Robotik ist eines der Schwerpunktthemen auf der Motek 2016, Bild: fluid.de

Robotik ist eines der Schwerpunktthemen auf der Motek 2016, Bild: fluid.de

Der Messe-Herbst naht und damit die Motek. Die viertägige Fachmesse zur Produktions- und Montageautomatisierung in Stuttgart startet dieses Jahr am 10. Oktober. Zu den Besonderheiten der Messe zählt, dass die Aussteller Komponenten, aber auch Sub- und Teilsysteme bis hin zu schlüsselfertigen Montagelösungen zeigen und somit die gesamte Welt der Automatisierung abbilden. Zeitgleich findet wieder die Schwestermesse Bondexpo statt. Die Fachmesse zur Klebtechnik feiert 2016 ihr zehntes Jubiläum.

Letztes Jahr waren insgesamt rund 68.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche gebucht worden; fast 39.000 Fachbesucher aus 99 Ländern besuchten 2015 die Messe. Für das Messe-Duo war dies ein Rekord. Der bisherige Buchungsstand lässt für 2016 ähnliche Zahlen erwarten: Bislang haben laut dem Projektleiter der Motek und Bondexpo Rainer Bachert mehr als 900 Aussteller für die 35. Motek und rund 100 für die Bondexpo gebucht.

Die bisher angemeldeten Aussteller kommen aus 27 Nationen und vertreten Unternehmen der Bereiche Teil- und vollautomatisierte Montage, Stand-alone-Montageplätze und Montagelösungen. Dazu kommt die praxisgerechte Kleb- und Verbindungstechnologie als Thema der Bondexpo-Aussteller. Rund 150 Hersteller von Robotern, Montageanlagen, Sondermaschinen und roboterintegrierten Systemlösungen zeigen auf ihren Aktionsflächen robotergestützte Lösungen und Möglichkeiten der Anwendung moderner Roboter- und Handhabungstechnik.

Messebesucher auf der Motek, Bild: P. E. Schall
Die Veranstalter erwarten ähnlich viele Besucher und Aussteller wie vergangenes Jahr. Bild: P. E. Schall

Diese Themen bestimmen die Messe

Ein großer Schwerpunkt der Messe ist dieses Jahr der Leichtbau. Das Thema zieht sich von der Rohmaterial-Fertigung über die Bauteile-Produktion und bis zur Montage-, Verbindungs-, Füge- und Prüftechnik. Auch der Einsatz von Robotern und deren Peripherie gehört dazu. Entsprechend haben die Veranstalter die „Lightweight-Area“ als Schnittstelle zwischen Motek und Bondexpo konzipiert.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die praktische Umsetzung von Industrie 4.0. Die Vernetzung mit allen dazugehörigen Aspekten zieht sich durch das Rahmenprogramm der Messe. Dazu gehört beispielsweise die „I 4.0 Arena of Integration“, welche das Landesnetzwerk Mechatronik Baden-Württemberg veranstaltet. Mehrere Unternehmen beteiligen sich am Themenpark Digitalisation@Automation, der gleichnamige Gemeinschaftsstand organisiert auch ein Forum zum Thema smarte Automatisierungslösungen. Außerdem steht ein Aussteller-Forum auf dem Programm.

Leichtbau im Kongressprogramm

Als Premiere werden in der Halle 8 an drei Messetagen zwei Kongressveranstaltungen durchgeführt. Die Veranstaltung „Leichtbau meets Robotik“ am Dienstag und Mittwoch (11. und 12. Oktober) dreht sich um Robotik und deren breite Anwendung sowie Leichtbau-Lösungen für die Montage und Handhabung.

Die Veranstalter des Kongresses, zu denen auch das Messeunternehmen P. E. Schall gehört, wollen damit die Fertigung von Leichtbau-Teilen stärker abbilden und zeigen, wie diese mit der Robotertechnik verzahnt ist. Der zweitägige Kongress besteht aus vier Halbtagssessions mit jeweils anschließender Tour über die Messe, welche Besucher einzeln oder als Block buchen können.

Klebtechnik-Kongress zum Zehnjährigen

Zum zehnjährigen Jubiläum der Bondexpo findet erstmals ein Kongress zum Kleben, Dichten, Dämmen, Fügen und Verbinden im Leichtbau statt. Dabei geht es auch um die praktische Umsetzung der Klebstoffnorm DIN 2034 „Klebtechnik – Qualitätsanforderungen an Klebprozesse“, die am 01. März 2016 in Kraft getreten ist. Die Norm betrifft unter anderem die Einstufung von Klebverbindung nach Sicherheitsklassen, den Einsatz von Klebaufsichtspersonal, Anpassung der Fertigungsumgebung und Nachweisführung sowie Dokumentation. Die Vorträge finden über die vier Veranstaltungstage verteilt in Halle 9 statt. Die Referenten gehen auf verschiedene Aspekte der Norm ein. Praktiker und Wissenschaftler erklären, wie sich Klebtechnikprozesse beherrschen lassen und informieren über Werkstoffe, Hybrid-Materialien und Mischbauweise in der Produktions- und Montagetechnik. Im Buchungspreis (250 bis 450 Euro) ist der Messeintritt enthalten.

Unabhängig davon und ergänzend wird der VDI den Donnerstag den großen Industrie 4.0-Themen wid­men. Im Forum unter dem Motto „Digitale Transformation, Big Data in der Produktion“ geht es unter anderem um die Herausforderung für Unternehmen, bei Big-Data-Projekten die Datenmenge zu beherrschen und richtige Analyse anzuwenden. Das Forum soll neben Vorträgen auch Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch bieten. Die Teilnahme ist für Messegäste kostenfrei. Die Vorträge auf dem Forum in Halle 9, Stand 9101 beginnen um 9:45 Uhr und enden um 15:40 Uhr.

  • Minigebläse, Bild: Guédon

    Vakuumanbieter Guédon präsentiert auf der Motek 2016 (Halle 6, Stand 6244) mit dem Minigebläse Solo eine technische Neuentwicklung für das sichere Handling von Beuteln und formlabilen Werkstücken. In Kombination mit dem entsprechenden Vakuumsauger lassen sich Beutelverpackungen, poröse Werkstücke oder Werkstücke, die durch Verformung Falschluft verursachen, mit dem Minigebläse greifen. Bild: Guédon

  • Profilschienenbremse, Bild: Mayr Antriebstechnik

    Mayr Antriebstechnik (Halle 6, Stand 6325) hat eine pneumatisch gelüftete Version der Roba-Guide­stop-Profilschienenbremse entwickelt. Das Bremskonzept erfüllt aktuelle Sicherheitsanforderungen und kommt ohne Hydraulik aus. Die Bremse ist vor allem dort interessant, wo erst ein Hydrauliksystem installiert werden müsste oder wo mehrere Bremsen nötig wären, um entsprechende Kräfte zu erreichen. Bild: Mayr Antriebstechnik

  • Magnetgreifer, Bild: Schmalz

    Schmalz stellt auf der Motek (Halle 3, Stände 3110, 3020) unter anderem die neue Magnetgreifer-Baureihe SGM-HP/-HT vor. Diese Magnetgreifer hat der Anbieter speziell für die Handhabung von Lochblechen, gelaserten Teilen, Blechen mit Bohrungen und Ausschnitten sowie anderen ferromagnetischen Werkstücken entwickelt. Das Greifen wird über das Magnetfeld eines integrierten Dauermagneten realisiert. Bild: Schmalz

  • Linearmotor-Module, Bild: Jung

    Als lineartechnische Alternative zu Pneumatikzylindern oder Hydraulikantrieben zeigt der Kinematik-Anbieter Jung auf der Motek die neue Baureihe Fourdynamic. Das Unternehmen zeigt die Linearmotor-Module der überarbeiteten Baureihe am Stand 3114 in Halle 3. Die Systemeinheiten mit integrierten Linearantrieben sind ausgelegt für Hübe von 270 bis 350 Millimeter. Bild: Jung

  • Pneumatische Schwenkeinheit, Bild: Friedemann Wagner

    Friedemann Wagner (Halle 5, Stand 5104) zeigt auf der Motek eine pneumatische Schwenkeinheit mit einem externen Anschlagsystem, das rechtzeitig meldet, wenn die Stoßdämpfer gewechselt werden müssen. Das System erkennt den Stoßdämpferausfall als Prellen. Ringförmige, gehärtete Anschlagflächen sorgen für zuverlässige Wiederholgenauigkeit von bis zu ± 0,01 Grad. Bild: Friedemann Wagner

  • Rohrverbindungssystem, Bild: Norelem

    Norelem (Halle 5, Stand 5425) erweitert sein Programm an Rohrverbindungssystemen um Rohrverbinder aus Edelstahl in den Varianten Kreuzstück, T-Stück, Fuß und Flansch. Diese haben je einen Klemmdurchmesser von zwölf bis 40 Millimeter. Die Produkte werden im Feingussverfahren aus dem Material 1.4308 hergestellt. Dies ermöglicht den Einsatz im Außenbereich und bei thermischer Belastung. Bild: Norelem