Ausführung – aus einem oder zwei Absperrventilen, Entlüftungsventilen sowie einem Ausgleichsventil, mit dem sich das Messgerät kalibrieren lässt. Sie können entweder in die Impulsleitung oder mit einem Flansch direkt an das Messgerät montiert werden.

Der Werkstoff macht den Unterschied

Entleerungs- und Spülring

Der Entleerungs- und Spülring erlaubt ein kontrolliertes Entleeren des Hohlraums.

Um für jedes Prozessmedium sowie sämtliche Druck- und Temperaturbereiche eine optimale Funktion sicherzustellen, bietet AS-Schneider die Ventilblöcke in vielen verschiedenen Werkstoffen an: Das Gehäuse ist zum Beispiel aus Stahl, Edelstahl, Duplex, Nickelbasislegierungen oder Titan gefertigt. Die Ventildichtungen bestehen wahlweise aus PTFE oder Graphit, wobei sich der Kunststoff dank seiner hohen chemischen Beständigkeit besser für den Einsatz bei aggressiven Chemikalien eignet.

Je nach Ausführung halten die Ventilblöcke einem Druck bis zu 420 bar und Temperaturen bis zu 550 Grad Celsius stand. Mit verschiedenen Gewindegrößen und Verschraubungsvarianten sind sie für Anlagen aller Art geeignet. Für flüchtige Emissionen sowie Anwendungen, in denen die höchste Dichtheitsklasse gefordert ist, bietet das Unternehmen auch TA-Luft oder ISO 15848 zertifizierte Ausführungen an. Bei diesen sorgt unter anderem ein Faltenbalg an der Ventilspindel dafür, dass das Prozessmedium nicht aus dem Ventilblock entweichen kann.

Das ist etwa in Chemieanlagen erforderlich, die giftige Substanzen verarbeiten. Bei Bedarf sind die Armaturen auch mit einer FireSafe-Zulassung erhältlich: Mit dieser Typprüfung ist sichergestellt, dass die Ventilblöcke auch im Brandfall eine sichere und zuverlässige Absperrung bieten. Ein spezielles antistatisches Design schützt vor Explosionen – eine wichtige Voraussetzung bei Gasleitungen.

Lösungen für eine saubere Umwelt

Erdöl, Gas oder Chemikalien sind für Mensch und Umwelt nicht unbedenklich. Deshalb gelten für die Prozessanlagen strenge Auflagen. Gase oder Flüssigkeiten dürfen auf keinen Fall unkontrolliert entweichen – weder im laufenden Betrieb noch bei der Instandhaltung. Auch hier erfordert die Messtechnik besondere Aufmerksamkeit: Denn muss der Betreiber das Messgerät einmal abmontieren – etwa zur Wartung oder Reparatur – bleibt in dem Leitungsabschnitt zwischen Absperrventil und Messgerät immer ein Rest des Prozessmediums zurück. Dieser Rest muss, um die gesetzlichen Auflagen zu erfüllen, fachgerecht aufgefangen und entsorgt werden.

Für einen weltweit führenden Chemiekonzern und Betreiber zahlreicher Prozessanlagen entwickelte der Spezialist einen Entleerungs- und Spülring. Dieser wird mit einer Flanschverbindung zwischen dem Absperrventil und dem Messgerät angebracht. Außen befinden sich ein oder zwei Entlüftungs- und Spülanschlüsse. Verfügt der Ring nur über einen Anschluss, lässt sich über diesen der Hohlraum zwischen der Erst-absperrung und dem Messgerät kontrolliert entleeren. Über den zweiten Anschluss kann der Ring mit Druckluft oder einer Reinigungsflüssigkeit gefüllt und ausgespült werden – je nach den Anforderungen, die das entsprechende Medium an den Anlagenbetreiber stellt.

Manipulation ausgeschlossen

Anti-Tamper-Ventiloberteile

Die Anti-Tamper-Ventiloberteile von AS-Schneider schützen Ventile vor unbefugter Manipulation. Bild: Armaturenfabrik Franz Schneider

Auch Ventile spielen beim Thema Sicherheit eine wichtige Rolle: Ein unbefugter Zugriff oder ein versehentliches Betätigen können schnell verheerende Folgen haben. Beides lässt sich jedoch mit einfachen Mitteln verhindern. Mit den Anti-Tamper-Ventiloberteilen können Anlagenbetreiber ihre Ventile gegen ungewollte Manipulationen schützen.

Dabei stehen verschiedene Varianten zur Auswahl: Im Standard-Design ist das Ventiloberteil mit einer Bohrung und einem dazu passenden Steckgriff versehen. Das Ventil lässt sich nur mit diesem speziellen Griff bedienen. Die Ventile im AT-Key-Lock-Design werden mit einem integrierten Steckgriff betätigt, der sich ein Stück weit aus dem Ventiloberteil herausziehen lässt.

Bei beiden Modellen hat der Betreiber die Möglichkeit, ein Vorhängeschloss zu befestigen, sodass sich der Steckgriff nicht mehr betätigen lässt. Die Ventile lassen sich in jeder beliebigen Position – geschlossen, teilweise oder komplett geöffnet – abschließen.

Ventile mit einem Handrad aus Edelstahl stattet AS-Schneider mit einem Locking Plate aus, einer gelochten Metallplatte, an der sich das Handrad in jeder beliebigen Stellung mit einem Vorhängeschloss fixieren lässt. Bei dieser Konstruktion lässt sich das Handrad nur minimal bewegen. Dies bewirkt beispielsweise den Schutz vor einem unbefugten Schließen des Ventils. hei

Autorin: Anastassija Kinstler, Armaturenfabrik Franz Schneider