Hydraulic Hoses

Bild: Dario Sabljak – Fotolia

Anbieter Knapheide überarbeitet deswegen sein Armaturenkonzept und ersetzt das Tannenbaum- durch ein Trapezprofil.

Da die Arbeitsdrücke im Hydrauliksektor weiter steigen, können Hersteller die Anwender heute mit ganz normalen Schläuchen nach DIN beziehungsweise den EN-Normen 853 – 857 nicht mehr zufrieden stellen.

Diese verlangen inzwischen Schlauchleitungen mit zulässigen Betriebsdrücken und Anforderungen, die weit über die Normangaben hinausgehen. Knapheide hat deshalb zu den unterschiedlichsten Schlauchtypen spezielle Ausführungen entwickelt mit Druckträgern aus besonders hochfesten Drähten oder speziellen Aufbauten.

Eine Leitung ist jedoch immer nur so belastbar wie ihre schwächste Stelle. So kamen die Ingenieure im Unternehmen bei der Weiterentwicklung der Schläuche an einen Punkt, an dem sie die Armaturen den gestiegenen Anforderungen anpassen mussten. Deshalb hat der Anbieter seine Armaturenpalette überarbeitet und die Ausführung „KN 2000“ entwickelt und diese hausintern genormt.

Neues Profil für die Armaturen

Bild Armatur

Bild: Knapheide

Bei dieser Armaturenkonzeption wird das bisherige und am Markt noch übliche Schlauchteil mit dem „Tannenbaum-Profil“ durch ein „Trapezprofil“ mit Mikro- und Makro-Rillen ersetzt. Durch die spezielle Formgebung dieses Profils werden die bisher vor allem beim Impulsbetrieb der Schläuche häufig entstehenden Radialrisse der Innenseele vermieden. Die einzelnen Stege zwischen den Rillen wirken wie hintereinander geschaltete O-Ring-Abdichtungen.

Hierdurch erhöht sich die Dauerdichtigkeit der Verbindung zwischen Schlauch und Armatur, was der Hersteller in zahlreichen Impulstesten nach EN 6802 und 6803 nachwies. Mit derartigen Armaturen in Kombination mit den weiterentwickelten Schläuchen ist nun die Forderung vereinzelter Kunden nach 1.000.000 bis 2.000.000 Lastwechseln für die Schlauchleitungen (Norm 200.000-400.000) keine Utopie mehr.

Bisher sind die Armaturen für die ein- und zwei-Draht Schläuche auf das neue Nippelprofil KN 2000 umgestellt worden. Im nächsten Schritt werden die 4SP- und 4SH-Armaturen ebenfalls auf diese Ausführung hin überarbeitet.

Beschichtung umstellen

Ferner sind oder werden alle Armaturen im Rahmen der Überarbeitung auf eine Cr(VI)-freie Oberflächenbeschichtung umgestellt, um die Forderung der europaweiten REACH-Verordnung zu erfüllen. Bisher verwendete das Unternehmen teilweise noch den galvanischen Überzug nach ISO 2081, einer galvanische Verzinkung mit anschließender Gelbchromatierung (Fe//Zn08//C). Stattdessen werden die Teile künftig mit einem galvanischen Überzug nach DIN 50979 versehen, einer Dickbeschichtung mit zusätzlicher Versiegelung (Fe//Zn08//Cn//T2).

Bei der Umstellung des Oberflächenschutzes wurde Augenmerk darauf gelegt, mindestens die bisherige Korrosionsbeständigkeit der Armaturen beizubehalten, 96 Stunden laut Norm im Salzsprühtest. Erreicht wird mit der neuen Beschichtung nun eine Korrosionsbeständigkeit von etwa 200 Stunden gegen Weißrost und 400 Stunden gegen Rotrost. do

Autor: Artur Mannig, Knapheide